Mittwoch, April 05, 2006

ihr kinderlein kommet

heute habe ich wieder eine ganz wunderbare zeit mit meinem patenkind, ihrer zwillingsschwester und ihrer mutter, meiner freundin ise, verbracht. ganz reizend. ich wurde wie verrückt fruchtbar. es freut mich, an mir zu beobachten, dass ich spass an der beschäftigung mit emma habe. früher fragte ich mich manchmal, ob ich nicht normal sei, weil ich nicht wie andere frauen, hysterisch auf babys und kleinkinder reagierte. ich hatte einfach nie diesen anfasszwang und diese instinktive begeisterung für kinder. mittlerweile kann ich differenzieren. babys finde ich ziemlich uninteressant. neugeborene meist sogar hässlich. wenn sie zu klein sind, mag ich sie auch nicht unbedingt anfassen. ich habe angst, sie fallen zu lassen oder falsch anzufassen. ab einem jahr geht’s.

heute fand ich es ganz entzückend, mit den kleinen zu sprechen. sie verstehen unglaublich viel. wenn man mit ihnen bilderbücher anschaut und fragt „wo ist der bär?“ etc, dann können sie auf alles zeigen, weil sie wissen, was gemeint ist. ihre sprache ist noch eher unverständlich, aber ich bin jedes mal völlig begeistert, wenn ich etwas verstehe. wenn man mir vor ein paar jahren erzählt hätte, dass ich es heute großartig in dem mutter-und-kind-café fand, hätte ich denjenigen für verrückt gehalten.

und dann komme ich froh und fruchtbar nachhause und finde eine mail meines bruders, in der er mir mitteilt, dass ich tante werde. ich bin fast vom stuhl gefallen. ein wenig neidisch bin ich und ein wenig verärgert, dass er, der vier jahre jüngere mit der unglaublich jungen freundin, nun vor mir über die ziellinie geht. ich weiß, dass solche gedanken bescheuert sind aber sie sind nun mal da. und zum kindermachen gehören nun mal zwei und nur weil ich mich gerade so fruchtbar fühle, heißt das ja noch lange nicht, dass es dem verlobten ebenso geht oder dass es auf anhieb klappt. da entschließe ich mich, dass ich nun reif für eine neue lebensphase bin und dann stiehlt mir mein bruder die show....

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen