Mittwoch, November 30, 2005

hallo lieber widerstand, dich kenne ich doch

seit wochen steht auf meinem zettel der versuch journalistisch zu arbeiten. die idee besticht durch ihre vorteile. alle sagen, ja mach doch. und ich sitze zu hause und bekomme nichts auf die reihe. ich quäle mich mit selbstvorwürfen. was wäre es dumm, es nicht zu tun. die vorraussetzungen sind hervorragend. was habe ich zu verlieren? das wort cross-marketing glitzert verführerisch. auch gegen ein paar kohlen hätte ich nichts einzuwenden. es ist so unvernünftig, es nicht zu tun. und trotzdem sitze ich hier und mache immer wieder anderes.

ich kaufte magazin um magazin. eine wundervolle gelegenheit, um zeit zu verplempern. hach, hier ein bißchen herumlesen und dort ein wenig schmökern. sonst gönne ich mir sowas ja nicht. schon schön aber auch ziemlich schlicht. das könnte ich auch, denke ich und werde gleichzeitig von den banalitäten abgestoßen. bin ich zu arrogant? das wäre nichts neues. wo sitzt der widerstand und wie sieht er aus? schließlich die idee, auf die mich die anderen brachten. es passt nicht zu mir, mich hinter einem artikel zu verstecken. ich brauche den schillernden auftritt. ich bin nur gut, wenn ich meins mache und mich zeige. vergiß die maßstäbe des gegebenen, rieten sie mir, mach deins. das klingt nicht schlecht, denke ich. ich mache sowieso lieber neues. ob ich wohl morgen oder in den nächsten tagen lossprudeln werde? heute? heute habe ich dafür erstmal keine zeit.

Keine Kommentare:

wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen