Freitag, Januar 08, 2016

Tragt mich auf die Bühne oder lasst es bleiben!

Gestern noch auf twitter gewitzelt, heute, nach der Verlegung der ersten Arbeitseinheit in die Badewanne, mit Überzeugung und Nachdruck:

Ich halte nur noch Vorträge, bei denen ich auf die Bühne getragen werde!

Oder zumindest nen roten Teppich ausgelegt bekomme!

Gestern Nachmittag hatte ich solche Kopfschmerzen und ich bin sicher, dass sie mit dem CvP dieser blöden berliner Internetkonferenz zu tun hatten. Es fällt mir so schwer, einen Vorschlag zu machen. Das ist so absurd, denn den Vortrag habe ich ja schon mal mit Szenenapplaus gehalten. Aber es geht ja auch nicht um den Vortrag, sondern darum, am Türsteher vorbei zu kommen, die Erlaubnis zu bekommen, die Bühne betreten zu dürfen.

Natürlich bekam ich davon Kopfschmerzen, denn 2016 ist doch das Jahr, an dem ich mir den Erfolg erlaube!

Die Betonung ist eine andere, als in den letzten Tagen. In den letzten Tagen meinte ich ERFOLG und in der Badewanne wurde mir klar, dass die Betonung auf ICH ERLAUBE MIR liegt. Das heißt nicht nur, dass ich darauf achten will, mir selbst nicht mehr im Wege zu stehen, sondern dass ich auch auf Türsteher scheiße. Ich werde jetzt noch ein mal ein Paper einreichen und ich werde das Thema nicht hintenrum auf die Bühne mogeln versuchen sondern klar zu benennen. Das Kopfweh resultierte aus dem Problem, dass ich bei den coolen Jungs ein Segen für mein Thema bzw. für mich haben wollte. Was kümmern mich die coolen Jungs, vielleicht ist das gar nicht die richtige Bühne! Ich biete denen jetzt noch einmal an, was ich zu bieten habe, denn das Paper ist so gut wie fertig, und wenn sie es nicht wollen, sollen sie sich gehackt legen.

Das absurde an den Kopfschmerzen war ja auch, dass ich vormittags ein tolles Telefonat mit einer "Kollegin" hatte, die ich um Rat bezüglich Kalkulation im neuen Feld bat. Sie lieferte mir auf dem Silbertablett mein Produkt, das ich so krampfhaft suchte, das ich nur so schwer benennen konnte. Für sie war das sonnenklar, dass ich diejenige bin, die dieses Thema in Deutschland bringen muss, weil ich es ausstrahle und weil ich überzeugend bin. Sie sagte, es wäre völlig egal, dass ich das Problem für mich noch nicht komplett gelöst hätte. Das, was ich jetzt zu bieten hätte, wäre schon so viel. Und sie sagte, damit bist du alleine, niemand macht dir Konkurrenz, das machst du super und freute sich wie Bolle mit mir.

Das fühlte sich gut an.

Eine Sache stört mich allerdings. Gestern hörte ich von zwei Seiten, dass in diesem Feld "Honorare wie bei der Volkshochschule" gezahlt würden. Das ist doch ein Scheiß. Nur weil da Frauen arbeiten? Neee, das funktioniert für mich nicht. Die Kollegin erzählte, dass es immer wieder Frauen versuchen würden, höherpreisig zu arbeiten, dann aber schnell von der Bildfläche verschwinden würden. Warum sie verschwinden, sagte sie nicht. Vielleicht muss ich dem noch mal nachgehen.

Ich hatte sofort den Impuls, eine Gewerkschaft zu gründen.

In der Badewanne dachte ich dann, dass es vielleicht für das, was es dort jetzt gibt, traditionell Volkshochschul-Honorare gibt und das ich vielleicht doch wieder mehr Coachings geben sollte, denn dort sind ja höhere Honorare ein normaler Marktpreis (auch wenn das alles sehr schwankt und subjektiv ist). Und dann dachte ich, dass ich doch vielleicht beides verbinden könnte. Coachings zum Thema. Dann bin ich auch keine Quereinsteigerin und Anfängerin. Dann kommt die Autorin und Coach und ist eben ein bisschen teurer. Diese anderen Dienstleistungen kann ich ja zum VHS-Honorar anbieten und als Marketing verbuchen. Diese Idee werde ich noch genauer bedenken.

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen