Samstag, Mai 27, 2006

glücksgriff

habe einen mann, der nach dem nachmittäglichem sex aufsteht, um die geschirrspülmaschine auszuräumen.

Freitag, Mai 26, 2006

prima

es wäre zu schön, wenn der knoten geplatzt wäre. zwei aufträge heute. strike. danke universum.

Mittwoch, Mai 24, 2006

mehr von next10years

hach, wie schön ist es, frei zu arbeiten und spontan zu entscheiden, was ich gerade machen will. leben nach dem lustprinzip. gerade war mir ein wenig nach pause. nicht nach richtiger pause, zum rausgehen bin ich trotz sonnenschein immer noch zu faul. also startete ich damit die videos der vorträge der next10yearskonferenz zu sehen, die ich dort - aufgrund der meiner noch nicht besonders gut ausgeprägten fähigkeit, wirklich an mehreren orten gleichzeitig zu sein - verpasst hatte.

"Das Ich im Internet - vom Reiz, sich digital darzustellen". sehr spannend erzählt stefan kellner von plazes.com. ich habe ja schon seit längeren den plazes-account und wusste nie recht, was ich damit machen sollte. tja, liegt daran, dass ich nicht mobil genug bin. die meisten leute wissen, wo sie mich erreichen. aber wie spannend wäre es doch herauszufinden, dass noch jemand freiberuflich im homeoffice hier um die ecke im familien-und-alte-leute-vorort leben könnte. vielleicht sollte ich den account doch mal wieder in betrieb nehmen.

der vortrag von stefan kellner ist voller warnungen bzw. dem hinweis, auf die notwendigkeit medienkompetenz zu lernen. wie wahr. eine erschreckende vorstellungen, sich unwissend chance zu verbauen, nur weil man mal eben so mit dem internet spielte. ich habe diese erfahrungen auch schon gemacht und sie tat weh. sobald man mit den medien spielt, verliert man die kontrolle. sonst lebt man zumindest in der illusion der kontrolle der informationen über die eigene person.

das das nicht stimmt, darauf verweist thomas madsen-mygdal von 23 (komisch, warum finde ich die URL nicht). auch in "der richtigen welt" haben wir keineswegs die kontrolle darüber, was über uns geklatscht wird. er sagt, die frage, warum wir im internet publizieren ist so philosphisch, dass er es kaum beantworten kann, immerhin wäre er kein professor und er gibt eine doch so einfache und kluge antwort. er sagt, dass wir durch die moderne welt, samt ihrer neuen technologien so viel gewonnen hätten und gleichzeitig etwas verloren haben: nachbarschaft, gemeinschaft und kommunikation. dabei sind es grundlegende bedürfnisse, sich darzustellen (mein auto, mein haus, meine yacht) und gute geschichten zu erzählen. so schlicht, so wahr. es ensteht eine neue form der nachbarschaft mit allen vor- und nachteilen. wenn ich mir überlege, wie ich in den letzten jahren genau vor der sozialen enge der kleinstadt (die ich glücklicherweise nie erlebte, keine ahnung, woher diese phobie kommt) flüchtete und wie ich gleichzeitig das dörfliche in der stadt, die gemeinschaft und das netzwerken liebte, fühle ich mich vertraut mit dem bild der nachbarschaft mit vor-und nachteilen. klar, man wird etwas vorsichtiger, aber schön isses trotzdem.

ich höre diese vorträge und verspüre ein kribbeln. ich kenne dieses kribbeln. meist ist es nicht direkt nutzbar und schon gar nicht effizient im sinne von geldverdienen. aber jedes mal, wenn ich bisher dieses kribbeln hatte, passierten anschließend spannende dinge und witzigerweise kam dann auch - jahre später - der ROI. dabei geht es gar nicht wirklich um den ROI, denn das kribbeln ist schon ein verdammt gutes gefühl. wie schön, wie inspirierend...

Dienstag, Mai 23, 2006

butzi

es ist ein schmaler grad. meist mag ich es, wenn er beim zähneputzen zärtlich wird, aber manchmal will ich auch einfach nur zähneputzen. "was machst du, wenn ich bei solchen spielchen an zahnpasta ersticke?" fragte ich gestern und mein held antwortete: "dann rette ich dich mit antipasti".

Mittwoch, Mai 17, 2006

weiter gehts

das aktuelle buch läuft einigermaßen, obwohl die presse nicht darauf anspringt. ich kämpfe mit meinem frust, ich verwöhntes gör. es kann ja nicht immer so gut laufen, wie bei dem glückstreffer. und außerdem wollte ich ja etwas erwachseneres schreiben. erwachsen sein ist eben nicht so spektakulär. das buch liefert zu wenig bilder im kopf. fernsehleute brauchen bilder und journalisten lieben nun mal das pikante. tja, so ist es eben. ich muß aufpassen, dass mich der frust nicht auffrist.

gestern das treffen mit der agentur hat mich aber wieder aufgebaut. sie relativierten einige aussagen, die sich in meinen hirnwindungen zu einem drückenden kloß zusammengeballt hatten und sie fanden zwei von drei exposées und die dazugehörigen acht mehr oder weniger hingerotzten seiten gut. genauer gesagt, waren sie begeistert. jetzt geht es also wieder los: das warten, das verhandeln. wie gut, dass ich eine agentur habe, so dass ich von der ganzen vertragsgeschichte, angefangen vom "wollen sie es?" bis hin zu den zermürbendem feilschen nicht so viel mitkomme und mich nebenher hinsetzen kann, um das buch zu schreiben. ich freu mich auf die woche im juni in frankfurt, in der ich hoffentlich einen großteil des schreibens schaffen kann. im kopf ist das buch fertig; zumindest das konzept. es ist beim schreiben aber immer wieder immens spannend, wie es sich entwickelt und was für geschichtchen mir drumherum noch einfallen. also auf zu neuen ufern!

Dienstag, Mai 16, 2006

konsequent

ein neues guerillia-marketing buch gibt es jetzt einfach so, kostenfrei im netz. zum lesen und auch zum hören als podcast. sehr schön. ich bin sehr gespannt, es zu lesen und zu hören. ich mag es, wie der autor im "about" schreibt:

"Für jemanden, der seinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Büchern verdient, mag dies durchaus zutreffen. Schließlich bleibt dessen Kühlschrank leer, wenn er seine Werke kostenlos im Internet veröffentlicht. Doch unser tägliches Brot ist nicht das Schreiben von Büchern."

vielmehr will er eine überzeugung verbreiten und tut diese konsequenter weise mit den mitteln, die er als methode vorstellt.

doch ich merke, dass ich niemand bin, der am bildschirm gerne liest oder ruhig sitzen bleiben kann, um ein podcast zu konsumieren. ich bin eine leserin in öffentlichen verkehrsmitteln - es fehlt mir wohl die mitnahme-technik, um konsequent mitzumachen.

Freitag, Mai 12, 2006

service!

gestern war ich mit dem liebsten bei sinnerschraders web2.0-kongress next10years. es ist schön, interesse für bestimmte dinge mit dem liebsten zu teilen. beim nachhausefahren und frühstücken diskutierten wir angeregt.

besonders angeregt hat mich der vortrag von malte blumenthal, der über "Interaktive Frontends - vom Kunden zum Markenbotschafter" sprach. es ist so simpel, nicht neu und doch für mich so einprägsam und inspirierend. schaut man sich das portal der deutschen post im vergleich zu der startseite von google an, ist es offensichtlich. und obwohl ich schon an vielen tagen in meinem leben, beide seiten geöffnet habe, ist mir der unterschied noch nie aufgefallen. die einen bieten eine unübersichtliche selbstdarstellung, wie die meisten unternehmen auch - die anderen einen service. wen interessieren schon selbstdarstellungen? das internet soll fragen beantworten und bedürfnisse befriedigen. wenn ich einen apfel will, dann möchte ich auch nicht einen ganzen supermarkt vor die nase gehalten bekommen. ab gesehen von der begeisterung, die der redner versprühte und der angenehmen atmosphäre auf dem kongress, energetisierten mich diese simplen gedanken. im geiste relaunchte ich meine sites. meine kunden haben bedürfnisse und sie sind so frei, sie mir auch mitzuteilen. es bedarf nur weniger schritte, um der befriedigung dieser bedürfnisse raum zu geben. das ist ja das tolle an web2.0: ich muß sie noch nicht einmal alle selbst befriedigen. mitspielen ist das motto. ich muß nur den raum schaffen. spannende überlegungen für 3 stunden zugfahrt nachher.

ganz hervorragend hat mir auch Lukasz Gadowski von spreadshirt gefallen - genauer gesagt, die art und weise, wie er völlig unspektakulär, wie der nette junge von nebenan, über sein unternehmen geredet hat. ich bin ja schon länger großer fan von spreadshirt. wie genial, den copyshop-um-die-ecke-ins-netz-zu-stellen-und-eine-einfach-einzurichtende-shopsoftware-zur-verfügung -zu-stellen. nicht, dass ich mit meinem shop ein vermögen machen würde, aber wie angenehm, nach dem einmaligen einrichten und hin und wieder im sortiment stöbern quartalsweise einen kleinen batzen geld aufs konto überwiesen zu bekommen, obwohl ich eigentlich nichts dafür tue. sehr hübsch. so mag ich lizenzgeschäfte, schöne produkte, zuverlässiger service, ohne viel kümmern. der trick? die einfachheit. spreadshirt macht es den nutzern wirklich einfach und jeder nutzer ist ein werbeträger. sehr schicke idee und sehr sympatisch, dass der aufbau und das wachstum auch ohne venture capital klappte. trotzdem tat mir der kapitalist, herr dr. neuhaus, mit dem zum beruf ach so passenden namen, leid, der vor herrn spreadshirt den vortrag hielt und anschließend keine einzige frage gestellt bekam.

und wenn ich gewußt hätte, dass dieter rappolt von twoday, ähm knallgrau,auch da war, dann hätte ich ihn von ferne auch mal angehimmelt, weil ich sein blog so gerne lese. aber der verlobte war ja dabei, da hatte ich ja genügend zum himmeln und genießen.

Mittwoch, Mai 10, 2006

vertrauen ist gut, vorsicht ist besser

ich hatte die schuhe heute noch mal angezogen, mit denen ich gestern fiel. einfach so, beim gehen, haute es mir die füße unter dem boden weg, so dass ich aufgeschrammte knie habe wie ein kind. es waren natürlich holzschuhe. ich besitze drei paar holzschuhe und obwohl ich gerne immer mal aus unerfindlichen gründen falle, falle ich doch besonders gerne in holzschuhen. liegt es daran, dass man darin anders gehen muß? wo gibt es sicherheitstrainings für holzschuhe?

ich eierte ein wenig aber ich lief tapfer meinen weg zum bus und zum termin. schön sah es bestimmt nicht aus im gehen, aber im sitzen sah ich gut aus, fand ich. auf dem weg zurück, blickte ich aus dem busfenster und erinnerte mich, dass der liebste einen mitbring-wunsch hatte, dem ich ihn gut erfüllen konnte, weil ich gerade in der nähe dieses ladens war. ich rechnete kurz, ob genügend zeit blieb. wenn ich es in zehn minuten schaffen würde, dann käme ich noch pünklich. ich verließ den bus und eilte meinem ziel entgegen, die holzschuhe mehr oder weniger vergessend. zack, hatte ich die sachen zusammen und legte das geld abgezählt auf die theke. es dauerte allerdings einige zeit, bis die alte chinesin alles nachgezählt hatte. schon von weitem sah ich den bus. was blieb mir anderes übrig, als die schuhe auszuziehen, sie mir zu schnappen und zum bus zu rennen. ende gut, alles gut. aber traurig ist es trotzdem. ich liebe diese schuhe! ob ich wohl wieder vertrauen schöpfen kann? frauen haben es wirklich nicht leicht!

zu viel glück?

(via isabo)

ich wollte nie so ein typisches bärchen werden. ich bin auf dem besten weg dahin. was sage ich. ich bin eins. auch wenn ich bärchen bisher an den bärchenabenden und an dieser schrecklichen bärchengewohnheit festmachte, bei einladungen nebeneinander sitzen zu wollen - bärchensein ist noch viel mehr. ich entdecke es an mir, genieße es und beobachte es ein wenig mißtrauisch.

ich schwänzte meinen geliebten chor und gehe direkt nach der bloggerlesung, statt mit einem alten freund zu plaudern und neue leute kennenzulernen, weil ich meinen mann ein paar tage nicht gesehen habe. ich freue mich morgens, wenn ich neben ihm aufwache, freue mich, wenn wir zusammen früstücken, freue mich, wenn er nach hause kommt und freue mich, wenn wir vor dem einschlafen noch etwas reden. ich freue mich, ihm zu erzählen, was ich erlebte und freue mich, wenn er mir von seinem tag berichtet. ich freue mich, wenn wir über den tag per mail oder telefon in verbindung sind und seien es noch so unwichtige kleinigkeiten, die wir austauschen.

mein kontakt zu freunden verändert sich. ich erzähle nicht mehr so viel. die wichtigen sachen will ich nur mit ihm teilen. ich mag nicht so viel über ihn reden, das tut man doch nur über männer, die eine unglücklich machen. was habe ich früher stundenlang mit freundinnen über arschlöcher geredet. klar, will ich von meinem glück berichten. aber es stößt auf, wenn ich zu viel schwärme, die schwierigen geschichten sind gefragt, aber davon gibt es gerade nichts zu berichten. "ich freue mich für dich" sagen sie und ich bin nicht sicher, ob ich es glauben kann. ich merke, wie ich mich von ihnen entferne, wie ich überlege, was ich erzählen will, kann oder darf und merke, wie ich zunehmend gelangweilt von den singlethemen bin. ach wie gemein. jahrelang habe ich meine freunde damit malträtiert und jetzt will ich nicht mehr zuhören!

veränderung ist immer gut. stillstand macht mich wahnsinnig. aber manchmal passieren veränderungen in einem tempo, wo man selbst oder auch die lieben gar nicht richtig mitkommen. natürlich habe ich es schon x-mal erlebt, dass sich eine freundin entzog, wenn sie einen neuen mann hatte und wie die wahl der gesprächsthemen schwieriger wird, wenn die eine ein kind hat und die andere sich immer noch auf verheiratete männer stürzt. viele freundschaften sind daran zerbrochen. nicht spektakulär, sondern schleichend. es blieb immer ein doofes gefühl zurück. und jetzt erlebe ich - endlich? - wie es ist, auf der anderen seite zu stehen, und freundInnen zu verlassen. ich will das nicht. wie kann man erwarten, dass einem freundinnen in den schlechten zeiten wieder beistehen, wenn man sie in den guten zeiten vernachlässigt hat. erstaunlich oft funktioniert es ja. aber es ist ein komisches ding. und trotzdem, ich kann sie doch auch nicht mit meinem ganzen glück zumüllen, oder?

Donnerstag, Mai 04, 2006

wunder punkt

gestern wollte ich jemand die URL meines blogs geben "wunder punkt blogspot com" sagte ich und bekam die verwunderte antwort "wunder punkt? was für ein wunder punkt?". sehr schön. ja, manchmal geht es tatsächlich hier um wunde punkte und nicht nur um die fülle und die wunder des lebens.

wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen