Montag, Mai 16, 2005

verständnis

es scheint, als stünde ein lernschritt zum thema "verständnis" an. mir ist seit längerem bekannt, dass ich zu wenig widerwort gebe, zuviel in mich hineinfresse, zuviel mit mir machen lasse. das ist schlecht, weil ich dann zuviel unmut auflaufen lasse, der dann nur noch durch kontaktabbruch zu lösen ist. früher grenzen ziehen und streiten wäre besser. soviel zur theorie.

in der praxis ist es so, dass ich häufig manövriermasse bin. ich liebe meine zeitautonomie. aber für freunde und bekannte bedeutet dass, das ich eigentlich fast immer zeit habe und sie termine mit mir beliebig hin und herschieben können. das ist an sich ok, denn die meisten haben ein restriktiveres leben als ich. es fängt dann an, nicht mehr in ordnung zu sein, wenn dieses hin- und herschieben in mangelnde wertschätzung mündet. leider sind die grenzen fliessend.

meist habe ich verständnis für die vielen wichtigen gründe und trotzdem fühle ich mich latent schlecht dabei. ich würde auch zu gerne mal ein wichtiger grund sein.

ich werde in zukunft genauer hinschauen, wo jemand wenig wertschätzend auf mir herumtrampelt, nur weil es für ihn oder sie bequem ist. dabei werde ich nicht zu einer anspruchsvollen zicke mutieren. aber ich werde meine prioritäten genauer definieren und mit meiner zeit und meinem verständnis restriktiver umgehen. jawohl!

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen