Donnerstag, Dezember 01, 2005

kürzen

ein drittel muß weg. 270 seiten hatte ich geschrieben. ok, ich gebe zu, mit fünf monaten abstand, finde ich das manuskript auch ein wenig wirr. aber ein drittel kürzen nur weil die druckdinger immer durch 4 teilbar sein müssen und man so den taschenbuchpreis besser kalkulieren kann? die kauffrau in mir versteht das. die autorin verteidigt ihr baby mit zähnen und klauen. wo soll ich nur anfangen?

erst dache ich, ich schmeiße den ganzen mist weg. auch das beste manuskript enthält mist. so ist das nun mal, wenn ich schreibe. ich stehe ja auch nicht um 6 uhr morgens auf und arbeite dann diszipliniert bis um 11, um dann mit dem hund rauszugehen. (solche sachen erzählen zumindest männliche schriftsteller in talkshows). ich schreibe ja meist einfach drauf los: ungeordnet und ungehemmt. da kann auch schon mal mist dabei sein. dann dachte ich, ich könnte aber auch die ganz besonderen juwelen rausschmeißen und sie vielleicht anderweitig verwerten. das wäre ja mal eine kreative idee. ich wünschte mir, ich könnte meine schizophrene zwillingsidentität noch vollkommener ausleben, um das manuskript mit fremden augen zu sehen.

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen