Mittwoch, April 05, 2006

ferienwohnung

ich wollte das nie und dann werde ich so und bemerke es noch nicht mal. wie meine eltern. jedes jahr bin ich früher viermal im jahr an den bodensee gefahren, um urlaub zu machen. das ferienhaus muß sich ja auch rentieren. auch wenn ich es als kind natürlich sehr genossen habe, das landleben aus sicherer entfernung kennenzulernen, beneidete ich doch meine freundinnen innig, die postkarten von der adria schrieben. es dauerte jahre, bis ich das erste mal das meer sah. abgesehen von zwei auffenthalten als kleinkind an der ostsee, aber das zählt nicht, finde ich.

und jetzt bin ich gerade am aufräumen und aufbrechen. als letztes wird selbstverständlich der rechner eingepackt. ich packe zusammen und mache sauber. routiniert. genau so, wie sich die reihenfolge gehört. so haben wir das als kinder mitbekommen. damals mußte ich immer saugen und den müll wegbringen. jeder hat eine aufgabe. jetzt mache ich alles. beim betten abziehen fällt mir auf, dass ich diese routine als pubertierende zu hassen begann. ich schwor mir, niemals ein ferienhaus zu besitzen und schon gar nicht meine kinder mit so etwas zu quälen. jetzt habe ich eine zweitwohnung in berlin und bin nicht sicher, in wieweit der verlobte darüber erfreut ist. ich genieße es.

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen