Mittwoch, Oktober 11, 2006

nachtgedanken

gestern mal wieder einen netten abend mit freund k. gehabt und festgestellt, dass wir immer noch über "der pole trägt mützen" lachen können. eine gemeinsame sozialisation verbindet und das pflegen derselbigen zeigt, aus welchen wurzeln ich alltäglich stärke ziehe, ohne es bewußt zu merken. das, was ich im coaching oft anwende, was ich als methode nie begründen kann und auf eine mischung aus zufall, verrückten ideen und lebenserfahrung schiebe, nennt sich "freies assoziieren" und ist mir mitnichten unbekannt - aber nicht präsent und damit nicht bewußt, was ja durchaus im freudschen sinne stimmt.

eigentlich ging es den ganzen abend darum, sich dabei zu unterstützen mut zu haben, das anzuwenden, was man kann. ich habe so viele wunderbare erkenntnisse über das sachbuchschreiben gehört und gelernt, um festzustellen, dass ich all das bereits beherzige. um endlich mal wieder richtig zu schreiben, könnte das beherzigen des gehörten durchaus sinnvoll sein. es ist doch alles da!

und dann noch zwei nette geschichte. die eine, von unserem professor, der sich durch unbändige neugier und mut auszeichnete und damit so ein wunderbares vorbild war, an das ich auch zu selten denke. und die andere eine episode, die ich 1989 mit meiner wunderbaren oma - onno - erlebte. als sie zu ihrem 80. geburtstag eine elektrische schreibmaschine geschenkt bekam, brachte sie sich bei, mit dem zehnfingersystem zu tippen, weil man eine so vornehme maschine ihrer meinung nach nicht mit dem adler-such-system bedienen konnte. ich war damals für drei monate mti schrecklichem liebeskummer und einem schrecklichen job in finnland und was machte sie? sie schickte mir briefe, in denen nichts anderes stand als "jklöjklö" unterschrieben mit handschriftlichen lieben grüßen. ich habe jahre später gelernt, dass es in keinem alter zu spät ist, etwas neues zu beginnen und dass man liebe auch mit wenigen worten ausdrücken kann.

Keine Kommentare:

wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen