Montag, Januar 28, 2008

Eine Frage der Sichtweise

Seit Jahren liebäugele ich mit dem Fernsehen. Natürlich habe ich schon wiederholt daran gedacht, meine Ideen als Fernsehformat anzubieten. Ich habe es an passenden und unpassenden Stellen erzählt und irgendwann das Gefühl bekommen, dass das Thema durch sei. Dem ist nicht so. Letzte Woche bekam ich eine diesbezügliche Anfrage. Und was mache ich? Ich sage, dass das ne tolle Idee ist, dass ich aber zu Bedenken geben müsste, dass ich schwanger sei und deswegen nur in der ersten Hälfte diesen Jahres zur Verfügung stehen würde.

Ich stellte ein Team zusammen und stellte diese Idee den Verantwortlichen vor. Nachdem ich meine Ideen abgeschickt hatte, macht mich der Beste darauf aufmerksam, dass mir ein fataler Fehler unterlaufen ist. Statt ein Team zu bilden, um mich als "graue Eminenz" zu positionieren, bei der mein Schwangerschaftsbauch nicht sichtbar ist, hätte ich auch selbstbewußt meinen Bauch (als Erfolgsargument) zeigen können wollen. Vorauseilend skeptisch, hatte ich nach Lösungen gesucht, statt mit dem, was ist zu leben und damit zu pokern.

Das ist natürlich eine Frage der Sichtweise. Aber wahrscheinlich war meine Reaktion normal. Wir Frauen sind es gewohnt aufgrund unseres Geschlechtes diskriminiert zu werden. (Danke Kaltmamsel für den Hinweis auf den Prozess von Sule Eisele). Wir sind es so sehr gewohnt, dass sich vorauseilender Fügsamkeit wie von selbst ergibt. Warum sollte ich mich für die Schwangerschaft entschuldigen und rechtfertigen? Es ist wie von selbst geschehen und irgendwie ärgert mich das.

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen