Samstag, August 06, 2005

bekloppt statt bescheiden

manchmal zweifele ich wirklich an mir. und zwar in den momenten, in denen ich erkenne, dass es ausnahmsweise keinen grund zum an mir zweifeln gibt, weil das schon alles ganz gut ist, so wie es ist. leider erkenne ich das nicht selbst. dazu brauche ich hilfe von außen. am besten mehrmals täglich und am allerliebsten von selbstgewählten autoritäten. denn so einfach so glaube ich das nicht irgendwelchen hergelaufenen freunden, wenn sie mir versichern, dass ich toll sei.

gestern: es fielen die hübschen wörter "bestseller" und "du fängst doch nicht bei null an" und mein liebstes "schriftstellerin". ich nehme die ja nicht so gerne in den mund, diese wörter. das letzte geht schon ganz gut, auch wenn es etwas altmodisch ist und alle welt von autorin redet. aber das erinnert mich zu sehr an auto und daran, dass mein lebenstandard eher studentisch ohne auto als bestsellerautorinnenlike ist.

es ist, als hätte ich ein ganzes jahr in klausur gelebt. seit den tränen und der erschöpfung vom juni 2004, saß ich in meiner dachbutze, sortierte mich neu, schrieb mal eben 500 seiten und versuchte wieder zu kräften zu kommen. jetzt scheint es an der zeit zu sein, wieder ins licht zu treten. es ist immer noch nicht so, dass ich allzu große lust hätte, mir strategische gedanken zu machen. das habe ich ein ganzes jahrzehnt gemacht und so richtig gebracht hatte es auch nichts. aber irgendwie ändert sich gerade etwas.

die entscheidung ist getroffen. damit wird recht bald eine zeitplanung für die nächsten monate konkret. und es wird klar, was nächsten sommer sein könnte. dann sollte ich mich endlich entscheiden, was ich dann machen möchte. merkwürdigerweise deuten sich solche entscheidungen schon an. ganz tief aus dem bauch heraus, wenn mir das neue buchcover vor augen erscheint, ich über das farbspiel kichere und denke, dass sich da ein kreis schließt, den ich eigentlich gar nicht so deutlich sehen wollte. sollte am ende doch alles gut werden?

verdammt, ich wollte doch zwillinge machen und nicht ständig über das berufsleben nachdenken!

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen