Donnerstag, Dezember 22, 2005

mr. right

wahrscheinlich erkennt man den richtigen daran, dass er, wenn man über probleme spricht sagt, dass uns doch bisher immer gemeinsam eine lösung eingefallen ist und man selbst dann denkt "stimmt" und ihn gleich noch ein bißchen mehr liebt.

Mittwoch, Dezember 21, 2005

schenkstressirrtum

bin ich besonders schwer zu beschenken? es scheint, als würden die mir nahestenden personen gerne auf nummer sicher gehen, und mir die wahl meiner geschenke überlassen. das führte zu der skurrilen situation, dass ich letzte woche ein paar handschuhe und einen hut bei dem wundervollen laden"roeckl" kaufte, sie eine woche lang kritisch anschaute, um herauszufinden, ob mir das maigrün tatsächlich gefällt, sie heute in himbeerrote umtauschte, erfolglos durch die stadt hechtete, um einen passenden schal zu finden und sie wieder in maigrün zurücktauschte, weil es mit schal doch eleganter und wärmer ist als ohne. das ist natürlich anstrengend. sowas will man seinen lieben doch nicht zumuten!

als ich meinen lieblingsonkel mit einem kurzbesuch beglückte, weil verabredungen bei uns sowieso nur einmal im jahr zustande kommen, obwohl wir diese immer sehr genießen. freute er sich mehr, mich zu sehen als über meine zwei mitbringsel. er war beschämt, weil er nichts für mich hatte. so ein quatsch. ich habe die mitbringsel als anlass genommen, ihn zu überfallen, wir haben uns beide gefreut, uns endlich mal wieder gesehen zu haben und gut ist.wieso ist das nur so ein merkwürdiges tauschgeschäft, bei dem es anscheinend um zusatzpunkte oder versagen geht? geht es nicht!

bin ich besonders fies, wenn ich was unpassendes geschenkt bekomme? gut, ich weiß, diplomatie liegt mir nicht sonderlich und mir rutscht schon mal ein zu ehrlicher kommentar heraus. aber was ist so falsch daran, wenn ich fragen ernst nehme und mit der wahrheit antworte? ich kann mich übrigens nicht erinnern, dass ich jemals einem schenker den kopf abgerissen hätte. weder damals mit den sparsam bestickten stoffservietten noch bei diesem scheußlichen rosa buddha.

normalerweise schenke ich mir jedes jahr zu weihnachten selbst etwas schönes, damit etwas dabei ist, was wirklich schön ist. dieses jahr nicht, da kein geld übrig ist. aber ich habe ja schon vor gar nicht langer zeit etwas wunderschönes geschenkt bekommen und bin glücklich und zufrieden. also kann ich mich doch entspannt zurücklehnen und schaun, was das universum noch so für mich bereit hält.

ich finde, ich bin dieses jahr ziemlich gut, was meinen weihnachtshass angeht. ja, es geht mir in der weihnachtsendphase auf die nerven, mit menschen nur noch über geschenkstress zu reden. ja, auch ich bin wieder mal in eine "ach-du-meine-güte-das-wollte-ich-doch-auch-noch-besorgen-hektik" reingeraten. aber ich finde es bewundernswert, dass ich sogar bei der glenn-miller-weihnachts-cd, die ich kaufte, fröhlich mitsumme. ich bin doch kein unmensch!

Dienstag, Dezember 20, 2005

anrede

schwieriges thema. wie redet der verlobte meine eltern an und umgekehrt. weihnachten naht und beide elternpaare machen sich gedanken darüber. sagte mein vater vorhin am telefon, dass er sich gut vorstellen könnte, "papa" genannt zu werden. das hätte ich jetzt nicht gedacht!

als ich sprechen lernte (deutsch lernte, wie meine freundin über ihren kleinen sohn sagt), wurden mir meine erzeuger als "mutti und vati" vorgestellt. ich war als kind immer neidisch auf meine freundinnen, die "mamma und papa" sagen durften. diese anrede fand ich viel natürlichlicher und liebevoller. als ich älter wurde, taufte ich kurzerhand meinen vater in "papa" um. er scheint sich daran gewöhnt zu haben.

wenn ich eltern von freunden treffe, ergibt sich meist das problem der anrede. ich habe kein problem, von ihnen mit vornamen angeredet zu werden, werde aber gerne gesiezt. ich weiß, für viele klingt das ziemlich gestelzt, ich finde das gut. ich habe es auch im arbeitsleben so gehalten. wenn ich mit einer gruppe zu tun hatte, die sich untereinander mit vornamen anredete, dann fragte ich sie, ob ich sie auch mit vornamen anreden dürfte, damit ich nicht zwei namen (vor- und familienname) lernen müsste. damit aber der berufliche kontext gewahrt wurde, zog ich es vor, mich trotzdem häufig mit ihnen zu siezen. bei eltern von freunden ist es so, dass die freunde von mir ja auch als "meike" reden. es wäre also albern, wenn mich leute, die von mir als "meike" erzählt bekommen, mich mit nachnamen anreden. aber daraus kann man doch nicht den umkehrschluß ziehen und ich muß automatisch geduzt werden bzw. diese leute duzen und mit vornamen ansprechen. irgendwie bin ich in dieser hinsicht noch ein bißchen kind: die eltern von freunden sind älter als ich und deswegen finde ich es in ordnung "frau müller" zu sagen, auch wenn sie mich "meike" nennen. durch das siezen kommt dann die erwachsene gleiche augenhöhe. es gibt auch eltern von freunden, die mir den vornamen angeboten haben. ich merke, wie ich die anrede meist vermeide und unpersönliches zeugs daher rede.

mit dem verlobten ist es jetzt ein bißchen schwieriger. natürlich fände ich es nett, wenn zu den jeweiligen familien sich ein duzverhältnis einstellen würde. für mich wäre es auch ok, vornamen zu benutzen, denn umgekehrt, nachname und duzen das ist so kaufhausmäßig ("frau müller, kannst du mich bitte an der kasse ablösen"). aber "mutti und vati"? neee, also ich finde, das ist schon den blutsverwandten vorbehalten. mir stieß das bei der ex-verlobten meines bruders jedenfalls immer komisch auf, wenn sie meine eltern so anredete. erstaunlicherweise macht sie es jetzt, nach der trennung von meinem bruder, immer noch. merkwürdige sitten sind das.

wie wird das wohl bei anderen leuten gemacht?

Mittwoch, Dezember 14, 2005

merke!

wenn ich an einer stelle/in einem kapitel nicht weiterkomme, dann hat es irgendwann sinn mehr, sich weiter darin zu verbeißen. es gibt noch viele andere gute stellen. mit etwas abstand könnte man die vermurkste stelle vielleicht neu schreiben bzw. hat vielleicht eine zündende idee, wie sie besser werden könnte.

verzweiflung und hektik sind unproduktiv.

für mich sorgen heißt, für mich verantwortung zu übernehmen und entscheidungen zu treffen. ich kann es nicht jedem recht machen - und werde trotzdem geliebt. sei gut zu dir, meike. dann bist du gut.

hach, ich fühle mich so viel besser, seit dem ich gestern ein paar termine abgesagt habe. jetzt flutscht es endlich wieder!

die welt zwinkert mir zu

manchmal frage ich mich, wo ich in den letzten monaten gesteckt habe. mmmhh monate, also wenn ich genau hinschaue, dann waren es fast 1,5 jahre. klar, ich habe mich gesucht und gefunden, mein verhältnis zur schreiberei geklärt, viel geschrieben, den liebsten kennen und lieben gelernt. viel passiert. ich hatte auch nicht das gefühl gehabt, weg zu sein. aber wenn ich mir überlege, wie abgeschieden ich gelebt hatte, und wie sehr auf einmal leute auf mich zukommen, frage ich mich schon, wie das mit rechten dingen zugehen kann.

plötzlich klingelt hier alle paar tage das telefon und leute laden mich ein: zu lesungen, zu vorträgen, zu fernsehauftritten. alle sagen, hey, du hast nen cooles projekt, dürfen wir dich buchen? und ich bin erstaunt, denn schließlich ist mein ach-so-cooles projekt seit eben diesen 20 monaten auf der welt und zwischendurch kümmerte das niemanden. sehr merkwürdig. aber im moment verdammt schön.

pro bono

rathhausempfang mit ole. genauer gesagt ein stehempfang. ich stand mir die beine in den bauch, was nicht so angenehm war, weil ich drei tage vorher übelst von einem bettpfosten gegen meinen rechten kleinen fußzeh getreten wurde. ich hatte das gefühl, dass neben meinen zehen im schuh noch ein pinguin saß, so drücken die vertrauten schuhe. ich stand trotzdem weiter rum in dem eindrucksvollen festsaal des hamburger rathhauses und wartete auf den übelst geschminckten ole, der zu spät kam, weil eine talkshowaufzeichnung länger dauerte, wie er uns verriet.

um mich herum fast nur männer in uniformen. leider wenig schmuck, denn es handelte sich um freiwillige feuerwehr und THW. nicht jedem stand die uniform. ich fragte mich, was ich hier sollte. in den reden wurde viel über tsunami und hochwasser geredet. ich beschloss, dass die aidshilfe auch katastrophenhilfe leistet, beziehungserweise meine präventionsarbeit hoffentlich katastrophen verhindert. bei den schwülstigen teilen der reden fühlte ich mich dann doch ein wenig angesprochen. ja, das ist ein teil gesellschaftliche verantwortung zu übernehmen, wenn man ein ehrenamt hat. deswegen ließ ich es mir auch als eine der 1000 geladenen gäste schmecken, als endlich das buffet eröffnet wurde. wieviel ehrenamtler es wohl in hamburg gibt? ich schätze es sind zigtausende und ich schätze, dass es wohl sehr viel mehr frauen sind als männer. die ganzen uniformierten männer um mich herum, repräsentieren diese wohl nicht. das stieß mir irgendwie übel auf.

es wurde die "max-schmeling-medaille" verliehen, an einen betrieb, der ausschließlich mitglieder der freiwilligen feuerwehr einstellt. wieso hatte ich das gefühl, es könnte sich um vereinsmeierei handeln? mein betrieb beschäftigt auch 100% menschen, die sich ehrenamtlich engagieren: mich. und es fällt mir oft nicht leicht, mich mehrmals im monat einen vormittag oder einen abend freizumachen. und trotzdem mache ich es, weil ich es wichtig finde, einen beitrag zu unserer gesellschaft zu leisten und weil ich gerne jungen frauen sicherheit und selbstvertrauen geben möchte, dass sie verantwortung für sich und ihr leben übernehmen.

später eilte ich zum chor. wir proben seit ein paar monaten in einem seniorenheim. an diesem abend wollten wir ein kleines konzert für die alten leute geben. auch pro bono, versteht sich. es war mehr als skurril. die leutchen reden dabei, zickten sich an oder schliefen ein. sie kamen und gingen, wann sie wollten. unser englisches liedgut konnte sie nur zu bedingt begeistern. aber als wir weihnachtslieder anstimmten, von den wir mühsam eine strophe zustande bekamen und uns bei den weiteren strophen weitesgehens mit "lala" behelfen mußten, sangen sie alle beglückt mit und konnten den kompletten text. skurril, aber trotzdem irgendwie eine gute sache.

Montag, Dezember 12, 2005

weihnachts-ramonz

anfang november zeigte er mir eine internetseite mit füllern. einen füller für jeden tag hätte er so gerne, sagte er. sogar die federn beäugte er genau. die würde gehen, sagte er, oder die da. ich merkte mir natürlich den namen des füllers und bestellte ihn in einem netten schreibwarenladen in ottensen. wochen ist es her. ich war zufrieden, denn ich fand diesen füller ein wunderschönes weihnachtsgeschenk.

gestern der schock. ich fand ein gar reizendes kleines liebesbriefchen von ihm, weil ich vor ihm die wohnung betrat. nicht weit entfernt davon, lag sein füller. nicht genau der selbe aber mir schien, als wäre es die gleiche serie, nur eine andere farbe. was sollte ich nur tun? die geschenkidee war dahin.

als er zurückkam und die schwiegereltern-in-spe uns wieder alleine gelassen hatten, sprach ich ihn darauf an. wie kannst du mir nur, sagte ich, diese internetseite zeigen, und von wunschfüllern sprechen, wenn du genauso einen schon hast? er schaute betroffen. ich wollte dir doch, antwortete er, diesen füller zu weihnachten schenken...

Freitag, Dezember 09, 2005

merke!

gestern war ein furchtbarer tag. ich fühlte mich so getrieben, voller hektik. ich bekam nicht viel auf die reihe, wurde immer hektischer und richtig böse auf mich. man kann in so einer stimmung kein buch schreiben, wie ich es gerade mache. das ist ein widerspruch in sich. abends ging ich dann zum sport und in die sauna, um wieder etwas runterzukommen. aber noch nicht mal das klappte. ich war völlig ungeduldig und genervt in der muckibude. noch nicht mal die "hüpfmaschine" mit netter musik, konnte mich überzeugen. dabei wirkt das sonst immer wunder. selbst in der s......


*** mist, es raucht, in der küche...***

sauna, wollte ich schreiben. selbst in der saune hielt ich es nicht aus. ich fuhr zum liebsten und buk zwei sorten plätzchen. die kokosmakronen sind naja, die zimtsterne warf ich weg. 4 versuche im leben zimtsterne zu backen, die misslingen, sind genug.

und jetzt, jetzt wollte ich schreiben, wie gut mir das backen tut. voller hingabe rollte ich nette sushi-plätzchen nach brigitterezept. das erste blech fertig, sie sehen zwar nicht so aus, wie in der brigitte, aber es riecht so gut. plötzlich fängt es an zu stinken, es raucht aus der küche. die zweite ladung hatte ich auf backpapier und auf das rost gepackt. die hälfte der ladung rutschte runter und verbrannte auf dem backofenboden. und ich wollte doch eine vorbildliche schwiegertochter sein. stattdessen stinkt es hier nun, als hätte es gebrannt. der backofen sieht aus, als wäre darin ein schwein explodiert und meine achso ruhige stimmung, nach dem motto "es ist ja so entspannend, etwas mit den händen zu tun, wo man sofort das ergebnis sehen kann" ist leider dahin. auf zum küchenputzen.


edit: so, die küche sieht wieder einigermaßen aus, der rauch ist verflogen und das backofenspray arbeitet vor sich. aber das beste: sie schmecken ganz vorzüglich!

Mittwoch, Dezember 07, 2005

dumping

ich habe eben ein angebot für einen auftrag bekommen. das thema interessiert mich nicht. der ort ist am arsch der welt. das unglaubliche: 13 euro/stunde, fahrt und unterkunft sind im honorar enthalten. (vorbereitung und teilnehmerInnenunterlagen sind selbstverständnlich auch im preis inbegriffen.) das ganze auch noch honorar zu nennen, ist eine frechheit. das traurige ist, dass es sicherlich irgendein/e kolleg/e/in zu diesem preis machen wird. und garantiert niemand aus diesem kaff, sonderen jemand, der einen längeren fahrtweg oder tatsächlich übernachtung auf sich nehmen wird. da würde ich lieber putzen gehen.

eine kollegin berichtete strahlend von einem auftrag. sie entwickelte ein e-learning-kurs, suchte und beauftrage programmierer, ging in vorleistung und pitchte bei einem dax-unternehmen. jetzt freut sie sich über den auftrag, bei dem nur die programmierkosten übernommen worden sind. aber immerhin darf sie das produkt auch anderen empfehlen. klar, könnte man sagen, dass sie nun ein gratisprodukt in der hand hat und dieses mit guter referenz anbieten kann. aber ich finde, es ist ein schlag ins gesicht, wenn ihr anteil der arbeit nicht gezahlt wird. und sie freut sich. woher nimmt sie nur die kraft?

Dienstag, Dezember 06, 2005

rosa elefanten

eine zweite sache hält mich vom arbeiten ab. ich versuche nicht an rosa elefanten zu denken. das ist natürlich eine metapher. eine ziemlich ausgelutschte dazu.

aber ich habe dem verlobten gelobt, nicht mehr über diese sache zu sprechen, die ich mir so wünsche. sie ist silbern und funkelt. ja, ich spreche ja gar nicht darüber. und ich versuche auch gar nicht dauernd daran zu denken.

es ist ja so, dass der mann das ganze in die hand nehmen muß. und ich dummchen habe natürlich voreilig, gar vorwitzig, einfach gefragt. und dann habe ich auch noch im laden gedrängelt, so dass dieses ding, wovon ich nicht rede und woran ich natürlich auch gar nie denke, nun in einer kleinen feinen schachtel liegt, bis er den rechten zeitpunkt für gekommen erachtet.

das ist ja auch nur vernünftig. es gibt eben diese spielregeln zwischen mann und frau und ramonzig ist es ja auch. es wäre ja auch doof, wenn man das einfach so zwischen den alltag klemmen würde. auch wenn der alltag noch so schön ist. nein, das wäre nicht richtig. deswegen bin ich wahnsinnig vernünftig und spreche nicht von dem rosa elefanten und bemühe mich ganz doll, nicht an ihn zu denken.

allergie-schleife

ich hätte gerne was gegen meine steuerberater-und-finanzamt-allergie. meine güte, ich bin alt genug und lange genug selbständig um zu wissen, dass

  • es meist gar nicht so schlimm ist, solche briefe zu öffnen
  • es meist gar nicht sooo viel zu tun ist, was solche briefe von mir verlangen
  • ich meinen steuerberater dafür bezahle, dass er die ganz unangenehmen dinge macht
  • ich meinen steuerberater dafür bezahle, dass er mich an die unangenehmen dinge erinnert
  • ichm einen steuerberater dafür bezahle, dass er immer ein lösung findet, auch wenn ich es kompliziert oder aussichtslos finde.

    eigentlich sollte ich ihn lieben. den steuerberater.

    stattdessen bin ich wie gelähmt, wenn steuerkrams auf meiner tagesordnung steht. ich schleiche halbe und ganze tage um meinen schreibtisch herum, esse lauter blödsinn, fange manchmal aus verzweiflung an zu putzen (heute leider nicht) und bekomme immer schlechtere laune, weil mich diese unsinnige vermeidungsstrategie von den wirklich wichtigen arbeiten abhält.

    dabei weiß ich doch, dass....

  • Montag, Dezember 05, 2005

    ramonz

    ich gebe zu, ich bin wenig ramonzig. ich vergesse immer kerzen anzuzünden und ich kann nicht mädchenhaft hübsch tische dekorieren. blumen mache ich einfach in eine vase, statt sie zu arrangieren und bei einem sonnenuntergang sage ich "aha, hübsch". bei vielen ramonzsachen denke ich oft, dass sie für leute sind, die nicht lesen oder andere sachen lesen als ich und gerne auf den dom gehen. ich bin vielleicht ein wenig arrogant, aber ich kann mit herzchenkissen und so sachen nicht so viel anfangen.

    aber jetzt summe ich nicht nur bei den weihnachtsliedern mit, sondern ertappe mich, wie ich regelrechte ramonzuanfälle bekomme. ganz besonders ramonzig finde ich ja den adventskalender meines liebsten. nach fünf tagen scheint sich die hypothese zu bestätigen, dass in jedem liebevoll verschnürtem tütchen ein lippenpflegestift meiner lieblingssorte ist. der schmeckt so lecker leicht vanillig. und dann findet sich in dem reizenden tütchen noch ein stückchen ausgewählter schokolade in der perfekten form schlechthin.



    und das alles nur, weil ich den verlobten letztens darauf aufmerksam machte, dass ich derzeit, wegen des häufigen küssens, so einen immensen bedarf an lippenpflege hätte. ist das nicht ramonzig? hach!

    wie im fluge

    kein wunder, wenn der tag zu wenig stunden hat, wenn ich erst zwei stunden beim arzt wartete, obwohl ich auf die minute pünklich war und mich zwei stunden betelefonieren lasse, obwohl der akku dabei fürchterlich piepte. warum ist es nur jedes jahr so, dass der dezember gefühlt so unglaublich viel kürzer ist als die restlichen monate. ich bin total gehetzt.

    Donnerstag, Dezember 01, 2005

    is doch gar nicht so schlimm

    ich glaub, jetzt bin ich völlig verstrahlt. jahrelang kultivierte ich meinen weihnachtshass und jetzt sowas. ich pfeife munter bei den weihnachtsliedern im radio mit und sage doch ernsthaft beim frühstück zu meinem liebsten, dass er ruhig einen baum haben darf, wenn er ihn sich wünscht. ich? war ich das? ich gestehe, ich habe sogar schon an einen adventskranz gedacht. ist ja auch schön rund, riecht gut und nicht zuletzt machen die kerzen ja auch ein schönes licht in der dunklen jahreszeit. unglaublich!

    es liegt entweder an dem grandiosem blogger-adventskalender (heute ein unglaublich professionell verpackter, noch nicht verspeister sympatischer glückskeks mit allergikerhinweisen von frau poll)



    oder es liegt an diesem wundervollen mann, mit dem ich so glücklich bin.

    kürzen

    ein drittel muß weg. 270 seiten hatte ich geschrieben. ok, ich gebe zu, mit fünf monaten abstand, finde ich das manuskript auch ein wenig wirr. aber ein drittel kürzen nur weil die druckdinger immer durch 4 teilbar sein müssen und man so den taschenbuchpreis besser kalkulieren kann? die kauffrau in mir versteht das. die autorin verteidigt ihr baby mit zähnen und klauen. wo soll ich nur anfangen?

    erst dache ich, ich schmeiße den ganzen mist weg. auch das beste manuskript enthält mist. so ist das nun mal, wenn ich schreibe. ich stehe ja auch nicht um 6 uhr morgens auf und arbeite dann diszipliniert bis um 11, um dann mit dem hund rauszugehen. (solche sachen erzählen zumindest männliche schriftsteller in talkshows). ich schreibe ja meist einfach drauf los: ungeordnet und ungehemmt. da kann auch schon mal mist dabei sein. dann dachte ich, ich könnte aber auch die ganz besonderen juwelen rausschmeißen und sie vielleicht anderweitig verwerten. das wäre ja mal eine kreative idee. ich wünschte mir, ich könnte meine schizophrene zwillingsidentität noch vollkommener ausleben, um das manuskript mit fremden augen zu sehen.

    wünsche:

    • ein häuschen in den elbvororten
    • ein klavier
    • ein tanzkurs mit meinem liebsten
    • einen kochkurs (am liebsten indisch)
    • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen