Freitag, März 24, 2006

blumig

blumig ist der name der straße, in den ich gezogen bin. wochen nach dem umzug habe ich endlich freunden und bekannten meine neue adresse mitgeteilt und diverse kommentare dazu bekommen. die adresse klingt idyllisch, vorortig. so anders, als die adressen, die ich vorher hatte. das fällt natürlich auf.

ich bin noch dabei, mich einzuleben. es fällt mir so schwer, einmal am tag das haus zu verlassen, obwohl ich weiß, dass es mir gut tun würde und die sonne so bezaubernd lacht. hier gibt es nichts, dass mir anlass gäbe. dabei bin ich das von-zu-hause-arbeiten gewohnt. so viele jahre mache ich das schon. immer hatte ich mir gelegenheiten organisiert, das haus zu verlassen. etwas frisches gemüse für das just-in-time-kochen gekauft, zur reinigung oder auf einen kaffee. letzeres häufiger. aber das war ja kein problem. meist konnte ich arbeit mitnehmen. aber hier im idyllischen blümchenreservat gibt es nichts, was mich vor die türe lockt.lustwandeln ist für mich durch meinen kiez zu streifen, menschen durch zufall auf ein kurzes pläuschchen treffen und "knöpfchen zu kaufen", wie meine freundin m so trefflich formuliert, wenn es darum geht, kleinigkeiten zu besorgen, die mädchen nun mal zum leben brauchen. alles das gibt es hier nicht, deswegen ist es schon wieder nach vier, bis ich in den mantel schlüpfe und meinen müden körper zum supermarkt schleppe, um kurz frische luft zu schnappen. wenn doch nur die blumen bald zum vorschein kommen würden, der frühling mich anlachen und mir die idylle versüßen würden.

Donnerstag, März 09, 2006

lustvolles arbeiten

hach, arbeiten macht heute wieder besonders spass. ich bin gerade dabei ein neues produkt zu entwickeln. das heißt, recherchieren, konzipieren und kalkulieren. es fühlt sich so gut und passend an und das schöne: nicht nur passen die drei produkte, die mir gerade im kopf rumgeistern ganz phantastisch zusammen, sondern es gibt auch schon eine potentielle kundin mit dringendem bedarf. das heißt, ich wurstel nicht einfach nur vor mich hin, sondern habe schon klingende münzen im sichtfeld. das ist schön. das macht es so konkret. genau so soll es sein, wie harriet rubin in soloing schreibt, ist dann arbeit besonders befriedigend, wenn eine die kunden für das eigene lernen bezahlen. hach, ich bin gespannt, wie sich das alles weiterentwickelt.

ohweh

bin ich untrainiert, dachte ich gestern, als ich mit hochrotem kopf die wohnung betrat. das fahrrad ist jetzt umgezogen. das war das letzte. wer hätte gedacht, dass es in hamburg so bergig und die jeans so eng ist. sogar zum bloggen war ich zu schwach. das muß sich ändern.

Montag, März 06, 2006

komfort

ich habs gut getroffen. ich/wir koche/n am wochenende und er räumt anschließend auf (es sieht allerdings auch nicht so aus, als hätte ein mann gekocht), dafür macht er das frühstück, ich döse noch ein weilchen und räume dafür anschließend auf. nicht nur diesbezüglich habe ich es gut getroffen. aber auch.

Freitag, März 03, 2006

beeindruckend

die druckfahnen sind da. ich blättere ehrfürchtig darin herum, schließlich sieht es schon so echt aus. und hübsch gemacht ist es auch. ich liebe es, wenn bücher liebevoll gemacht und nicht so hingerotzt sind. es fällt mir nicht leicht, konzentriert zu lesen, zu gut kenne ich den text. nur noch dieses eine mal und bald kann ich es in den händen halten. schon toll!

es ist ja nicht das erste mal, doch ich werde mich wohl nie an das gefühl gewöhnen. nach monaten voller arbeit, in denen ich oft frustriert dache, wie schön es wohl wäre, etwas zu tun, bei dem man tagtäglich ergebnisse sehen könnte. aber dann, wenn man es in den händen hält, kann man kaum glauben, dass es, dieses professionell aussehende ding, von mir ist. mein werk. ich bin schon stolz.

wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen