Freitag, Februar 19, 2010

Qualität

"Wenn sie bei uns Patientin werden wollen," sagte die Zahnärztin, "dann müssen sie jeden Tag Zahnseide benutzen". Ab gesehen davon, dass ich gerade den Mund voller Blut hatte und mir die Tränen vor Schmerzen über die Wange liefen, war ich doch schwer beeindruckt und nehme nun tatsächlich Zahnseide.

Was mir daran besonders gefällt: ist es nicht spannend, Kunden Bedingungen zu stellen und somit die eigene Leistung noch kostbarer darzustellen? Darüber muß ich noch ein bißchen nachdenken. Bisher bin ich so ein Denken gar nicht gewöhnt, denn schließlich bin ich eine Frau - also gewöhnt, mein Licht etwas unter den Scheffel zu stellen und die eigene Leistung als etwas Selbstverständliches zu betrachten. Und ist es nicht fantastisch, den Kunden eine Aufgabe zu geben, deren Ergebnis kontrollierbar ist und bei dem sie täglich an mich denken.

Freitag, Februar 05, 2010

Das macht Hoffnung

Natürlich hatte ich die älteren Leutchen öfters gesehen, wenn sie die Blätter zusammen kehrten. Geschäftig eilte ich an ihnen vorbei, ein wenig peinlich berührt. Aber ich war doch Mieterin, das machen doch die, die wir dafür bezahlen und überhaupt, das Laub stört doch gar nicht. (Wenn, dann nur die Laubbläser.)

Aber als wir die älteren Leutchen Schnee schippen sahen, mußten wir aus die Schaufel leihen und es auch tun. Erst der Gatte, dann auch ich. Und als ich schippte, traf ich die anderen jungen Nachbarn. Und wenige Tage später schippten sie auch.

Also können Vorbilder doch wirken und das Gute in die Welt bringen.

wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen