Dienstag, Januar 31, 2006

unfertig

es kommt mir vor, als würde ich auf der stelle treten. ich drehe mich im kreis und komme nicht vorwärts. die wievielte korrekturschleife drehe ich jetzt mit diesem manuskript? ich kann es kaum noch sehen. bei amazon kann man es schon vorbestellen und ich sehe kein land. es muß fertig werden, es muß fertig werden. aber leider wird es durch beschwörungen auch nicht fertiger.

vor 11 jahren schrieb ein guter freund von mir diplomarbeit - über monate! er wurde und wurde nicht fertig. wir hatten vereinbart, dass wir nach meinen schriftlichen prüfungen, in urlaub fahren würde, denn genau dann hatte er auch seinen abgabetermin. und er wurde und wurde nicht fertig. damals gab es in der titanic die glosse von max goldt (gibts die noch?). die texte waren immer mit schönen bildern versehen. eine aufnahme zeigte zwei lautsprecher. in den ecken des bildes klebten aufkleber, auf denen "schön" zu lesen waren. die bildunterschrift lautete: "hässliche bilder von lautsprechern werden auch nicht schöner, wenn man sie mit "schön"-aufklebern versieht". "fertig"-aufkleber gibt es im normalen schreibwarenhandel. ich kaufte eine packung und klebte vier aufkleber auf die vier ecken des exemplares der diplomarbeit, dass ich gerade korrektur gelesen hatte. es half nichts. die gute nachricht ist, dass wir dann doch irgendwann auf rhodos landeten und die arbeit mit eins benotet wurde.

also macht es auch keinen sinn, loszurennen und fertig-aufkleber zu besorgen. ich muß da durch. dabei ist es so unbefriedigend, denn viel lieber würde ich den umzug voran bringen, damit ich mich nicht wochenlang gräme. um heute noch ein erfolgserlebnis zu haben - nachdem ich wieder nur 30 seiten schaffte zu überarbeiten - trage ich jetzt meine cds inklusive regal in den bus. und wenn ich schwitze, das ist mir egal. ich will fertig werden. was wird mir das regal in der neuen wohnung ein gutes gefühl geben! und vielleicht ein wenig hoffnung, dass sich mühe lohnt.

Montag, Januar 30, 2006

es wird ernst

jetzt wird es ernst mit der umzieherei. der termin für den umzug steht fest und ist, oh schreck, schon in 2 wochen. naja, fast fest. jedenfalls steht der termin fest, wann neue bücherregale gekauft werden. das ist gut so, denn die bücher sind das härteste an dem ganzen umzug. jetzt bin ich gerade dabei alle kleinen verträge zu kündigen. die telecom war erstaunlich unkompliziert. 6 werktage kündigungsfrist finde ich auch moderat. aber habe ich schon mal gesagt, dass ich 1&1 liebe. diese spacken, es ist nur schwer möglich, das kündigungsformular auf deren superwebsite zu finden. bedenke, man muß dazu ausgeloggt sein. sehr logisch. dann darf man sich aber wieder einloggen, füllt alles brav aus, um dann darauf hingewiesen zu werden, dass man zur authentifizierung der küdnigung bei meiner geliebten hotline, in der ich schon viele erquickliche stunden verbrachte, anrufen muß. die ersten drei versuche wurde ich natürlich rausgeschmsisen. jetzt hänge ich in der warteschlange- zeit zu bloggen - und bekomme ein lied vorgesungen, dass passenderweise "rien ne va plus" heißt. sehr schön.

damit ich auch nix vergesse. wo muß ich denn überall kündigen:
- strom
- wasser
- telefon
- dsl

ich habe bestimmt was vergessen. ganz zu schweigen von den hunderttausend stellen, die ich benachrichtigen muß.

und dann noch einen termin für einen wohnungsflohmarkt machen. meine güte, wir haben aber auch ALLES doppelt und dreifach. und wer hilft beim schleppen und malern? und nebenbei darf ich noch das manuskript - ganz in ruhe - fertig machen.

ich habe schon unzählige umzüge hinter mir. ich weiß auch nicht, warum dieser wie ein mammutprojekt vor mir steht. wenn ich bedenke, wie ich in berlin die riesen wohnung auflöste. das war irgendwie auch schlimm. allerdings mußte ich dort nicht renovieren. wer hat sich eigentlich diese beknackte regelung ausgedacht, dass man beim auszug renovieren muß? da ist doch kein mensch motiviert, es ordentlich zu machen.

Donnerstag, Januar 26, 2006

furchtbar

furchtbar müde bin ich. so müde, dass ich schon dada denke. dada reden kann ich nicht, hört sowieso niemand zu. es gibt tage, an denen ich das homeoffice verfluche, niemand, der mich hin und wieder beim arbeiten weckt. was sage ich, eben rief mich das telefon eines freundes viermal hintereinander an. ich konnte im hintergrund immer hören, was er gerade sagte und dass er noch atmete. ich rief ihn zur abwechslung an, er kannte das phänomen, nannte eine erklärung, die ich nicht verstand und jetzt habe ich ruhe. vielleicht hätte ich doch nicht anrufen sollen, es war eine nette kleine abwechslung im grauen büroschlaf.

das wortspiel mit furchtbar und fruchtbar gefällt mir ausgesprochen gut. erinnert mich daran, dass meine legendäre band, damals in berlin, bei ihrem ersten konzert (oder war es die erste probe?) "furcht" hieß. meine australische freundin und mitsängerin konnte das leider nicht aussprechen und nannte sie "frukt" - was zumindest schöner klang als das "furrrcht" des schwäbischen knopfdrucktrommlers. ach, das waren noch zeiten. war ich damals auch manchmal so müde? ist es der winter? ist es das manuskript, das ich nicht mehr sehen kann? ich bin so furchtbar müde!

Dienstag, Januar 24, 2006

fruchtbar

letzte woche hatte ich endlich mal wieder gelegenheit, ein paar stunden mit meinem reizendem patenkind zu verbringen. 17 monate ist sie und ihre zwillingsschwester alt. sie reden schon; allerdings nicht deutsch. schnee heißt zum beispiel "shaw", das finde ich sehr vornehm, ausgesprochen englisch. "nein" klappt schon ganz hervorragend. im gegensatz zu den vorherigen treffen, weinte mein patenkind nicht, wenn es mich sah. bisher war es immer so, als wollte sich die schwester mit engelsgleichem lächeln als patenkind einschleimen, während mich das heulende wesen die patenschaft immer mal überdenken liess. ich beschloss zu warten und es lohnte. die kleine war dieses mal ganz vernarrt in mich.

ich bin immer noch ganz fruchtbar und gerührt, wenn ich an das ende unseres treffens denke. nachdem ich alles spielzeug vorgeführt bekommen, um ungefähr zehnten mal "wo ist die kleine ente" gelesen und wir die puppe zu bett gebracht hatten, überredete die frau mama die kleine mit dem versprechen, dass sie dann auch mit mir ihre milch trinken dürfe, ihren pyjama anzuziehen. brav ließ sie sich waschen und windeln und kletterte dann wohlriechend mit milchflasche auf meinen schoß, um mit mir zu kuscheln. als die flasche leer war, gab es das kommando "gib deiner patentante noch einen gutenachtkuss und dann gehts ab ins bett". es näherte sich mir ein kleines spitzes mündchen, gab mir etwas ähnliches wie einen kuss und mein herz ging auf.

heute hat mein patenonkel geburtstag. ich hoffe, ich werde mal so eine tolle patentante, wie er es für mich ist. herzlichen glückwunsch rolf!

Dienstag, Januar 17, 2006

mit dem grünen stuhl

mit einem apfelgrünen stuhl zu reisen, ist eine sehr interessante sache. in hamburg glotzten die leute ziemlich blöde. jedeR zweite meinte einen kommentar geben zu müssen á la "angst, keinen sitzplatz im zug zu bekommen". in berlin schaute kein mensch. auch deswegen liebe ich diese stadt.

Montag, Januar 16, 2006

apell !

morgen ! 17.01.06 ! kommen! lass uns freunde bleiben! 21 Uhr ! chorinerstr. 12 ! berlin! ich freu mich!

Sonntag, Januar 15, 2006

zusaaaammen mit dir erlebe ich alles was das leben schöner macht*

ein weiterer schritt in der beziehung. ein nochmehrpaargefühl: zusammen krank sein.

zögerlich begann es, als der liebste am dienstag abend verkündete, es würde ihm nicht so gut im magen und darm gehen. ich rang mit mir, ob ich nun tapfere krankenschwester oder aber feige verlobte sein sollte und entschied mich, wenn auch mit schlechtem gewissen, für letzteres. nachts um drei klingelte das telefon, dass der gesundheits- oder nun zu diesem zeitpunkt besser der krankheitszustand des liebsten nun äußerst bedauernswerte umstände angenommen hatte, also begleitete ich ihn ins krankenhaus. gegen fünf uhr wussten wir näheres, weil dann endlich ein arzt etwas konkretes sagte. die geschichte hatten wir allerdings vorher schon der dame am empfang und der ersten ärztin, die einfach so mal vorbeischaute, erzählt. der "quantendoktor", der sich um den fuß des nebenpatienten kümmerte, wollte die bedauernswerten details nicht hören. aber um fünf durfte ich dann nach hause fahren, um den liebsten um halb neun, wenn die infusion durchgelaufen wäre, wieder abzuholen. natürlich dauerte es dann bis um elf, aber ich will ja nicht über krankenhäuser lästern.

am mittwoch war ich dann noch ganz liebreizende krankenschwester, wenn auch bedauerlicherweise ohne verführerische tracht. ich ging auch noch notfallversorgung einkaufen. man weiß ja nie. der liebste behauptete immer noch, dass es an diesem brötchen gelegen haben könnte - ich wartete darauf, dass die viren endlich angreifen würden.

donnerstag um neun war es dann soweit. der liebste berichtete mir genau, in welchen zeitabständen die einzelnen krankheitsstadien auf mich zukommen würden. wir erwarteten den ersten oralen ausbruch für zehn uhr, ich entschied aber, bis elf zu warten. in diesen zwei stunden hatten wir spass - noch, oder in seinem falle "wieder" konnten wir gemeinsam über die krankheit lachen. er wollte gerne auf die bank gehen. ich schlug vor, er solle sich eine strumpfmaske überziehen, um niemand anzustecken und sich ein schild auf die brust kleben auf dem stünde, dass er zwar das geld wolle aber dies kein überfall wäre. ja, sowas fanden wir lustig.

da der liebste die viren heldenhaft bekämft hatte, bevor er mir sie tröpfchenweise übergab, hatte ich es natürlich nicht so schlimm wie er. es war allerdings nervig auf die kotzerei bis vier zu warten. fünf stunden nach plan! aber das warten rentierte sich, ich brachte es in einem schub hintermich und danach ging es langsam aber sicher aufwärts.

irgendwie ist es schon schön, wenn man gemeinsam rumschwächelt, wenn man sich genaustens auskunft über die konsistenz von körperflüssigkeiten gibt, wenn man sich liebt, auch wenn der andere ganz fürchterlich müffelt, wenn man sich immer wieder bestätigen kann "ja, bei mir auch". das ist schon schön. und wenn man sich dann ein paar tage später gemeinsam durch den supermarkt schleppt, um schonkonst zu kaufen, dann weiß man, dass man wieder ein stück mehr paar geworden ist.


* der titel ist geklaut

Mittwoch, Januar 11, 2006

am 17. in berlin

wie der herr bandini auch bereits angekündigt hat, werden wir am nächsten dienstag um 20.30 im "lass uns freunde bleiben" (chorinerstr. 12 falls es abends auf hat - wenn nicht, geben wir nen ausweichort bekannt) in berlin was trinken und uns unterhalten statt zu bloggen.

ich würde mich freuen, wenn andere bloggerInnen oder/und LeserInnen dazu kommen würden.

Freitag, Januar 06, 2006

ach...

Sie leiden im Moment unter Stress und falscher Ernährung. Im Arbeitsbereich werden Sie Ihre Aufgaben schnell erledigen wollen, um mehr Zeit für sich selbst zu haben. Im Gefühlsbereich sollten Sie nicht unstetig sein und versuchen Ihrem Partner Ihrer Partner das Gefühl der Geborgenheit zu geben.

wie gut, dass mir das mein horoskop mitteilt.

Mittwoch, Januar 04, 2006

kurze jammerpause

ich kann nicht mehr sitzen. mein po tut weh und mein rücken. ich sehe quadratisch und verliere langsam den überblick. manuskript überarbeiten macht keinen spass.

ich würde zu gerne mehr begeisterung in den text bringen, aber an derselben fehlt es mir gerade. ich bin so müde, so kaputt. eine pause ist nicht drin, ich liege weit hinter meinem zeitplan zurück. manuskript überarbeiten macht keinen spass.

donalphonso bemängelt, dass literaten zu wenig bloggen. na, so spannend ist das literatenleben auch nicht. oder interessiert jemand sich für meinen po?

Montag, Januar 02, 2006

rückblick 05

blogger machen so was. so schlecht finde ich es nicht. also nun auch bei mir ein paar sinnliche minuten.

Zugenommen oder abgenommen?
weiß nicht. war ein auf und ab. oder wenn ichs mir recht überlege ein ab und ein auf.

Haare länger oder kürzer?
obwohl ich sie wachsen lasse, kommt es mir vor, als wären sie kürzer. also wahrscheinlich ist es genauso lang.

Mehr ausgegeben oder weniger?
mehr arbeit als geld ins geschäft investiert. dafür gönne ich mir jetzt den luxus mit der zweitwohnung denn ich stehe nun auf life-work-balance statt vice versa.

Der hirnrissigste Plan?
ernsthaft über luxemburg nachzudenken.

Der beste Sex?
im türrahmen,

Die teuerste Anschaffung?
mmhh. am teuersten war es, mir im hamburger hauptbahnhof die tasche mit dem lieblings-bh und der sonnenbrille mit den geschliffenen gläsern sowie anderem kram klauen zu lassen.

Das leckerste Essen?
new york chease cake von barcomis frisch verliebt essen

Das beeindruckenste Buch?
middlesex von eugenides und meins auf koreanisch

Das enttäuschendste Buch?
jenes, das als fast fertiger rohdiamant in meiner schublade liegt und gegen dessen veröffentlichung ich mich entschieden habe, obwohl mir manchmal die geldsorgen den schlaf rauben.

Der ergreifendste Film?
ich sah vor kurzem das ende eines dokumentarfilms über menschen, die ihren partner nach langen ehejahren verloren.

Die beste CD?
mondän

Die meiste Zeit verbracht mit…?
blogs lesen, bücher lesen und den liebsten kennenlernen

Die schönste Zeit verbracht mit...?
mit dem verlobten

Vorherrschendes Gefühl 2005?
ich weiß, was ich will

2005 zum ersten Mal getan?
einen heiratsantrag angenommen

2005 nach langer Zeit wieder getan?
gefastet

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
bänderriss, vertragsverhandlungen, herpes

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
safer sex-aufklärung bei den schoolworkern der aidshilfe hamburg

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
ja zu sagen

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
mir immer wieder das gefühl zu geben, dass ich so sein darf, wie ich bin.

2005 war mit 1 Wort?
entscheiden

(den fragebogen habe ich von der kaltmamsell)

fakten schaffen

wenn man etwas ausspricht, dann wird es noch realer. es ist ein ding, zu einem heiratsantrag "ja" zu sagen, ein anderes, es der welt zu verkünden. es ist so aufregend, es wird immer realer. immer mehr spüre ich es. und es fühlt sich verdammt gut an. hach, ich liebe ihn.

als ich das kündigungsschreiben meiner wohnung in meiner tasche zwei tage herumtrug war es ein verdammt komisches gefühl. plötzlich sah ich nur noch das, was ich aufgeben würde, statt mich darauf zu freuen, was ich gewinne.

jetzt sitze ich hier und muß immer wieder daran denken, bei welchen auf und abs meines lebens mir diese wohnung schutz gab. ich habe gerne hier gewohnt, doch die zeiten sind vorbei. ich freu mich unheimlich auf das neue leben und würde viel lieber klamotten aussortieren und mich auf den umzug vorzubereiten statt am computer zu sitzen und das buch fertig zu machen.

schleppender start

nur verhalten beginnt das arbeitsjahr 2006. dabei müsste es richtig abgehen. schließlich ist meine jahreskarte "der wagen" und der verspricht erfolg.



aber nur mühsam komme ich in den trott. die hauptaktivität meines gehirnes ist seit stunden mit der frage beschäftigt, ob mich die waschmaschine beim arbeiten stören könnte, statt sie einfach anzustellen und loszulegen. es dauert, bis ich in schwung bin. aber dann, aber dann. um mich zu motivieren, überlegte ich auf die lesung nach berlin zu fahren.



abgabetermin ist am 9. aber es wäre schon verdammt cool, das manuskript am 8. so rechtzeitig fertig zu haben, um nach berlin zu fahren. auf jetzt!

die letzten wochen waren aber auch anstrengend. im stakkato: heiratsantrag bekommen, ja gesagt, manuskript im endstadium überarbeitet, weihnachtsbaum bei den schwiegereltern genossen, frohe botschaft verkündet, zu meinen eltern gefahren, frohe botschaft erneut verkündet, silvester mit magenverstimmung und arbeitendem verlobten gehabt. aber gut gehts mir.

wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen