Freitag, September 08, 2006

ei is doch egal wie se heise - hauptsache sie schmegge!


ich habe eine neue leidenschaft. reneklode. oder wie es in ottensen aufm markt heißt: rennée clode. das ist natürlich viel vornehmer. ich kann mich gar nicht daran erinnern, sie in den letzten jahren gesehen, geschweige denn gegessen zu haben. seit dem ich sie letzte woche probierte, bin ich süchtig.

fremd sind sie mir aber nicht. ich kann mich erinnern, dass in meiner kindheit in frankfurt darüber gesprochen wurde. da hießen sie natürlich: renneklodde. die hugenotten sind irgendwann auch an frankfurt vorbeigelaufen, deswegen hieß meine oma ja auch nicht mehr petit sondern klein, aber das nur am rande. mit pflaumen konnte ich mich noch nie richtig anfreunden, fand ich doch in viel zu viel pflaumen würmer und ein wurm kann mir ein obst auf jahre hin verderben. da war mir die zwetschge immer lieber - oder wie es in meiner kindheit hieß: kwetsche. aber am allerliebsten mag ich die kwetsche im latwärsch. das ist eine marmelade, ähnlich wie pflaumenmus aber von meiner mutter gemacht natürlich viel leckerer als der aus dem laden. außerdem schrieb sie stets "latwerge" auf die gläser und spricht es dennoch herrlich frankfurterisch aus. nicht gerne essen, aber zusammen mit meinem opa klauen tat ich mirabellen, ganz besonders deshalb weil mein opa immer miraaaabelen sagte. aber er sprach ja auch von "kamemmbert" statt camenbert. jaja die hugenodde und die frankfurter.

egal, ob vornehm französich oder hinten mit klodde. sie sind süß und köstlich!

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen