Donnerstag, November 10, 2005

unfähig, verwirrt und leider nicht sprachlos

ich verliere die wörter. ich, die ich als so wortgewandt gelte, ich, die den lebensunterhalt schon immer mit wörtern verdiente, mir verschlägt es die sprache. ich habe das gefühl, nicht mehr die richtigen wörter zu finden, mich unnütz kompliziert auszudrücken und dabei sinnlose wörter zu verballern. ich rede wirres zeug und richte damit schlimmeres an, als ich durch die wörter eigentlich zu verhindern suchte. ich verbreite unklarheit und angst. würde ich doch nur schweigen, wenn mir die wörter fehlen.

dabei brauche ich die wörter so dringend. wenn ich unsicher werde, können mich nur die wörter retten, weil ich unfähig bin zu berühren. mein körper zieht sich in sich zurück und versucht unsichtbar und damit unangreifbar zu werden. was bleibt sind die wörter. die wörter, die versuchen brücken zu bauen, damit ich wieder aus der höhle herauskriechen kann.

doch meine wörter sind durcheinander. ebenso wie meine gefühle. sie sprudeln ebenso sinnlos wie die tränen. sie verletzen, machen kaputt statt zu klären. die wörter sind erklärungen in einer sprache, die niemand versteht. sie sind so nutzlos. sie sind so destruktiv. ich wollte, ich könnte sie stoppen, dabei sind sie der einzige rettungsanker, den ich kenne.

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen