Montag, Juli 25, 2005

schwierig

(achtung, etwas eklig. nicht beim frühstück lesen)

die kompliziertheiten des lebens lassen nicht nach. gut, ich weiß jetzt, wie man ein schloss auswechselt, doch das leben hält immer wieder neue überraschungen bereit. nachdem ich meine faulheitsperiode tatsächlich mit aussitzen überwunden, mein badezimmer geputzt, die steuerunterlagen fertig und auch blöde textkorrekturen gemacht hatte, war das klo im frischgeputzen bad verstopft. na super!

ich fragte mich, wie dieses ding heißen möge, mit dem man ein verstopftes klo repariert. dieses gummiding, meist in rot, auf einem stil. gelb orange würde in meinem bad allerdings hübscher aussehen. nun ja, man kann nicht alles haben. so lange es nicht von philip starck designed ist oder so lustig aussieht, wie die vibratoren der fun factory! jedenfalls fragte ich mich, in welchen läden man so ein ding kaufen könnte. ich ging im geiste durch meinen stadtteil und schüttelte den kopf. mir fiel einfach kein laden ein, der so etwas im sortiment haben könnte. fragen konnte ich ja auch niemanden, schon gar nicht meinen treuen freund das internet, weil ich ja nicht weiß, wie so etwas heißt.

ich darf es eigentlich niemand verraten, weil mir sonst alle verehrer, die sonst liebend gerne mein leben retten, den rücken zu kehren. aber ich bin total erwachsen und habe das problem selbst gelöst. einen verehrer mag eine frau ja wegen eines verstopften klos auch nicht wirklich fragen. es sah nicht schön aus und frau will ja, dass ein verehrer eine für ein überirdisches wesen hält. also ging ich es selbst an.

ich hatte lust auf einen kaffee und der tee war auch schon fertig gekocht. mir war klar, dass ich nicht beides zu mir nehmen könnte, ohne vorher das toillettenproblem gelöst zu haben. aber ich hatte lust auf einen lecker schaumigen milchkaffee, also dachte ich darüber nach, wie diese gummidinger wohl funktionierten. es schien ja ein ganz einfaches prinzip zu sein. ich hatte eine idee. wenn es um unterdruck ging, dann lag es wohl am stoßen. das erinnerte mich an eine mir liebe sache. ich beschloss, dass es kein großes finanzielles und ekelrisiko wäre, es mit der klobürste zu versuchen. es war allerdings schon ein ekelrisiko. aber es funktionierte. juchhu. tatsächlich, es entstand ein sog, der alles mit in die tiefen zog. und während ich dies hier schreibe baut sich auch der ekel langsam ab, so dass ich nun endlich den kaffee kochen kann.

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen