Freitag, Februar 24, 2006

genuß

gestern habe ich zum ersten mal etwas willentlich zerstört. so richtig. wow, das war schön. ich habe den alten küchenschrank mit einem holzhammer zusammengeschlagen. wer hätte gedacht, dass das so eine genugtuung ist. er hat mir gute dienste in so vielen jahren geleistet, aber die DDR ist weg und die zeit für den DDR-küchenschrank war eindeutig auch gekommen. hach, das war toll, mal richtig draufschlagen zu können. vielleicht sollte ich doch mal bei bärbel ein aggressionskurs machen.

streichen war auch toll. mir tun zwar jetzt alle knochen weh, aber es fühlte sich gut an, etwas zu tun. so was richtiges. mit sichtbarem ergebniss. etwas, was man in ein paar tagen erledigen kann. nicht so nen schnulli wie monatelang an einem buch schreiben. weiß auf weiß ist zwar etwas frustrierend, weil man den fortschritt so schlecht sieht, aber dieses manko kann man mit gutem gedächtnis - zu wissen, was man bereits tat - in den griff bekommen. ich habe wieder mal gesehen, dass es hilft, etwas mit hingabe zu tun. früher hätte ich die farbe auf die wand gerotzt, nach dem motto "ist doch eh für den nachmieter". heute mache ich es mir leichter, in dem ich das tun hingebungsvoll genieße. es funktioniert!

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen