Freitag, Mai 12, 2006

service!

gestern war ich mit dem liebsten bei sinnerschraders web2.0-kongress next10years. es ist schön, interesse für bestimmte dinge mit dem liebsten zu teilen. beim nachhausefahren und frühstücken diskutierten wir angeregt.

besonders angeregt hat mich der vortrag von malte blumenthal, der über "Interaktive Frontends - vom Kunden zum Markenbotschafter" sprach. es ist so simpel, nicht neu und doch für mich so einprägsam und inspirierend. schaut man sich das portal der deutschen post im vergleich zu der startseite von google an, ist es offensichtlich. und obwohl ich schon an vielen tagen in meinem leben, beide seiten geöffnet habe, ist mir der unterschied noch nie aufgefallen. die einen bieten eine unübersichtliche selbstdarstellung, wie die meisten unternehmen auch - die anderen einen service. wen interessieren schon selbstdarstellungen? das internet soll fragen beantworten und bedürfnisse befriedigen. wenn ich einen apfel will, dann möchte ich auch nicht einen ganzen supermarkt vor die nase gehalten bekommen. ab gesehen von der begeisterung, die der redner versprühte und der angenehmen atmosphäre auf dem kongress, energetisierten mich diese simplen gedanken. im geiste relaunchte ich meine sites. meine kunden haben bedürfnisse und sie sind so frei, sie mir auch mitzuteilen. es bedarf nur weniger schritte, um der befriedigung dieser bedürfnisse raum zu geben. das ist ja das tolle an web2.0: ich muß sie noch nicht einmal alle selbst befriedigen. mitspielen ist das motto. ich muß nur den raum schaffen. spannende überlegungen für 3 stunden zugfahrt nachher.

ganz hervorragend hat mir auch Lukasz Gadowski von spreadshirt gefallen - genauer gesagt, die art und weise, wie er völlig unspektakulär, wie der nette junge von nebenan, über sein unternehmen geredet hat. ich bin ja schon länger großer fan von spreadshirt. wie genial, den copyshop-um-die-ecke-ins-netz-zu-stellen-und-eine-einfach-einzurichtende-shopsoftware-zur-verfügung -zu-stellen. nicht, dass ich mit meinem shop ein vermögen machen würde, aber wie angenehm, nach dem einmaligen einrichten und hin und wieder im sortiment stöbern quartalsweise einen kleinen batzen geld aufs konto überwiesen zu bekommen, obwohl ich eigentlich nichts dafür tue. sehr hübsch. so mag ich lizenzgeschäfte, schöne produkte, zuverlässiger service, ohne viel kümmern. der trick? die einfachheit. spreadshirt macht es den nutzern wirklich einfach und jeder nutzer ist ein werbeträger. sehr schicke idee und sehr sympatisch, dass der aufbau und das wachstum auch ohne venture capital klappte. trotzdem tat mir der kapitalist, herr dr. neuhaus, mit dem zum beruf ach so passenden namen, leid, der vor herrn spreadshirt den vortrag hielt und anschließend keine einzige frage gestellt bekam.

und wenn ich gewußt hätte, dass dieter rappolt von twoday, ähm knallgrau,auch da war, dann hätte ich ihn von ferne auch mal angehimmelt, weil ich sein blog so gerne lese. aber der verlobte war ja dabei, da hatte ich ja genügend zum himmeln und genießen.

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen