Donnerstag, Juni 02, 2005

mein tag

letztes jahr um die zeit, waren die tränen für tage nicht zu stoppen. wie gut, dass dieses jahr wirklich alles anders ist. wer hätte das gedacht. wie schön!

es ist skurril den geburtstag im haus der eltern zu verbringen, das nicht mein elternhaus ist, da ich dort nur wenige monate lebte. ob ich wohl mit gesang und kuchen geweckt werde wie früher? und wie seltsam, abends mit freunden zu feiern, mit denen ich vor 15 jahren ähnliche wege einschlug, um heute festzustellen, wie anders und gleichzeitig lieb sie mir immer noch sind. jedes gespräch bringt viel nachdenken. welch wertvollen geschenke. ein bißchen trauer mischt sich in die verwunderte freude: wenn der geburtstag der tag ist, an dem die menschen, die mich mögen feiern, dass es mich gibt, dann ist es umso trauriger, dass der, an den ich am meisten denke, wohl noch nicht einmal weiß, wann meiner ist. doch welch nebensächlichkeit im vergleich zu den tränen des letzten jahres!

edit
der erste mann, den ich an meinem geburtstag dieses jahr sah, konnte mir nicht gratulieren, weil ich exakt um 12 in die strassenbahn stieg. er erinnert mich so verdammt an das schweigen im walde oder vice versa. der zweite mann, der mich per sms weckte und der dritte mann, der mit mir das erste stück kuchen aß, heißen genauso wie das schweigen im walde. nur von dort schweigt es leider weiterhin. es ist nicht leicht
/edit

die zwei größten geschenke, die ich mir im vergangenen lebensjahr selbst gemacht habe, ist mein vertrauen in mich und der wunsch nach nähe, die so sehr gewachsen sind, dass immer öfter die angst besiegt wird. das ist die tränen des letzten jahres allemal wert.

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen