Dienstag, Januar 26, 2010

Für und Wider immer wieder

Es ist so absurd, denn es ist nur ein Chor. Nur ein Freizeitvergnügen. Dabei sollte es doch vor allen Dingen vergnüglich sein. Ich weiß gar nicht so genau, warum es mich so aufwühlt.

In Chor A singe ich seit 2001 - obwohl ich immer wieder unzufrieden bin. Er ist mir ein bißchen zu sehr "Spaßchor". Ich gehöre zu den Besten und bin oft gelangweilt, dass sich Proben wie Kaugummi ziehen und ich so selten gefordert werde. Ich mag die Lieder, die Arrangements, den Chorleiter. Ich mag auch das Trinken-gehen nach den Proben. Es ist schön, einen festen Wochentag mit Programm zu haben.

Chor B ist anspruchsvoller. Ich war bei einer "Audition" und wurde nur mit einem "Naja" genommen. Ich vereinbarte eine Probezeit auf Gegenseitigkeit. So recht geheuer war mir der Chor nie. Die Arrangements oft ein wenig zu kunstvoll, die Menschen etwas zu sehr motiviert. Doch die Herausforderung reizt. Mal wieder was lernen, üben müssen, sich anstrengen müssen. Mit Menschen zusammen sein, die richtig Musik machen wollen.

Am Abend des Vorsingens schon ein Hin und Her-Gefühl. Soll ich vorsingen oder nicht. Na egal, ich machs einfach. Dann zwischen den Jahren ein starkes Gefühl, Nein sagen zu wollen. Merkwürdigerweise versagte mich zwei Tage nach der Audition die Stimme. Statt mich auf die Probezeit vorzubereiten, schwieg ich. Aber es lag nicht nur daran, dass ich die Noten nicht herausholte. So richtig motiviert war ich auch nicht. Die eine Probe an der ich teilnahm, machte Spaß, die andere nicht. Was blieb war das Gefühl, nicht neben den Strebern stehen zu wollen. Ob ich mit diesen Leuten klar komme?

Und dann das blöde Gefühl, Chor A nicht im Stich lassen zu wollen. Was wäre, wenn ich ginge. Gäbe es dann den Tenor noch? Und warum fällt es mir so schwer, einfach etwas zu ändern, obwohl ich schon lange nicht richtig zufrieden bin? Was macht mich so treu gegenüber diesem Chor?

Und jetzt sagt der Bauch ein klares Nein zur Alternative B. Und trotzdem komme ich mir vor, als hätte ich versagt, als würde ich kneifen. Ja, Chor B wäre eine Herausforderung. Da müsste ich was für tun und müsste mich auch benehmen. Ich haben wohl auch ein wenig Angst, zu versagen. Aber es soll doch ein Vergnügen sein?

Warum mache ich es mir mit der Entscheidung zu schwer? Nur mit dieser? Vielleicht ist auch etwas ganz anderes dran?

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen