Freitag, September 25, 2009

Bloggen = wirre Gedanken aufschreiben, die hoffentlich später mal nützlich sind

Der Kleine schläft. Ich genieße die Ruhe, nur der Geschirrspüler brummt. Einer muß ja arbeiten. Der Kaffee schmeckt köstlich und macht mal wieder Herzklopfen. So ist es schön! Zum zweiten Mal lese ich Middlesex von Jeffrey Eugenides und gehe beim Lesen förmlich in die Knie vor Bewunderung. So müsste man schreiben können. Ich fürchte, so werde ich nie schreiben! Immer wieder dieses Gefühl, wenn ich ein wirklich gutes Buch lese: Genuß gepaart mit Frust, dass ich das nicht kann. Ich möchte keine lustigen Romane für das die Frau nebenan schreiben. Wenn, dann ein Meisterwerk. Deswegen sind die Belletristik und ich wohl nicht füreinander geschaffen.

Das waren auch die Gedanken, die mich beim Einschlafen bewegten. Ich kann so vieles. Hier etwas, dort etwas. Ich habe so unterschiedliche Dinge in meinem Leben gelernt und gearbeitet. Vieles fällt mir leicht - aber all dies ist nicht leicht zu Geld zu machen. Ein kleines Beispiel? Gestern las ich den Businessplan einer Freundin. Für mich ist sonnenklar, was es zu verbessern gilt. Aber wie wird man Businessplanberaterin. Und noch viel wichtiger. Wahrscheinlich fällt mir das Businessplanlesen total auf den Geist, wenn ich mehr als zwei Pläne pro Woche lese. Ich bin wirklich schwierig.

Meine ersten Gedanken heute morgen drehten sich um das Gefühl, den Kleinen noch nicht in die Kita geben zu wollen. Plötzlich erschien es mir so logisch. Na klar, heißt es nicht, dass der Individuationsprozess ganz langsam vonstatten geht? Er kann noch nicht mal laufen, d.h. er hat nur in kleinem Maße bisher die Chance gehabt, sich von mir zu entfernen und wieder zurück zu kommen. Nehme ich ihm nicht diese wichtigen Erfahrungen, wenn ich ihn zu früh fortgebe? Dann beim Frühstück war er ein kleiner Terrorist. Ich bin schier wahnsinnig geworden, als er wieder mit Essen warf. Meine Nerven waren bis zum Äußersten angespannt und am liebsten hätte ich ihn sofort in eine Kita gebracht. Was bringt es uns, wenn wir uns nur auf die Nerven gehen? Und jetzt schläft er wie ein Engel, das arme kranke Kind. Und Mama liest, trinkt Kaffee mit Genuß und findet sogar wieder Zeit und Muße zum bloggen....

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen