Donnerstag, September 15, 2005

nichts geht

arbeit? was war das noch mal. morgens, wenn ich aufwache, weiß ich noch was das ist. ich gerade geradezu in panik. in hektik. ich springe aus dem bett, um es zu tun. aber vorher noch ein bißchen aufräumen. die wohnung sah so schön aus in den letzten tagen. ich sollte mir das angewöhnen. danach werde ich gleich anfangen. ist doch klar.

der schöne blumenstrauß. meine gedanken schweifen ab. ich träume. fühle mich amputiert. etwas fehlt. er ist weg. eine woche. ich schaue mir die geschenke an, die er mir da ließ und träume. musik an. der soundtrack meiner sehnsucht. ich tanze den walzer erst in gedanken, dann wirbele ich durch die räume und seufze, weil kein fester arm mich hält.

ich setze mich wieder an den schreibtisch. ameisen im hintern. ich stehe auf und koche einen tee. die apothekerin sagte letztens mit strengem blick zu mir, dass die hustenlutschbonbons nicht wirken könnten, wenn ich nicht genug trinken würde. wieder mache ich die musik an und fange an zu schwelgen.

ich probiere ein wort zu sprechen. es kommt nur heiseres krächzen heraus. wie schön wäre es, von zärtlichen händen geweckt zu werden und den tag stöhnen zu beginnen. die stimme wäre dann geölt. noch 7 tage. ich telefoniere privat. zum warmwerden. ich bin langweilig, habe nur ein thema. so wollte ich nie werden.

also dann doch arbeiten. einen keks. der ist vom liebsten. schnell einen tee dazu, die sehnsucht hinunterspülen, die stimme zu ölen. gleich fange ich mit den telefonaten an. so denke ich seit stunden. immer wieder fällt mir etwas anderes ein. unsinnige kleinigkeiten. schreiben? was ist das? zum schreiben komme ich schon gar nicht.

nur heute eine klitzekleine pause, mich der sehnsucht hingeben? das geht nicht. ich wollte ordentlich was wegschaffen, damit ich nächste woche wieder zeit und ruhe habe für ihn. scheiß freiberuflichkeit. ich wünschte, ein grummeliger chef stünde hinter mir und würde mir die flausen austreiben. stattdessen sitze ich seufzend vor dem computer und hoffe, dass es in dem touriort tatsächlich ein internetcafé gibt. das kann doch nicht sein, dass das internet noch nicht bis spanien gekommen ist!

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen