Dienstag, August 09, 2005

liebesdinge

ich wollte ja nicht nur über berufliches nachdenken und schreiben. zwei dinge beschäftigen mich derzeit sehr und machen mich froh.

berlin: am samstag geht es endlich los. ein jahr war ich schon nicht mehr da. seit dem ich berlin liebe, und das sind jetzt 13 jahre, ist das die längste zeit, die ich nicht in berlin war. mein patenkind wird 1 und ich habe es seit seiner geburt nicht mehr gesehen, ich schlechte patentante. ich freu mich, die menschen, die ich so gerne mag wieder zu sehen.

diesmal wird es anders. ich habe jetzt wieder einen koffer in berlin. eine halbe wohnung. wie es wohl sein wird? ob es sich wieder wie "zu hause" anfühlen wird? wie werden sich die kontakte zu den lieben entwickeln, wenn ich wieder häufiger da sein werde? werde ich es (organisatorisch) schaffen, regelmäßig meinen zweitwohnnsitz zu nutzen? und wird es uns gelingen, diese wunderbare band wieder zu beleben?

singen: und schwups bin ich bei dem anderen thema. als ich damals überlegte aus berlin wegzugehen, war das, was mich am meisten davon abhielt die band. ich habe schon immer in meinem leben musik gemacht. oft scheiterte ich an meinen hohen ansprüchen für die ich einfach nicht genügend talent hatte. mit der band fühlte ich mich oft am ziel. dort angelangt, wo es für mich gut war. gut, die ganze gruppendynamik rund um 4 sängerinnen, 4 sänger und 4 musiker war schon ziemlich anstrengend, aber die gut besuchten konzerte, die momente, wenn jemand sagte, dass wir ihn mit unserer musik glücklich machen würde, waren den ganzen stress wert. was habe ich es geliebt. als ich wegging war klar, dass dies der todestoß für die band wäre. ich redete mir damals ein, dass es ein befreiender stoß wäre, denn wir waren schon am bröckeln; nach 4 jahren und 22 konzerten.

in hamburg dauerte es lange, bis ich wieder "schöne musik" fand. seit 4 jahren singe ich in einem pop-und-jazz-chor. das ist ganz nett aber musikalisch keine größere herausforderung. in den letzten jahren war vor allen dingen eine gute gelegenheit für mich, einmal die woche unter männern zu sein, da ich ja sonst fast nur noch kontakt mit frauen hatte. während der zu langen sommerpause formierten wir uns in den letzten jahre stets als combo. vor zwei jahren zu 12, letztes jahr 8 und dieses jahr sind wir ein quartett. wir werden auf einem netten fest auftreten und trotzdem ist es ein ehrgeiziges ziel. wir proben derzeit dreimal die woche und ich übe jeden tag mindestens eine stunde. arme nachbarn. es ist schon etwas anderes vierstimmig im quartett zu singen und das bei nicht gerade einfachen arrangements. aber es ist gleichzeitig auch toll, wie uns der ehrgeiz und die freude am singen verbindet.

schon komisch, dass ich gerade nach berlin "zurück pendele" wo ich in hamburg beginne, mich musikalisch aufgehoben zu fühlen. von den wertvollen beruflichen kontakten, die sich mehr und mehr entwickeln, ganz abgesehen.

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen