Donnerstag, August 02, 2007

Mehr Zeit - für was?

Als ich gestern mit einer befreundeten Kollegin einen Telefontermin vereinbarte, sagte sie "nicht vor 10 Uhr" und ich war kurz entsetzt. Mir war schon entfallen, dass ich genau diese Antwort in den letzten Jahren gegeben hatte - bevor ich mit dem Gatten zusammen zog. Als einen Vorteil des Freiberuflerinnendaseins schätze ich es, nach meinem Biorythmus zu arbeiten und aufzustehen, wann es mir passte.

Als Teil eines Paares schätze ich jetzt die gemeinsamen Frühstücke - auch wenn das frühe Aufstehen mir immer noch Schwierigkeiten bereitet. Es fühlte sich aber falsch an, wenn ich an Tagen, an denen der Liebste zur gewohnten Zeit zur Arbeit geht, einfach wie ne faule Diva liegen bleiben würde. Es wäre auch deshalb falsch, weil ich ja mitnichten so viel am Wochenende und abends arbeite wie früher. Kommt der Mann nach Hause und hat Feierabend, dann möchte auch ich nicht mehr arbeiten und lasse gerne alles stehen und liegen.

An manchen Tagen habe ich das Gefühl, dass ich unheimlich viel Zeit mit hinterher überhaupt nicht mehr nachvollziehbaren Sachen verdaddele. Jetzt wo ich drüber nachdenke. Ich habe ja auch mehr Zeit, wenn ich früher aufstehe. Aber es fühlt sich anders an. Eben nicht gemäß meines Biorythmusses. Deswegen bin ich oft müde und habe oft das Gefühl, nicht genügend geschafft zu haben. Für das Schreiben ist die Einsamkeit und das arbeiten, wann immer man will, das Singleleben besser. Fürs Leben ist es schöner als Paar.

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen