Mittwoch, August 17, 2005

ernüchterung

der erste freudentaumel ist vorbei. ich bin irritiert. es hat sich so viel verändert. es ist mir zuviel "fun". zu viele cafés zu viele unnütze-dinge-läden, zu viele wahnsinnig originelle menschen auf den straßen.

es fühlt sich an wie ein spagat - als zwillinge irritiert mich das nicht wirklich - ich sehe so viel, was ich liebe, was mein herz zum klingen bringt und gleichzeitig bin ich irritiert.

gestern ein essen mit freunden. mir fiel auf, wie selten ich in hamburger wohnungen bin. man trifft sich dort mehr im öffentlichen raum. gemeinsames kochen, heiße diskussionen. ich liebe an meinen berliner freunden, dass sie die welt kritischer sehen und mut zu utopischen träumen haben. dass sie mich auf den boden zurück holen, wenn ich zu geschäftsmäßig werde. aber ich weiß auch, warum ich gegangen bin. es gibt hier zu viele leute, die vor lauter alten träumen nicht mehr in der lage sind, ihre nicht funktionierende strategie des "mehr vom selben" zu ändern. ich mußte damals weg gehen, um erwachsen, erfolgreicher und ein bißchen mehr ich zu werden. jetzt sehne ich mich nach der unbeschwertheit der jugend unter schwierigen bedingungen. nach mehr oder weniger freiwilligem bohéme-leben, dass eigentlich so gar keine ist. ich bin irritiert.

wenn ich aber mit dem rad durch berlin fahre, dann fühlt es sich schon toll an.

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen