Mittwoch, Dezember 07, 2005

dumping

ich habe eben ein angebot für einen auftrag bekommen. das thema interessiert mich nicht. der ort ist am arsch der welt. das unglaubliche: 13 euro/stunde, fahrt und unterkunft sind im honorar enthalten. (vorbereitung und teilnehmerInnenunterlagen sind selbstverständnlich auch im preis inbegriffen.) das ganze auch noch honorar zu nennen, ist eine frechheit. das traurige ist, dass es sicherlich irgendein/e kolleg/e/in zu diesem preis machen wird. und garantiert niemand aus diesem kaff, sonderen jemand, der einen längeren fahrtweg oder tatsächlich übernachtung auf sich nehmen wird. da würde ich lieber putzen gehen.

eine kollegin berichtete strahlend von einem auftrag. sie entwickelte ein e-learning-kurs, suchte und beauftrage programmierer, ging in vorleistung und pitchte bei einem dax-unternehmen. jetzt freut sie sich über den auftrag, bei dem nur die programmierkosten übernommen worden sind. aber immerhin darf sie das produkt auch anderen empfehlen. klar, könnte man sagen, dass sie nun ein gratisprodukt in der hand hat und dieses mit guter referenz anbieten kann. aber ich finde, es ist ein schlag ins gesicht, wenn ihr anteil der arbeit nicht gezahlt wird. und sie freut sich. woher nimmt sie nur die kraft?

Keine Kommentare:

wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen