Mittwoch, November 30, 2005

nicht einfach

in meinem badezimmer hat es ungefähr 7 grad. wenn ich als kurzsichtige meinen lidstrich ziehen und die wimpern schminken will, muß ich sehr nahe an den spiegel. gar nicht so leicht, wenn immer derselbige beschlägt. da hilft nur luft anhalten.

hallo lieber widerstand, dich kenne ich doch

seit wochen steht auf meinem zettel der versuch journalistisch zu arbeiten. die idee besticht durch ihre vorteile. alle sagen, ja mach doch. und ich sitze zu hause und bekomme nichts auf die reihe. ich quäle mich mit selbstvorwürfen. was wäre es dumm, es nicht zu tun. die vorraussetzungen sind hervorragend. was habe ich zu verlieren? das wort cross-marketing glitzert verführerisch. auch gegen ein paar kohlen hätte ich nichts einzuwenden. es ist so unvernünftig, es nicht zu tun. und trotzdem sitze ich hier und mache immer wieder anderes.

ich kaufte magazin um magazin. eine wundervolle gelegenheit, um zeit zu verplempern. hach, hier ein bißchen herumlesen und dort ein wenig schmökern. sonst gönne ich mir sowas ja nicht. schon schön aber auch ziemlich schlicht. das könnte ich auch, denke ich und werde gleichzeitig von den banalitäten abgestoßen. bin ich zu arrogant? das wäre nichts neues. wo sitzt der widerstand und wie sieht er aus? schließlich die idee, auf die mich die anderen brachten. es passt nicht zu mir, mich hinter einem artikel zu verstecken. ich brauche den schillernden auftritt. ich bin nur gut, wenn ich meins mache und mich zeige. vergiß die maßstäbe des gegebenen, rieten sie mir, mach deins. das klingt nicht schlecht, denke ich. ich mache sowieso lieber neues. ob ich wohl morgen oder in den nächsten tagen lossprudeln werde? heute? heute habe ich dafür erstmal keine zeit.

kairos

ob es wohl "den richtigen zeitpunkt" gibt? weiß nicht. früher glaubte ich daran. ist ja auch eine schöne vorstellung, dass es für alles die rechte zeit gäbe. und eine prima entschuldigung ist es auch. jetzt ist eben nicht kairos, kann man sagen, und schuld ist man dann nicht, wenn man irgendetwas vorgenommenes nicht erledigt. ich vermute, meine steuerberaterin und ich stimmen jedenfalls nicht immer kairosmäßig überein.

gestern war aber ein kairos. ganz unverhofft. plötzlich war es so weit und fühlte sich ganz richtig an. ich merkte, wie ich im kreis herumirrte, nur unmerklich disharmonisch, denn eigentlich lief und läuft alles sehr gut. eigentlich hing ich an einem ganz anderen punkt. wer hätte gedacht, dass der rat lauten würde, doch genauer hinzuschauen, worum es gehen könnte. als coach könnte ich natürlich drauf kommen, aber bei sich selbst sieht man ja den wald vor lauter bäumen nicht.

es war nicht romantisch und es war nicht perfekt. aber es war richtig. ich fragte, und die gesprochenen worte waren eigentlich keine antwort. doch die herzen berührten sich und jubilierten ein "ja". und ich bin glücklich.

Dienstag, November 29, 2005

service, was ist das?

was macht die gemeine bloggerin, wenn sie sich ärgert. sie bloggt. ist besser, als schokolade essen. zwar nicht für die wirtschaft aber für meine figur.

wollte ich doch eben ein röckchen kaufen. ein nettes. jedoch war ich unsicher, ob ich zu der farbe passende oberteile und schuhe zu hause hätte. doch ich war ziemlich kaufgeneigt. nur ein wenig unsicher. das geschäft befindet sich in meiner unmittelbaren umgebung. dachte ich mir doch clever, gehe ich nach hause, schaue mal, ob meine stiefel noch ok sind und werfe einen blick in den kleiderschrank und kaufe es morgen. zur sicherheit wollte ich es mir zurück legen lassen. die dame sagte, dass sie das gerne machen würde, wenn ich eine anzahlung von 30 euro (für ein 59 euro-röckchen) machen würde. ich fragte, was passieren würde, wenn ich mich gegen das röckchen entscheiden würde. rotzfrech antwortete sie, dass dann eben meine anzahlung verfallen würde. oh, sagte ich, dass wäre aber ein ungewöhnliches procedere. der tonfall der ladentante steigerte sich, die stimmlage kletterte ein paar töne höher. wenn sie das, sagte sie, für jeden kunden einfach so machen würde, dann hätte sie bald gar keine ware mehr im laden, weil alles hinten hängen würde. tja, antwortete ich, irgendwie gefällt mir ihre art, geschäfte zu machen nicht, deswegen werde ich jetzt generell davon absehen, bei ihnen zu kaufen.

ärgerlich ist nur, dass mir das röckchen schon gefallen hat und mir auch noch eingefallen ist, welcher pullover ganz ausgezeichnet dazu passen würde. aber ich sollte meine wertvolle zeit nicht mit röckchen und ärger verbringen und statt dessen etwas geld verdienen. wenn dann mal wieder ordentlich geld auf dem konto ist, kaufe ich in geschäften, in denen sie nett zu mir sind.

Montag, November 28, 2005

huch!

vor meinem fenster läuft ein mann entlang. das ist insofern erstaunlich, dass ich unter dem dach wohne und es deswegen nicht gewohnt bin, dass man mir von hinten über die schulter auf den bildschirm schaut. mann, habe ich mich erschrocken. das haus wird eingerüstet. dieses schrabbelige haus, das im treppenhaus immer so eklig riecht und bei dem es durchs dach reinregnet wird jetzt von außen schön gemacht. fassade renovieren. das ist wirklich das letzte, worauf ich gekommen wäre! jetzt ist natürlich klar, woher dieser unsäglich krach heute nachmittag kam.

auweia kein kaffee

angeblich stört kaffee die homöopathische behandlung. ich hoffe ja, dass es wenigstens ohne dran glauben trotzdem funktioniert, auch wenn das vielleicht schon ein bißchen dran glauben ist. jedenfalls fällt es mir verdammt schwer, auf meinen geliebten milchkaffe zu verzichten. das verflixte ist, dass es wohl nicht das koffein sein soll, dann könnte man ja einfach koffeinfreien trinken. mmmhh vorhin habe ich carokaffee mit vanillesoja gemacht. das schmeckte nicht wirklich. und das soll jetzt über monate so gehen?

advent, advent

juchhuuuu, es ist da. mein paketder "lawine des glücks" ist eben angekommen. rieeeesig. ich bin sehr gespannt auf meinen blogger-adventskalender!




ich habs aufgemacht. aber nur das paket. wollte schon sehen, wie die anderen verpackt haben. aber pustekuchen. der unglaubliche santa claus hat jedes geschenk noch in einen umschlag gepackt. eine wahnsinnsaktion. hut ab. santa claus ist eindeutig der adventsheld!



neid ist absolut berechtigt! hach, was bin ich neugierig. noch 3 mal schlafen!

Montag, November 21, 2005

lichtlein

ich mag diese stimmung. im winter, am frühen abend aus dem fenster zu schauen und dabei die vielen vielen fenster der nachbarn sehen. die stadt lebt. nicht wie im sommer, wenn alle immerzu raus müssen. überall brennen lichter in den wohnungn und ich liebe es, mir vorzustellen, was dort gerade geschieht. mal sehe ich jemand kochen, dann kann ich zwei sich unterhalten sehen. was sie wohl reden? diese illumination ist viel schöner als dieser weihnachtsbeleuchtungskriegt der auch schon wieder beginnt. wie gut, dass ich in einem einigermaßen zivilisierten viertel wohne, so dass ich die vielen lichtlein noch genießen kann.

liebe

was ist liebe? schwierige frage. irgendwie hatte ich bisher keine umfassende antwort darauf gefunden. die idee mit der kontrast-liebe letztens war schon ganz nett. letzte woche habe ich dann von einer bekannten, die, obwohl wir wenig kontakt haben, immer genau die passenden buchtipps für mich hat, ein buch empfohlen bekommen. der code des herzens von christian schuldt. blöder titel. ich weiß. es ist aber weniger blöd, als man beim cover und titel zunächst annimmt. eine systemtheoretische analyse, was liebe heutzutage ist. viel blabla, vieles was man weiß, vieles, was ich selbst beobachte oder erlebe. in der zusammengetragenen form spannend (ähnliche wie generation ally - nett aber nicht weltbewegend), in der interpretation an manchen stellen haarsträubend. aber anregend. eine fortsetzung zu luhmanns "liebe als passion" aber glücklicherweise weniger luhmanesk geschrieben.

liebe ist der lebensbereich, in dem individuum ganz sein darf. heißt es dort. nirgendwo sonst, stellt man sich als ganze person zur disposition und wird als ganze person wahrsgenommen. denn liebe gibt es nur persönlich. im lebensbereich "liebe" gibt es nur ein entweder/oder: persönlich oder unpersönlich. ganz und gar. deswegen stärkt liebe auch so, denn nur dort wird man ganz angenommen. und genau deswegen fühlt sich liebe auch oft so bedrohlich an. es geht immer ums ganze. jede bemerkung, jede geste ist persönlich und kann alles in frage stellen. doch in zeiten des immer unpersönlicheren individualismus, kann nur die liebe helfen, uns zu ganzen menschen zu machen.

"Je »unpersönlicher« die Gesellschaft wird, desto »persönlicher« wird die Liebe, weil es umso wichtiger wird, die eigene Persönlichkeit bestätigt zu finden und sich selbst als ganzer Mensch zu erfahren. Eine solche Allround-Bejahung der eigenen Selbstdarstellung können berufliche, künstlerische oder auch sexuelle Erfolge nicht leisten, sondern nur die Liebe. Nur hier kann man das Bild, das man sich von sich selbst aufbaut, absolut bestätigt finden." (S. 66)

Freitag, November 18, 2005

eine frage der sichtweise

ärgerlich, wenn man ein dickes manuskript ausdrucken will, den papierstapel mit augenmaß abschätzt, beschließt, dass es reichen könnte und dann bei seite 128 den berechtigten verdacht bekommt, dass man sich wohl sehr verschätzt hat. nun augenmaß war noch nie mein ding und ich erzähle jetzt nicht diesen blöden witz. doch alles eine frage der sichtweise. gibt mir doch der papiermangel eine wunderbare gelegenheit in das neblige wetter da draußen zu gehen, dass ich hier vom dachgeschoss aus sehr schön finde.

ich glaube, meine sinne sind auch schon ziemlich vernebelt von meinem neuen eso-online-workshop bei der workshopwelt. alles recherche. ich bin mal gespannt. einmal mußte ich schon laut lachen und ausrufen "achdumeinegüte was für ein eso-scheiß". aber schließlich mache ich das ja nicht nur zur recherche, wie online-kurse gehen, sondern es könnte ja sein, dass ich dabei noch ein bißchen ein besserer mensch werde. und schließlich ist es ja eine meiner missionen, solche räucherstäbchenduftenden weisheiten (deren sinn ich ja gar nicht per se abstreite) in eine zeitgemäße sprache zu bringen, bei der sich nicht so schnell die zehennägel aufrollen. ich bin gespannt.

Montag, November 14, 2005

ziele, gute ideen und bloggen

ein blog ist ja irgendwie auch ein notizbuch. im newsletter von monika birkner habe ich was interessantes über den spirituellen aspekt von zielen gelesen. wollte ich mir merken. könnte ich noch gebrauchen.

bloggen ist ja derzeit auch schwer in mode bei trainern, coaches und konsorten. es scheint, als gäbe es einen fließenden übergang von newsletter zu blogs. die newsletter werden kürzer und verweisen auf blogeinträge, die hübscher layoutet etc. sind. eigentlich ne feine sache. immerhin können genervte leute dann auf das pull-medium umsteigen. ich frage mich nur, wer das alles liest.

sehr hübsch finde ich auch die idee, bücher zu besprechen und über das amazon-partnerprogramm zu verlinken. könnte man auch über das wortreich machen. (wie es wohl denen geht?)

fast beim sport

eigentlich bin ich gerade in der muckibude. fast. um kurz vor vier hatte ich den impuls loszufahren. der gedanke, sich zu bewegen und anschließend in der sauna zu entspannen, fühlte sich gut an. ich sah auf die uhr und stellte fest, dass meine monatkarte von 16 bis 18 uhr nicht gültig ist und erwog mit dem rad zu fahren. bevor ich etwas wie tasche packen unternehmen konnte, ging noch mal aufs klo. dort fand ich es schlecht, dass ich heute noch nicht das gearbeitet hatte, was ich eigentlich arbeiten wollte. wenn ich aus der sauna kommen würde, würde ich daran auch nichts mehr machen und das wäre schlecht. und da es mit dem rad kalt ist, könnte ich ja auch bis 18 uhr arbeiten und dann mit dem bus fahren.

jetzt ist es viertel nach fünf und ich habe immer noch nicht das gemacht, was ich machen wollte. draußen ist es dunkel und wenig verlockend, noch mal das haus zu verlassen. es ist eine schöne vorstellung, heute mal einen geschenkten abend für mich zu haben, weil der chor auf mittwoch verlegt ist. warum sollte ich mich also in die muckibude zu den vielen leuten zwingen. ich könnte ja auch am donnerstag gehen. ob ich es wohl noch hinbekomme, das zu tun, was wichtig wäre und ob ich wohl am donnerstag zum sport gehe. spannender als ne soap. das geld für die muckibude ist wirklich zum fenster rausgeworfen. ich sollte unbedingt mal schauen, wie lange die kündigungsfristen sind, bevor ich mit der wichtigen arbeit anfange. oder soll ich zuerst einen salat machen? der wäre ja auch gesund.

schöner gedanke

in einer netten mail kam heute folgender gedanke zu mir: "Liebe ist nicht immer da und nicht jeden Tag gleich." das erinnert mich stark an den merksatz "glück ist kontrast", den ich so gerne zitiere. ja, so wird es sein. man weiß nicht, ob es liebe ist oder nicht, aber wenn immer wieder diese momente passieren, wo man den anderen knutschen könnte (und kann!), weil das leben mit ihm einfach viel schöner ist als ohne ihn, dann könnte das wohl liebe sein.

und dann ist mir noch aufgefallen, dass in jedem gedanken ein "danke" steckt. auch ein schöner gedanke. wo ich doch ohnehin die hypothese von einer freundin übernommen habe, nachdem ideen wie kleine vögelchen sind, die sich aussuchen, in welchen hirnen sie sich niederlassen. da kann man einfach nur "danke" sagen!

Freitag, November 11, 2005

nix gala

und damit meine ich nicht den gleichnamigen kaffee, den ich auch nicht kaufe. nein ich meine die hamburger aids-gala, die eigentlich am 19.november stattfinden sollte, um geld zu sammeln. das wäre auch nötig gewesen, denn jedes jahr ist der finanzspielraum der aidshilfe kleiner und das engagement steht auf der kippe. unglaublicherweise wurden nur 35, in worten fünfunddreißig eintrittskarten verkauft, so dass die veranstaltung abgesagt werden mußte.

mag sein, dass es daran lag, dass das programm zu vielfältig und damit niemand klar war, was es dort eigentlich geben sollte. mag sein, dass die veranstaltung nicht interessant genug konzipiert und beworben wurde. trotzdem, ich finds schade. ich laufe mehrmals pro jahr mit sammelbüchsen über konzerte und feste und kann nur wenige hundert euro damit zusammentragen, ich spende zeit, um präventionsarbeit für junge mädchen zu machen, damit die problematik der krankheit und des virus nicht in vergessenheit gerät. aber das sind letztlich nur tropfen auf dem heißen stein. um präventionsarbeit und betreuung anzubieten braucht es geld. mehr geld.

wer gerade in weihnachtlicher stimmung ist, kann ja mal hier schaun und schnell was überweisen.




und die lustiglustigplakate der BZGA (bundeszentrale für gesundheitliche aufklärung sind ja auch eher ein ärgernis und geldverschwendung als wirklich aufklärung.

wochentagsdurcheinander

wenn eine freiberuflerin und ein festangestellter sich zusammentun, ist das gar nicht so einfach. plötzlich fehlen die sonst produktivsten arbeitszeiten wie z.B. der samstag abend. ich gewöhne mich langsam dran, früher aufzustehen und unter der woche produktiver zu sein. aber leicht ist es nicht, denn schließlich ist die zeitliche freiheit ja genau eines der argumente für die freiberuflichkeit gewesen.

wenn jeder tag wie ein sonntag, in einer glücklichen beziehung, ist - was macht man dann an den sonntagen? wenn man sich fast jeden tag sieht, dann fängt man an normal zu werden. normalsein kann ganz toll sein, weil man sich dann wirklich als paar fühlt. doch wie schafft man es, sich im alltag kennenzulernen und sich trotzdem immer wieder neu zu verabreden und sich wie beim ersten date aufeinander zu freuen? hin und wieder find ich den anzug schon schöner als die jogginghose.

Donnerstag, November 10, 2005

unfähig, verwirrt und leider nicht sprachlos

ich verliere die wörter. ich, die ich als so wortgewandt gelte, ich, die den lebensunterhalt schon immer mit wörtern verdiente, mir verschlägt es die sprache. ich habe das gefühl, nicht mehr die richtigen wörter zu finden, mich unnütz kompliziert auszudrücken und dabei sinnlose wörter zu verballern. ich rede wirres zeug und richte damit schlimmeres an, als ich durch die wörter eigentlich zu verhindern suchte. ich verbreite unklarheit und angst. würde ich doch nur schweigen, wenn mir die wörter fehlen.

dabei brauche ich die wörter so dringend. wenn ich unsicher werde, können mich nur die wörter retten, weil ich unfähig bin zu berühren. mein körper zieht sich in sich zurück und versucht unsichtbar und damit unangreifbar zu werden. was bleibt sind die wörter. die wörter, die versuchen brücken zu bauen, damit ich wieder aus der höhle herauskriechen kann.

doch meine wörter sind durcheinander. ebenso wie meine gefühle. sie sprudeln ebenso sinnlos wie die tränen. sie verletzen, machen kaputt statt zu klären. die wörter sind erklärungen in einer sprache, die niemand versteht. sie sind so nutzlos. sie sind so destruktiv. ich wollte, ich könnte sie stoppen, dabei sind sie der einzige rettungsanker, den ich kenne.

alptraum

mein verlobter liebt dodenhof.mir ist es ein rätsel warum, doch ich liebe ihn trotzdem. heute nacht träumte ich heftigst nach einer auseinandersetzung:

immer wieder ploppte in meinem traum ein lästiges pop up auf, dass mich aufforderte, endlich den dodenhof-newsletter zu abonieren. immer wieder versuchte ich es wegzuklickten, denn es liess mich einfach nicht in ruhe schlafen. was will ich zum teufel mit einem dodenhof-newsletter? "alles was das leben schöner macht" leuchtet mir nicht ein. aber das brot soll 50 cent billiger sein, als in hamburg. schon ein grund, sich in der wertvollen wochenendezeit unter tausenden von menschen zu mischen, die schnäppchen machen wollen.



ich wollte schlafen, wieder zu kräften kommen. dodenhof liess mich nicht. genervt ging ich aufs klo. ich beschloss klein bei zu geben. als ich wieder im bett lag, klickte ich auf "OK" und konnte beruhigt einschlafen. ob das gut geht?

zusaaaaaaaaaammmen mit dir,
erlebe ich alles, was das leben schön macht
nur mit dir
zu dodenhof und die sonne lacht...


ich bete, dass ich heute nacht nicht den dodenhof-song herunterladen, auswendiglernen und mitsingen muß!

Dienstag, November 08, 2005

fakten

jetzt ist es quasi amtlich



partnerkarte.wir sparen für die aussteuer.

Montag, November 07, 2005

lawine des glücks

ich bin immer noch ganz begeistert vom adventskalenderschwapp, von der wunderbaren idee, 24 päckchen zu packen, sie an eine/n fleißige/n blogger/in zu verschicken und dann ein ganz aufregendes paket mit 24 unterschiedlichen päckchen zurück geschickt zu bekommen. für alle, die bei santa claus zu spät kamen gibts ne neue chance bei frau nanunana:



von ihr stammt auch die überschrift und das schwapp-wort. toll. obs weiterschwappt und es noch eine lawine gibt?

Sonntag, November 06, 2005

bärchenglück

glücklich, lächelnd, verstrahlt saßen wir vor dem fernseher.
"duuuu, ob wir wohl in 30 jahren noch ebenso glücklich kuschelnd sitzen, wenn wir fernsehen?"
"nur, wenn du dann endlich eine gescheite jogginghose hast."
sehr schön.

Donnerstag, November 03, 2005

inspirierend

hach, was ein wunderbarer tag. und er ist noch nicht zu ende...


  • aufwachen neben dem wunderbarsten mann der welt

  • vor dem frühstück eine massage gegen die migräne zu bekommen

  • mittagessen mit einer tollen frau und wunderbaren autorin, die mir durch fragen und gute ideen wieder so viel inspiration, mut und lebenslust gegeben hat.

  • ein gespräch über alle möglichen lebensbereiche mit einer guten freundin

  • der kauf von 24 wunderbaren kleinigkeiten

  • und jetzt richtig lust zu arbeiten, die ideen vom mittagessen gleich umzusetzen

hach, so macht das leben spass!

böse frau

also ich bin mir schon darüber im klaren, dass ich politisch nicht sonderlich gut informiert bin. es ist mir einfach zu langweilig, diesen jungsspielen zuzuschauen oder -zulesen. ich fühle mich so machtlos als wählende bürgerin und habe immer das gefühl, dass es doch letztlich gleich ist, wen ich wähle, weil die da oben sowieso alle komisch und ähnlich sind.

in den letzten tagen hörte ich immer wieder das wort "königsmord". also ich hatte von frau nahles noch nicht viel im vorfeld gehört und jetzt ist sie auf einmal die verkörperung des bösen schlechthin in den medien. wenn ich es richtig verstanden habe, dann gab es eine wahl, die sie gewonnen hat. vor dieser wahl wurde beschlossen, dass nur ein kandidat auf dem parteitag antritt (erinnert mich an die DDR). weder herr münte noch herr stoiber hatten angekündigt, dass wenn jemand etwas tut, was nicht in ihrem sinne ist, dass sie gehen. wieso ist frau nahles und die, die sie gewählt haben, also die böse?

abgesehen, dass das alles ziemlich nach kindergarten und danach, dass eigentlich niemand die verantwortung in unserem land übernehmen will, klingt - würde sich die medienlandschaft, die stammtische und wer sonst noch meint, was dazu sagen zu müssen, genauso aufregen, wenn frau nahles ein mann wäre? irgendwie erscheint mir das so, als wären die jungs langsam wirklich ganz schön davon genervt, dass frauen mitspielen wollen.

online-trainings

seit einigen tagen verfolgt mich ein neues thema: online-seminare, e-learning, blendet learning oder wie immer man das schick nennen will. es lässt mich nicht los, jeden tag ziehe ich mal bewußt, mal unbewußt schleifen durch das netz der netze und sammele informationen auf. ich führe interessante gespräche, die mich bestätigen und weiterhelfen. langsam fange ich an zu verstehen, was möglich und was nur schwierig möglich ist. mit schwierig meine ich natürlich das alte kapital-problem: ohne ausreichend knete auf der hohen kante, sind manche dinge einfach nicht wunderschön realisierbar. trotzdem, es fasziniert mich, es scheint als könnte ich in diesem thema verschiedenartige vorkenntnisse bündeln, meinen persönlichen arbeitsstil ausleben und dies auch noch familienfreundlich organisieren, wenns denn so weitergeht, wie es schön wäre, wenn es weiterginge.

mich bewegt die frage, wie ich mit meinen didaktischen erfahrungen, meinen inhalten und meiner guten positionierung im markt solche dinger anbieten kann, ohne mich mit dem ganzen technikkrams zu belasten. es müsste partner geben, die mir das abnehmen, weil sie selbst daran interesse haben. nicht, weil sie mich als melkfähigen kunden sehen. workshopwelt.de könnte so ein partner sein. es gibt sicherlich noch andere, nur habe ich sie noch nicht gefunden.

außerdem bewegt mich natürlich die frage, ob man seminare zur persönlichkeitsentwicklung wirklich komplett online machen sollte. präsenzseminare, begegnungen haben schon den vorteil, sich in die augen zu schauen und damit ausflüchte etc. zu bemerken. aber vielleicht ist ja gerade die anonymität (wie beim bloggen oder chatten) hilfreich, dinge anzusprechen, die sonst nicht über die lippen kommen würden.

jetzt werde ich erst mal selbst ein paar online-trainings "besuchen", um zu fühlen, wie dort das lernen so ist. ich bin sehr gespannt!

hat jemand von den leserInnen erfahrungen mit online-seminaren? als teilnehmerIn oder als anbieterIn? welche veranstalter bzw. veranstaltungen kennen/kennst sie/du? erfahrungen mit systemen und plattformen?

informationsaustausch beim perfekten kaffee oder eben auch online fänd ich ganz wunderbar.

Dienstag, November 01, 2005

bitte lächeln

ich hasse fotoshootings. leider gehören solche sachen zu den nebenjobs als autorin.

na klar wusste ich, dass ich ein foto abgeben müsste. stand ja in meinem vertrag. trotzdem kam die abgabeaufforderung sehr knapp. zunächst hoffte ich, dass wir am wochenende zufällig das perfekte bild machten. leider war es nicht dabei. also organisierte ich gestern schnellschnell ein shooting. internet sei dank kann man fotos vorher anschauen, ohne durch die halbe weltgeschichte zu reisen. leider kann man nicht auf websites erkennen, ob man den menschen hinter der kamera sympatisch findet.

schnellschnell hieß auch, dass ich nicht wirklich viel zeit hatte zu überlegen, welche botschaft das bild haben soll bzw. was ich anziehen will. trotzdem war ich gut vorbereitet. ich hatte eine vorschau, ein plakat und mehrere outfits dabei. der assistentin hatte ich im vorfeld gesagt, dass es sich um pressefotos in mehreren posen handeln würde. als ich ankam verdarben mir zwei dinge die laune: 1. hatte ich meinen lippenstift vergessen und zweitens wollte mir die assistentin muster von bewerbungsfotos zeigen. der erste kontakt mit der fotografin war zickig, "nein, einen lippenstift hätte sie nicht für mich". ich kaufte schnell im haus neben an einen lippenstift. sie nahm sich nicht die zeit, ein paar worte mit mir zu wechseln, also briefte ich mißgelaunt die assistentin. doch es kam noch schlimmer. als ich mir gel in die haare schmierte, herrschte mich die fotografin an, dass ich mich vor dem shooting nicht eincremen dürfte. das hatte ich mitnichten vor. nachdem ich mein gesicht mit tüchern abgewischt hatte, bat ich sie - wie vorher mit der assistentin telefonisch vereinbart - um puder. wiederum wurde ich angemotzt, dass es sich ja wohl gehören würde, dass eine frau ihren eigenen puder dabei hätte. "das wäre doch wie ein BH". meine laune sank in den keller. ich fragte mich, wie ich wohl locker werden und wie das lächeln auf mein gesicht kommen sollte. als ich sie bat darauf zu achten, dass mein ausschnitt nicht den halben busen freilegt, zickte sie mich wieder an "ich hätte mir ja auch was anderes anziehen könne, schließlich würde sie von oben fotografieren". na toll. einzig wildes imaginieren meines verlobten brachte mir ein verkrampftes lächeln um die lippen.

was war es doch letztes jahr schön. als ich für ein shooting nach münchen flog. ich schlief im hotel nach einem netten abend mit dem reizenden lektor. morgens wurde ich von dem fotografen und meiner ansprechpartnerin aus dem marketing abgeholt. sie flösten mir zwei glas sekt ein, damit ich lockerer würde und unterhielten sich erst mal eine stunde nett mit mir. das shooting war natürlich auch kein vergnügen, denn lockerheit in solchen angelegenheiten gehört nicht zu meinen stärken. aber es war angenehm und es kamen zumindest zwei tolle fotos dabei heraus. und das schönste: ich fühlte mich königlich. so soll es doch schließlich auch sein!

adventskalender

eigentlich bin ich ja bekennende weihnachtshasserin. aber adventskalender finde ich schon toll. eben habe ich bei der kaltmamsell von einer tollen ideen gelesen:

herr santa claus macht seinem namen alle ehre und organsiert einen blogger-tausch-adventskalender. ich mußte es zweimal lesen, um es zu verstehen. jetzt bin ich begeistert. hach, ich hoffe, ich darf noch mitmachen und bin nicht zu spät!

wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen