Freitag, November 19, 2010

achtsam schön von hinten

"wie soll isch, wie soll isch, wie soll isch misch nach dir sehnen, wenn du stets, wenn du stets, wenn du stets bei mir bist?" sang die hysterische Elternselbsthilfegruppe, abgeschobenen in einem Raum der Kita, während sich die Kinder freudig eingewöhnten. ("Schön von Hinten" von Stereo Total)

Es fällt mir wirklich schwer zu akzeptieren, dass der Kleine fortan eine Welt hat, von der ich wenig weiß. Schließlich sind die Antworten auf die Fragen "Na, was habt ihr heute so gemacht", doch sehr begrenzt. Niemals dachte ich, dass ich zu solcher Nähe fähig wäre und jetzt kann ich mich kaum trennen - wohlwissend, dass man es nicht Quality-time nennen muß, um das doch wesentlich freudigere Miteinander, dass durch Vermissen entsteht, genießen zu können.

Ich bemühe mich, ganz früh aufzustehen, um in Ruhe zum Kindergarten gehen zu können, statt zu hetzen. Der Tagesanfang wäre sonst unerträglich. Ich bin, wenn wir die Ruhe haben, ganz entzückt, welche wunderbaren Einfälle der Kleine an den Tag legt. Jeden Tag sucht er einen Stock und jeden Tag spielt er etwas anderes damit: Tierpfleger, der die Kuhkacka wegmacht, Drachen steigen lassen, "stauben" (staubsaugen)... und heute war der Stock, der eher einem Reisigbesen glich eine Krake. Ob ich es durchhalte, für Achtsamkeit früh aufzustehen?

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen