Donnerstag, März 24, 2016

Auf dem Weg!

"Ich verdiene viel Geld, aber ich fühle mich zu gehetzt." sagte B. gestern beim Netzwerktreffen. Die Probleme möchte ich auch mal haben! Nach einer Nacht darüber schlafen realisierte ich, dass B. auch einige Jahre älter ist als ich. Und ihre Tochter heiratet dieses Jahr!

Mein Kind ist in der ersten Klasse. Kein Wunder, dass ich diese Probleme noch nicht habe. Ich hatte das echt unterschätzt, wie schwierig es ist, als Freiberuflerin nach der Familienphase in den Beruf zurück zu kehren. Es wartete kein klar definierter Job und kein drängelnder Chef auf mich. Ich hatte mich verändert und muss nun alles neu definieren von "wer bin ich" bis "was will ich". Das braucht Zeit. Als ich B. kennenlernte, verkaufte sie Gummihandschuhe - ein Muddi-Nebenverdienst. Das war vor ungefähr 13 Jahren und jetzt heiratet das Kind. Das Kind war damals älter als mein Kind jetzt. Egal, wie ich es rechne, es dauert. Es dauert, bis das Profil klar geschärft ist und die Welt erkennt, was sie an mir hat. Das zu akzeptieren fällt nicht leicht und an die Zeit der Rente mag ich gar nicht denken. Das geht nur, wenn die Ehe hält.

Aber ich habe das Gefühl, auf dem Weg zu sein. In den letzten Tagen habe ich einige Angebote für Workshops und Vorträge rausgeschickt. Das war kein Problem, weil ich verschiedene Produkte formuliert hatte und nur an den jeweiligen Auftraggeber anpassen musste. Yeeeeaaaaaah, Produkte!

Danach hatte ich lange gesucht!

Mir war schon länger klar, dass ich Produkte definieren muss, damit die Welt überhaupt weiß, was sie bei mir kaufen kann. Dass die Produkte dann individualisiert werden müssen ist klar. Bisher war es aber eher so, dass ich mich auf meine Kompetenzen und mich als Person fokussierte und dann kam da so ein merkwürdiger Gemischtwarenladen heraus.

Ich glaube, die Idee Produkte anzubieten ist ein guter Weg. Die Produkte zeigen klarer, was ich zu bieten habe, was es bei mir gibt und es ist ja nicht in Stein gemeißelt, dass es stets die gleichen Produkte sein müssen. Als ich die Angebote in den letzten Wochen ausarbeitete, war mir gar  nicht klar, dass ich gerade dabei bin, Produkte zu definieren. Jetzt wird mir klar, dass es doch manchmal um klein-klein geht und nicht immer um den großen Wurf. By the way: die Website, die ich quick-and-dirty im Januar erstellen wollte, ist immer noch nicht online.

Und wie Freundin C. ganz richtig bemerkte. Je mehr Angebote ich schreibe, umso weniger bange muß ich hoffen, ob etwas beauftragt wird. Das "Prinzip Schrotflinte" bedeutet auch, sich selbst als Person nicht mehr so stark einzubringen und eine Ablehnung persönlich zu nehmen.

Ich bin auf dem Weg und das gefällt mir!

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen