Donnerstag, September 29, 2005

bärchen-news

mein bärchen hat mir gestern noch ein bärchen mitgebracht (glücklicherweise nur virtuell), das ich meinen treuen leserInnen natürlich nicht vorenthalten kann.



und um den ekelfaktor noch etwas zu steigern. habe ich noch den bärchentest gemacht.

HASH(0x8590644)
Du bist im Moment verliebt und schwebst auf Wolke7.
Du bist absolut gluecklich und wuerdest am
liebsten die ganze Welt umarmen...


Was fuer ein Metoyou-Baerchen bist du?
brought to you by Quizilla


ich möchte aber deutlich zum ausdruck bringen, dass ich nun nicht begonnen habe, bärchen zu sammeln. diese pest, diese unsägliche, dass man einmal von etwas erzählt und fortan bekannte und mütter einer nur noch staubfänger zu diesem thema schenken, eine pest...

und jetzt höre ich auf über bärchen zu lästern. jawohl.

Mittwoch, September 28, 2005

sollbruchstellen?

als wir uns heute morgen anzickten, sagte er, dass das ja typisch wäre. immer würde gäbe es nach 6 wochen den ersten streit. aha. ich habe ja wenig erfahrung in bärchendingen. kann mir jemand verraten, wann diese kritischen tage sind? nach 6 wochen, nach 6 monaten, im verflixten 7. jahr?

wenn ich sie kennen würde, dann könnte ich mit ihnen umgehen wie mit den verflixten menstruationsschmerzen und dem freiberuflerinnenhorror des monatswechsels. ich würde sagen "hoppla sorgen, da seid ihr ja wieder. schön, euch mal wieder zu sehen.", würde mich nicht allzu doll grämen und froh und munter meinen weg weitergehen.

Dienstag, September 27, 2005

bärchen

manchmal fürchte ich, dass ich mir das hirn wegknutsche. ich bin ein bärchen. ziemlich debil. nicht wirklich produktiv zur zeit. entweder bin ich bei meinem bärchen oder aber ich denk ans bärchen. so wollte ich nie werden.

wer nicht weiß, was ein bärchen ist, solls einfach mal laut aussprechen. schön hessisch. dann isses klar.

eine freundin erzählte mir einst eine geschichte. es war ein netter tag mit einem lauschigen treffen unter freundinnen. dies konnte leider nicht ewig dauern, weil eben jene freundin mit ihrem frischangetrauten einen anderen termin hatten. einen kaffeeklatsch mit zwei weiteren personen unterschiedlichen geschlechts, die in einem gemeinsamen haushalt lebten. zum ausdruck ihres verhältnisses und weil sie sich möglicherweise auch vor urzeiten das gehirn herausgeknutscht hatten, nannten sie sich gegenseitig bärchen. wie praktisch. da traf nun also das eine bärchen das andere bärchen und statt mit freundinnen kichernd zu tratschen, traf man sich zu viert. ja, irgendwie auch schön.

mir gruselte immer vor bärchen. als ich noch sehr sehr jung und unerfahren war, war ich mal auf einem geburtstag eingeladen. außer mir nur bärchen. ich kam pünklich, was man nicht von allen bärchen sagen konnte. bei der vorspeise wechselte ich nach aufforderung brav meinen sitzplatz, damit das bärchen nebeneinander sitzen konnte. als ein weiteres verspätetes bärchen eintrudelte, wurde wieder reise nach jerusalem gespielt. niemand bemerkte, dass ich hartnäckig sitzen blieb, denn das optimierungsproblem war glücklicherweise ohne anheben meines reizenden popos von einem stuhl zu lösen. das dritte und letzte bärchen erschien bei der hauptspeise. nicht sehr höflich, würde ich meinen. ich ignorierte die optimierungsberatungen und konzentrierte mich darauf, meine gabel kunstvoll mit den unterschiedlichen dingen auf meinem teller zu belegen, um eine gesamtgeschmackserlebnis zu bekommen. gerade, als ich die voll beladene gabel nur noch wenige zentimeter vom mund entfernt hatte, genußvoll speichelte, den köstlichen duft einsog und gierig den mund öffnete, hörte ich meinen namen, ich möge mich doch bitte umsetzen, damit das bärchen beeinander sitzen könne. an genaueres, was dann passierte kann ich mich nicht mehr erinnern. ich war wohl ausfallend geworden. man verwies mich nicht der party, redete aber schlecht über mich, als wäre ich nicht anwesend. die bärchen waren sich einig darüber, dass ich wohl ein frustrierter single sei. jaja.

auch schön, letztens im kino. es ist dunkel. die werbung haben wir hinter uns gebracht. alles wartet gespannt auf den hauptfilm. eine kurze pause. man hört nur leises kruschpeln der haribotüten. die tür geht auf, ein kurzer lichtstrahl in dem man eine frau erkennt. sie schleicht sich zu den sitzreihen und flüstert kaum hörbar "bärchen?". alles lacht.

und jetzt bin ich selbst ein bärchen. ich finde es toll, dauernd zeit mit meinem bärchen zu verbringen und verabrede mich am liebsten mit anderen bärchen. ich verzichte auf den ritualen tatort und verschweige meine leidenschaft für peinliche serien, um mit meinem bärchen seine DVD-sammlung anzuschauen. initiationsrituale müssen sein. und irgendwie ist es ja auch gemütlicher. so wollte ich niemals werden und genieße es doch.

Sonntag, September 18, 2005

rätsel

warum muß ich zehn minuten zu meinem wahllokal radeln, wenn ich neben einem wahllokal wohne?

Freitag, September 16, 2005

objekt der begierde

sie ist wunderschön und heißt "alice".


aber selbstverständlich als respekteinflößendem chefsessel mit silbernem leder. natürlich gibt es davon kein bild im internet, denn welcher chef kauft schon einen silbernen. aber ich! soll ich, soll ich nicht, soll ich, soll ich nicht, soll ich?

Donnerstag, September 15, 2005

nichts geht

arbeit? was war das noch mal. morgens, wenn ich aufwache, weiß ich noch was das ist. ich gerade geradezu in panik. in hektik. ich springe aus dem bett, um es zu tun. aber vorher noch ein bißchen aufräumen. die wohnung sah so schön aus in den letzten tagen. ich sollte mir das angewöhnen. danach werde ich gleich anfangen. ist doch klar.

der schöne blumenstrauß. meine gedanken schweifen ab. ich träume. fühle mich amputiert. etwas fehlt. er ist weg. eine woche. ich schaue mir die geschenke an, die er mir da ließ und träume. musik an. der soundtrack meiner sehnsucht. ich tanze den walzer erst in gedanken, dann wirbele ich durch die räume und seufze, weil kein fester arm mich hält.

ich setze mich wieder an den schreibtisch. ameisen im hintern. ich stehe auf und koche einen tee. die apothekerin sagte letztens mit strengem blick zu mir, dass die hustenlutschbonbons nicht wirken könnten, wenn ich nicht genug trinken würde. wieder mache ich die musik an und fange an zu schwelgen.

ich probiere ein wort zu sprechen. es kommt nur heiseres krächzen heraus. wie schön wäre es, von zärtlichen händen geweckt zu werden und den tag stöhnen zu beginnen. die stimme wäre dann geölt. noch 7 tage. ich telefoniere privat. zum warmwerden. ich bin langweilig, habe nur ein thema. so wollte ich nie werden.

also dann doch arbeiten. einen keks. der ist vom liebsten. schnell einen tee dazu, die sehnsucht hinunterspülen, die stimme zu ölen. gleich fange ich mit den telefonaten an. so denke ich seit stunden. immer wieder fällt mir etwas anderes ein. unsinnige kleinigkeiten. schreiben? was ist das? zum schreiben komme ich schon gar nicht.

nur heute eine klitzekleine pause, mich der sehnsucht hingeben? das geht nicht. ich wollte ordentlich was wegschaffen, damit ich nächste woche wieder zeit und ruhe habe für ihn. scheiß freiberuflichkeit. ich wünschte, ein grummeliger chef stünde hinter mir und würde mir die flausen austreiben. stattdessen sitze ich seufzend vor dem computer und hoffe, dass es in dem touriort tatsächlich ein internetcafé gibt. das kann doch nicht sein, dass das internet noch nicht bis spanien gekommen ist!

Samstag, September 10, 2005

live bettblogging

chopin, verliebte blicke, frühstück im bett....hach

Donnerstag, September 08, 2005

domsprech 01

bei der wunderbaren kaltmamsell gibt es die rubrik bahnsprech - wenn ich auch monieren muß, dass dort schon allzulange nichts mehr zu lesen war. bei mir gibts absofort domsprech. mir schwant, dass ich da noch einiges zu lernen habe.

der dom ist ein ganz gar schrecklich normales volksfest in hamburg. ich ignorierte es bisher tapfer bis auf die tatsache, dass ich von meiner wohnung aus deswegen 12 mal im jahr ein feuerwerk sehe. einmal wurde ich schwach. glücklicherweise hatte ich eine in dieser hinsicht ebenso arrogante berliner freundin dabei. es war ein kurzer besuch und auch die fahrt im riesenrad war nicht wirklich romantisch.

mein neuer verlobter und ich einigten uns sehr schnell darauf, unsägliche sprache und dinge domig zu nennen. ja, arroganz verbindet. spannend wird, wenn man genauer hinter die kulissen schaut und auf einmal feststellt, dass huch, der eine das eine und der andere das andere gar nicht so domig findet.

manchmal frage ich mich, ob die domgänger nicht doch die normalen sind. und ich einer aussterbenden urbanen spezies angehöre. es ist doch irgendwie so, dass menschen irgendwann so mit mitte dreißig die stadt verlassen und sich irgendwo hinverpieseln, wo sie nie, wirklich niemals, landen wollten. ich habe da ja wenig ahnung darüber aber es könnte schließlich sein, dass sie dann auch auf den dom gehen. achdumeinegüte. jedenfalls bin ich ja jenseits der mitte dreißig mit meinen 37 lenzen und durchaus bereit, mich neuen lebensphasen zu stellen. um dies mit einem augenzwinkern zu tun, werde ich ab sofort eine neue sprache lernen: domsprech

die heutige vokabel: tschautschü

gestern hörte ich es zum ersten mal und klassifizierte es als schwule abschiedsformel. heute hörte ich es gleich dreimal von menschen unterschiedlichster art. da aber heute sowohl ein schliddermann als auch eine schlidderfrau dieses absonderliche wort in den mund nahmen, sortierte ich es aus meiner schublade "schwul" doch in "domsprech" ein. manchmal liegt das ja nicht allzuweit auseinander. manchmal sind es beides gaby's. richtig verstanden habe ich es, als ein schlidderpärchen verabschiedete. sie sagte "tschautschü" und rollte mit den augen als sie ihre lippen zum kuss schürzte. er küsste sie mit einem kurzen knallenden geräusch und sagte "ciao tschüss". aha!

nimm das zurück

noch ein berlin-nachtrag. was ist denn heute vor mir los. escapismus. keine lust auf das richtige leben, lieber träumen?

jeden monat ein paar tage in berlin. das schrie förmlich danach, die band zu reanimieren. fünf jahre hatten wir zusammen musik gemacht. nicht schön, aber die leute und wir waren glücklich. nachdem ich vorher jahrelang versucht hatte ernsthafte musik zu machen,immer wieder mit mir gerungen hatte, ob ich vielleicht nicht doch genügend begabung hätte, sie zu meinem beruf zu machen, war ich in berlin endlich an dem punkt angelangt, wo ich loslassen konnte. erst, als ich den anspruch aufgab, fand ich die perfekte art und weise, mich musikalisch auszutoben: nimm das.

wir waren mehr als eine band. viele menschen. vier musiker, vier sängerinnen und vier sänger. und viele fans, die regelmäßig zu unseren konzerten kamen, nach den proben mit uns rituell tranken oder sogar mit nach hamburg zu unseren zwei gastspielen fuhren. wir probten fast jede woche. immer im sommer, nach den semesterferien war es schwer, wieder anzufangen. und trotzdem waren wir nicht totzukriegen. es kriselte immer wieder, menschen gingen und kamen. einer wurde sogar gegangen. man konnte nicht wirklich von allen sagen, dass sie begnadete musiker waren, aber jeder war wichtig und richtig. wir versuchten so zusammen zu sein, dass jeder so sein durfte, wie er wollte und ist. das ist wohl liebe und das spürten die fans.

souliger boygroupschlager mit disco und countryeinflüssen. 22 konzerte. bei den ersten konzerten diskutierten wir noch über den band namen. das zweite konzert bestritt "nimm das ex furcht". das dritte "gemischte sauna feat. nimm das". ich gebe zu, ich setzte mich penetrant durch, aber ich fand "nimm das" einfach zu schön. wir sangen ausschließlich deutsch. lieblingslieder mit eigenen texten. es gab keinen star - jeder war der star. wo wälzen sich sonst die sängerinnen vor dem gitaristen auf der bühne herum?

also ich vor fünf jahren nach hamburg zog, war es eigentlich schon mit der band vorbei. es war marode. immer schwieriger wurde es, die proben zu organisieren. der gitarist, der wichtigste mann, gab es doch fast keinerlei notation, war auf dem absprung. mein umzug war fast das ende. ein konzert im sommer darauf gab es noch. dann war es vorbei. doch in meiner kücher hängt seit dem das große plakat mit nimm das. das erste, was jeder bemerkt, wenn er meine wohnung betritt. für mich war die band nie ganz tod. die cd höre ich gerne beim putzen.

und jetzt "nimm das zurück". wenn nicht jetzt, wann dann. wir wußten, wir müssten den gitarristen überreden und wir wußten, dass es nicht leicht werden würde. ein kleiner trick und er kam. und schließlich lächelte er genauso glücklich wie wir alle. es fühlte sich so wunderbar an, die alten lieder zu singen und wie damals gemeinsam zu schwitzen. damals. ja damals, als wir in einem viel zu kleinen proberaum für so soviel leute, probten, zogen wir uns bis auf die unterwäsche aus, wenn es zu heiß wurde. wir löschten das licht, wenn nichts klappte und das half immer. mit fünf jahren abstand trauten wir uns das noch nicht. aber wir waren eins in unserem strahlendem lächeln. ich bin gespannt, ob und wie es weitergeht! nimm das zurück!

berlin nachtrag

wir saßen auf der uncoolen seite der kastanienallee. ich war ganz verwundert, trug doch mein begleiter weiße stiefel. ein merkmal, dass uns eindeutig für die andere straßenseite qualifiziert hätte. er war aber müde und wollte mit mir reden, weil wir uns schon lange nicht mehr gesehen hatten. da wäre posen und immer schauen, ob jemand interessantes vorbei kommt, zu anstrengend gewesen. so hatten wir einen schönen blick auf die schönere seite der kastanienallee und dachten uns unseren teil, wenn wir mal nicht miteinander sprachen oder der andere auf dem klo war.

mein bekannter hatte hunger. ich hatte wenig vertrauen in diesen laden. ich bin einfach zu arrogant. doch meine neugier siegte, wenn er sich zu einem "wurstsalat prenzlauer berg" entschließen traute, dann würde ich einfach das ekligste getränk wählen, dass ich auf der karte finden würde, denn ich war unentschlossen, wohin mich meine lust führen sollte. ich wählte: latte macchiato mit batida de coco. es war grauenvoll und kam in einer müslischale. ein ebenso unsäglicher trend aus den neunzigern wie der aktuelle, sich die finger an kaffee in gläsern zu verbrennen.

doch der wurstsalat toppte mein geschmackserlebnis. er kam in einem eisbecher serviert. sehr hübsch, dachte ich und versuchte angestrengt nicht zu lästern. man weiß ja nie, was in anderen städten gerade angesagt ist. mir wurde auch erst in münchen gezeigt, dass man zu heißen kaffee aus gläsern auch mit strohhalm trinken könnte.

"möchtest du mal probieren", fragte mein begleiter was ich mir natürlich nicht nehmen liess.
"oh mit ketchup" war meine prompte antwort, die den salat auch nicht besser machte. es war ein schöner abend auf der falschen seite der kastanienallee und in echt war die geschichte auch viel lustiger als aufgeschrieben.

Dienstag, September 06, 2005

my home is my castle

vielleicht ist es neurotisch. oder normal, wenn man lange alleine lebt und lange lange single ist. ich bin immerhin nicht mehr ganz so neurotisch wie zu den zeiten, als ich diplomarbeit schrieb: damals konnte ich noch nicht mal den gedanken ertragen, dass jemand auf meine toilette gehen könnte.

meine wohnung ist meine höhle. und ziemlich unordentlich. vom verschmutzten kühlschrank ganz zu schweigen. jemand in meine wohnung einzuladen finde ich zunehmend intimer. früher, ja früher, als ich in WGs lebte, da waren sowieso ständig fremde leute da. jetzt lebe ich seit 5 jahren wieder alleine. da ist es schon was besonderes, wenn jemand mir so nah kommen darf.

es ist ein netter anlass, aufzuräumen und das bad besonders gründlich zu putzen, wenn leute zum essen kommen. die küche darf dann ein paar spritzer haben, sie könnten ja auch aktuell sein. essensgäste habe ich gerne. es ist schön, in einer kleinen gruppe um den esstisch herum zu sitzen und zu palavern. schöner als in kneipen. und trotzdem treffe ich die meisten leute an öffentlichen, verrauchten orten - obwohl ich damals die wohnung so aussuchte, dass der große esstisch hineinpassen mußte.

in den letzten zwei wochen habe ich 8 nächte bei ihm verbracht. er schlief noch keine nacht hier. langsam ist es komisch. er war schon hier und theatralisch, wie das leben manchmal schlechter als in schlechten filmen spielt, war auf einmal das klo verstopft. er reagierte super, trocknete meine tränen und löste das beschissene problem. nur geschlafen hat er hier noch nicht. probewohnen war sozusagen noch nicht drin.

prokura nennt er es, wenn er mir erlaubt bestimmte dinge "einfach zu tun." es begann mit der heizung in seinem auto, ging weiter mit seinem kühlschrank, seinen handtüchernund sogar den schrank mit den süßigkeiten hat er mir gezeigt. ich habe eine klorolle von dem vorgesehenen ort geholt und in de klorollenhalter geklemmt und die geschirrspülmaschine eingeräumt. und er war immer noch nicht bei mir.

meine wohnung bin ich. und doch nicht. meine wohnung bildet meine vorstellung von wohnung vor fünf jahren ab. und dann noch ordentlich krempel drauf. all der krempel, der sich nun mal in fünf jahren ansammelt, wenn man lebt und auch noch dort arbeitet. die wohnung ist zu klein, um aufgeräumt zu sein, denke ich manchmal. menschen mit großen kleiderschränken und eleganten sideboards können einsame blüten in designervasen stecken und es sieht gut aus. bei mir würden sie kaum bemerkt werden.

es ist sehr intim, finde ich, wenn jemand hier schläft, einfach hier ist. komischerweise macht es mir bei besuch nichts oder nicht viel aus. liegt es daran, dass ich die leute in der regel schon jahrelang kenne? liegt es daran, dass sie sowieso als freunde nur einen teil von mir lieben und ich aber von IHM mit haut und haaren und meiner chaotischen wohnung dazu geliebt werden will?

Freitag, September 02, 2005

neuartiges problem

was soll man nur machen, wenn alles klappt? wenn alles gut ist? wenn alles so läuft, wie man es sich gewünscht hat? wenn alle bestellungen beim universum geliefert wurden? ein völlig neuartiges problem.

mein leben läuft. zum jahreswechsel 03/04 habe ich eine collage mit wünschen geklebt und es ist so gut wie alles in erfüllung gegangen. gut, barcelona und die ayurvedische kur fehlen noch aber das sind peanuts gegenüber über einem bestseller, neuen ideen und einem mann, der eine auf händen trägt.

nächste woche habe ich eine coachine, die ein ähnliches problem hat: alles ist beruflich perfekt. sie hatte jahrelang geackert und geschufftet und es lief mehr schlecht als recht. seit letztem sommer läuft es nun. traum-halbtags-job und vor freiberuflichen aufträgen kann sie sich nicht retten. ich bin gespannt auf das coaching und kündigte ihr schon an, dass ich im "fortsetzungsbuch" gerne anschließend ein kapitel darüber schreiben würde.

was macht man, wenn plötzlich alles perfekt ist? was macht man, wenn es läuft? wenn die welt auf eine reagiert ohne dass man verzweifelt an den türen kratzt? ein luxusproblem?

wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen