Dienstag, Mai 31, 2005

eigentlich begeistert

ich mag keine internetcafés mit lärmenden fremdländischen männern um mich herum. die sind noch schlimmer als die jungs, die webcamflirten und sich darum streiten, wer der "großmeister von schwanheim" in irgendso einer comunity ist. arrrg. es wird zeit, dass ich wieder nach hause an meinen ruhigen netten computer fahre.

dabei wollte ich doch nur notieren, dass meine agentin vom manuskript begeistert ist. juchhu!

Montag, Mai 30, 2005

irgendwie fast normal

kaum habe ich wieder menschen um mich herum, blogge ich nicht mehr. sind blogger alles einsame menschen? jedenfalls muß ich mich nicht mehr um den hund kümmern. fein. eine freundin meinte, dass das eine probezeit als alleinerziehende mutter war. ich wußte schon immer, dass ich nicht alleinerziehende werden wollte.

dem klumpfuß geht es wieder besser. auch wenns natürlich noch nicht perfekt ist. es schmerzt und juckt nicht mehr so. an meinen auffenthalt hier habe ich mich gewöhnt. manches ist zur normalität geworden. schon komisch, mehrere wochen in der heimatstadt zu verbringen. viele interessante gespräche und ich fürchte, ich babbel wie verrückt hessisch.

irgendwie fühlt sich gerade alles ziemlich normal an. das schweigen im walde, schweigt zwar weiter mit kleinen ausnahmen und trotzdem macht mir das derzeit nicht so viel aus. wenns halt gerade nicht der richtige zeitpunkt ist, dann ist verzweifeln letztlich zeitverschwendung. also arbeite ich einfach vor mich hin, trinke ebbelwoi, unterhalte mich nett und warte, bis es juni ist. alles irgendwie fast normal.

Mittwoch, Mai 25, 2005

nicht kairos

tränen, aber immerhin klarheit. es scheint nicht der falsche mann sondern nur der falsche zeitpunkt. ist das ein trost? nein. es ist kein trost. es wäre leichter, auf ein arschloch zu fluchen.

Dienstag, Mai 24, 2005

vollbracht

es ist vollbracht. eben habe ich "das fortsetzungsbuch" an meine agentur gemailt. gestern abend wollte ich es schon tun, aber der webmailer streikte und plötzlich fehlte mir die mailadresse. ich nahm das als schlechtes omen und fand das manuskript auf einmal total schlecht. aber sie war jung und brauchte das geld. also habe ich es im zarten alter von 36 jahren einfach abgegeben.

ich bin ja soooo gespannt, was die welt im allgemeinen, meine agentin im speziellen und die verlage im monetären davon halten.

Sonntag, Mai 22, 2005

schön

"wenn du schon auf den mund fallen mußt, wieso dann nicht auf meinen".

eigentlich bin ich ja eher "generation nena" als "generation wir sind helden". aber ich höre das lied nur ein wort trotzdem gerne, laut und, zum leidwesen der nachbarn, ständig. jaja...

was soll ich auch sonst gegen das schweigen im walde tun? damit die nachbarn nicht völlig am rad drehen (hier gilt ja der geheiligte sonntag noch was, glücklicherweise ist das internetcafé pakistanisch), höre ich zwischendurch immer dreimal diese neue-männliche-nora-jones-CD von diesem reizendem hawaianischen surfer jack johnson . wahrscheinlich kann ich die cd in zwei wochen sowieso nicht mehr hören, weil sie in jedem café läuft. zwischenzeitlich kann sie aber entspannend wirken, wenn frau mit klumpfuß und einem "tiefgespritzde äppler" auf dem balkon sitz, liest und immer mal die großen tannen beobachtet und über das schweigen im walde sinniert.

Samstag, Mai 21, 2005

bessere gefühle

ich krieg mich langsam wieder ein. allerdings brauchte ich jemand, der mir sagte, was ich zu tun hätte, der mich zum orthopäden schickte, der sagte, ich dürfe so lange nicht schreiben bzw. mich schreibmäßig unter druck setzen, bis es mir besser ginge. manchmal ist es leichter brav zu ein, also tat ich, wie mir geheißen.

ich genieße die zeit ohne hund. diese freiheit! ich genoß es, auszuschlafen und mal nicht von heulen geweckt zu werden. ich genieße das alleinsein. ich genieße es, dass die phasen, in denen der schmerz abwesend ist immer länger dauern.

gestern hatte ich sogar eine idee und das dazugehörige gute gefühl für ein neues buchprojekt. also kann ich jetzt wieder loslegen: das fortsetzungsbuch endlich fertig machen, dann die rahmenhandlung für das andere buch umsetzen, die in meinem kopf von der grundaussage her klar ist und nebenher spannende kaffeetrinkgespräche als recherche für das neue buchprojekt machen. wie schön, dass die energie wieder da ist und wie beglückend, dass immer neue ideen nachwachsen.

dem schweigenden wald habe ich gesagt, dass ich lieber eine pause will, statt verzweifelt in den selbigen hereinzurufen, ohne antwort zu bekommen. jetzt gehts mir besser.

die gute louise würde ohnehin sagen, dass ich gedanklich schon wieder viel zu viel schritte voraus wäre. mit dem klumpfuß kann ich ohnehin nur langsam machen. und oh wunder, es ist mir tatsächlich egal. die chancen stehen 50:50, dass es der richtige ist. und unter "dem richtigen" mache ich es sowieso nicht. also kann ich endlich loslassen und beginnen, mich wieder auf mich zu konzentrieren. dafür humpele ich fast gerne noch ein paar tage herum.

Donnerstag, Mai 19, 2005

bänderanriss - think positiv

ja, wenn man es positiv sieht, ist es kein bänderriss. das halbvolle glas wasser, blabla. aber eigentlich wußte ich das schon, denn am gleichen sprunggelenk (ja, so heißt der knöchel auf fachmännisch) hatte ich vor 24 jahren einen bänderriss und das tat noch viel viel mehr weh. meine güte: bin ich alt!

in zwei wochen heiratet eine freundin. ob ich das fesche kleid wohl mit feschen schuhen anziehen kann? ich hab da so meine zweifel.

aber dafür tuts mit dem mörderverband (der glücklicherweise keine "fescher schuh" ist, wie mein freund g. prophezeite) nicht mehr so weh. schon schön.

klumpfuß

heulendes elend in isolationshaft mit klumpfuß. so könnnte man mein leben derzeit beschreiben. autofahren ist wohl zu gefährlich. ich kann nicht wirklich hart bremsen. ich tus aber trotzdem, denn ich bin am arsch der welt. wenn ich es nicht täte, würde ich vereinsamen und verhungern. ich fühle mich, als wäre ich es bereits.

Mittwoch, Mai 18, 2005

die nächsten schritte fallen schwer

so ein mist. heute morgen. drama im wald. überall polizei. ein bankraub. das dorf hat da die nächsten tage was zum sprechen. mein problem: ich musste beim joggen den hund an die leine nehmen. der doofe köter. irgendwas sah er auf der anderen seite, kreuzte meinen weg und riss mich um. ich fiel ungünstig. mein knöchel ist dick und tut unglaublich weh.

ich hatte weiche knie und heulte. schleppte mich nach hause, um weiter zu heulen. mein pflichtbewußtsein überlegte, wie ich das problem lösen könnte. meine eltern hatten zwar x notfall-lösungen organisiert, wenn dem hund was zustoßen könnte, aber niemand dachte daran, dass mir etwas passieren könnte. was sollte ich nur tun. der knöchel schwoll von minute zu minute mehr an. sollte ich ins krankenhaus fahren? und wenn ja wie? ich rief beim hausarzt an. pragmatische antwort. wenns geschwollen wäre und ich drauf stehen könnte, dann würden die beim röntgen sowieso nichts sehen. so mag ich ärzte.

und nun? ich habe keine ahnung, wie ich die hundebetreuung organisieren soll. es tut unglaublich weh und fesselt mich noch mehr in diesem scheißkaff. na super. noch eine ganze woche! wenigstens mal wieder ein grund zum heulen.

Dienstag, Mai 17, 2005

immer im kreis herum denken

als ich mit dem hund durch den wald radelte fragte ich mich, ob ich vielleicht ein außergewöhnlich großes bedürfnis nach sicherheit hätte. ob ich wertschätzung oder mehr noch, liebesbeweise brauche, weil ich mich unsicher fühle. ich dachte im kreis herum (nicht wirklich verwunderlich, wenn man bedenkt, dass ich kreisförmig um die wiese radelte). woher kommt meine ewige unsicherheit? warum brauche ich so viel bestätigung?

dann dachte ich an die freundin, über die wir mittags sprachen. ich versuchte immer, ihre "beste freundin" zu sein. und immer dann, wenn ich mich besonders bemühte und besonders viel von ihr erwartete, zog sie sich zurück. in anderen momenten war sie unendlich großzügig und liebevoll. menschen geben meist lieber freiwillig. also dachte ich mal wieder "ruh in dir selbst, denk an die nana. beschäftige dich mit dem, was dir lieb ist. gewinne sicherheit aus dir selbst ..." blabla.

aber dann sagte carrie bei sex and the city "das wars", als mr. big nicht über die lippen brachte, dass sie die einzige für ihn wäre. sie weinte acht tage und glaubte anschließend an sich selbst. weil sie es sich wert ist. und jetzt sagt bitte nicht, dass das nur fernsehen ist.

es gibt doch noch veränderung

eben habe ich kaffe mit meinem "besten freund" getrunken. diese attribute haften ja irgendwie, auch wenn sie sich überholt haben. jedenfalls ist es ein alter freund. wir kennen uns aus der studienzeit und pflegten damals als flotter dreier regelmäßige philosophische trinkgelage. es ging irgendwie immer um den sinn des lebens. wir hatten oft das gefühl, antworten zu finden. leider konnten wir uns am nächsten morgen nicht mehr an diese erinnern. dieses "auf der suche sein" verband uns ebenso wie die sehnsucht "irgendwie anders" sein und "niemals erwachsen-spießig" werden zu wollen.

die freundschaft plätscherte sich in den letzten jahren etwas aus. ich konnte seine freundinnen nicht mehr wirklich auseinander halten, weil ich das gefühl hatte, er tauschte das leasingmodell regelmäßig gegenüber einer jüngeren aus. vielleicht sahen wir uns seltener, weil ich zu wenig interesse an den aktuellen damen hatte. vielleicht lag es auch an anderen gründen. jedenfalls wohne ich schon seit 11 jahren nicht mehr in dieser stadt.

früher trafen wir uns meist zu dritt. so richtig harmonisch war es selten. streit gab es oft. meist zwischen uns frauen und der kerl stand schweigend in der ecke. manchmal fragten wir uns, warum er überhaupt dabei war. doch irgendwie brauchten wir ihn auch. auch zweierkombis unseres dreiers gab es immer wieder. in den letzten jahren wurde der dreier immer seltener.

die eine bekam im sommer ein kind. ich kann sie mir so wenig vorstellen mit kind auf dem arm. kenne ich sie doch besser mit einer zigarette in der hand und einem glas wein in der anderen. doch einiges ist anders geworden. nur in meinen kopf passt es noch nicht. ich gewöhnte mich daran, dass die kontakte seltener wurden. neue leute kamen in mein leben. manchmal fragte ich mich, ob es nur ein festhalten an liebgewordenen traditionen ist. oder gibt es wirklich noch dieses warme verbindende gefühl?

vorhin beim kaffee und den "was machst du jetzt so"-gesprächen. wir sprachen über die möglichkeit kinder zu bekommen. wer hätte das gedacht? ich war gerührt und bin es noch. wenn selbst der mann mit dem grauen jacket, der immer fliehen mußte, wenn eine frau einen kinderwunsch äußerte, wenn selbst dieser mann nun die möglichkeit von kleinen schreihälsen und einem wohnen außerhalb der stadt in betracht zieht, dann ist veränderung doch möglich. dann fällt es mir auch leichter, meine eigenen wundersamen, neuen wunschvorstellungen zu verstehen und anzunehmen.

service

frauen sind schlicht. sie brauchen mehrmals täglich eine kleine dosis aufmerksamkeit. männer sind oft sehr beschäftigt. deswegen an dieser stelle ein kleiner copy-and-paste-service:

O ich bin so froh, dass es dich gibt

O ich vermisse dich. ich weiß auch noch nicht, wann wir uns wiedersehen können, aber ich werde dir ganz bestimmt am x. sagen, wann es endlich möglich ist.

O ich denke ständig an dich und an die schönen stunden, die wir miteinander verbracht haben.

O ich denke ständig an dich und deinen wunderschönen körper

O ich denke ständig an dich und deine sexy stimme, die mich immer ganz wuschig macht.

O ich kann es kaum erwarten, dich wieder zu sehen

O du bist eine wundervolle frau

naja, ich hab nicht so viel davon in letzter zeit bekommen, deswegen fallen mir gerade nicht mehr formulierungen ein. vielleicht den geschätzten lesern?

bin ich zu romantisch? habe ich zu schlechte bücher gelesen oder filme gesehen? ist das zu viel verlangt? ok, ok im punkt zwei kommt die projektmanagerin in mir heraus. aber ich kann wirklich warten, wenn das warten ein ende hat.

der hund tut mir nicht gut. ich habe zu viel zeit zum nachdenken. er antwortet auch nicht. stinkt nur vor sich hin. ich bin immer noch traurig.

Montag, Mai 16, 2005

verständnis

es scheint, als stünde ein lernschritt zum thema "verständnis" an. mir ist seit längerem bekannt, dass ich zu wenig widerwort gebe, zuviel in mich hineinfresse, zuviel mit mir machen lasse. das ist schlecht, weil ich dann zuviel unmut auflaufen lasse, der dann nur noch durch kontaktabbruch zu lösen ist. früher grenzen ziehen und streiten wäre besser. soviel zur theorie.

in der praxis ist es so, dass ich häufig manövriermasse bin. ich liebe meine zeitautonomie. aber für freunde und bekannte bedeutet dass, das ich eigentlich fast immer zeit habe und sie termine mit mir beliebig hin und herschieben können. das ist an sich ok, denn die meisten haben ein restriktiveres leben als ich. es fängt dann an, nicht mehr in ordnung zu sein, wenn dieses hin- und herschieben in mangelnde wertschätzung mündet. leider sind die grenzen fliessend.

meist habe ich verständnis für die vielen wichtigen gründe und trotzdem fühle ich mich latent schlecht dabei. ich würde auch zu gerne mal ein wichtiger grund sein.

ich werde in zukunft genauer hinschauen, wo jemand wenig wertschätzend auf mir herumtrampelt, nur weil es für ihn oder sie bequem ist. dabei werde ich nicht zu einer anspruchsvollen zicke mutieren. aber ich werde meine prioritäten genauer definieren und mit meiner zeit und meinem verständnis restriktiver umgehen. jawohl!

wald- und wiesenflirten

heute morgen bemitleidetete mich mich noch, dass sich derzeit keine männer für mich interessieren. wie auch, ich bin ja nur im wald und bemitleide mich. ausschließlich hunde rennen begeistert auf mich zu und lecken an meiner linken hosentasche. jaja, die wissen, wo die leckerlis sind und fordern sie ungeniert ein. das mag ich allerdings genauso wenig wie das beherzte schnauze in den schritt stecken.

vorhin mein erster wald-und wiesenflirt. der hund rannte entgegen meiner anweisungen in den wald. er soll auf der wiese bleiben, die jungtiere, sie wissen schon. ein anderer hundebesitzer kam mir entgegen, sein blick ruhte wohlgefällig in meinem ausschnitt während er sagte "der lebt wohl gerade wieder seinen jagdtrieb aus. das kenne ich."
"ach," antwortete ich "das machen sie auch öfters?" der mann hüstelte verlegen und ging schnell weiter. ich war wohl zu stürmisch dabei, meinen jagdtrieb auszuleben.

doofe gefühle II

ich betäube meine traurigkeit mit lesen und käsekuchen. ich inhaliere bücher, um nicht nachdenken zu müssen. wenigstens scheint die sonne. immer wieder laufen mir stumme tränen über die wangen wie bei einem gefälschten heiligenbild. ich habe keine kraft mehr, verständnisvoll zu sein.

wenn ich doch wenigstens zweifeln könnte! aber es sind keine zweifel da. nur traurigkeit darüber, dass ich nicht so behandelt werde, wie ich es verdient habe. und traurigkeit darüber, dass es mich so umhaut. wie gerne würde ich mich selbstvergessen meinen arbeiten widmen, die getan werden müssen, wenn ich mir nicht eine menge probleme aufhalsen will. aber wie soll ich mit dieser tiefen traurigkeit mutmachende bücher schreiben. das ist zum verzweifeln!

Sonntag, Mai 15, 2005

doofe gefühle

ich bin ständig müde. aber ich weiß, dass es keien müdigkeit ist. es ist hunger. ich bin müde, ständigt zu versichern, dass es mir nichts ausmacht. ich habe hunger nach bestätigung, nach wertschätzung. es fühlt sich doof an.

ich habe verständnis, wohlwissend, dass mein verstand kapiert, was mein herz einfach nicht nachvollziehen kann. scheiß verstand.

ich habe sehnsucht. sehnsucht danach, ganz normal verliebt zu sein. würde ich mir unsicher sein, dass es nicht funktionieren könnte, dass er nicht der richtige wäre, könnte ich ihn leichter haken und mich an meine ratschläge halten. der nächste bitte.

ich sitze hier und fühle mich alleine und traurig. es fühlt sich einsamer an, als allein zu sein. es fühlt sich doof an.

wenn ich durch den wald gehe, laufen mir stumme tränen über das gesicht. ich weiß, es ist der heuschnupfen. lieber wäre es mir, wenn ich weinen würde.

Freitag, Mai 13, 2005

modernes deutschland

in dem dorf, eigentlich ein vorort einer bundesdeutschen großstadt, in dem ich mich derzeit aufhalte, hat der fortschritt bereits einzug gehalten. zwei internetcafés gibt es. hingegen mein versuch radicchio zu kaufen scheiterte. "wasn des. nee sowas ham wir hier nett" oder auch "raditscho, ja des hab isch schon mal gegesse. nee, das esse die hier nett." schade.

dominanz und so

der geliehene hund und ich raufen noch darum, wer das alphatier von uns beiden ist. irgendwie mag ich diese dominanzgesten nicht. ich bin wohl kein hundemensch, auch wenn ich ständig über ihn lachen muss. ich sollte das wohl noch ein bißchen lernen, bevor die zwillinge kommen.

Mittwoch, Mai 11, 2005

zauberei

zaubern ist gar nicht so einfach. vierzehn tage lang jeden tag eine verzauberte kerze abbrennen lassen und dabei immer wieder die wünsche zu visualisieren. kein mensch hat mir gesagt, dass die blöden dinger 8 stunden brennen. ich habe zauberstress. dann die anweisung, dass sie ganz runter brennen soll. gilt es, wenn das zeitsparende teelicht auf halber höhe verreckt oder muß ich dann noch mal von vorne anfangen? die stabkerze von vorgestern, die ich gestern noch weiter abbrennen wollte, zersprengte auf den letzten zentimetern den schönen rosa kerzenständer wegen überhitzung. meine güte, ich habs nicht so mit dem geld. die geldzauberei ist etwas mühsam. ich muß meine freundin die hexe mal ansprechen, ob es nicht instant-turbo-zauber gibt. das wäre eine marktlücke.

aber es funktioniert schon irgendwie magisch. ich habe ganz beglückt gestern festgestellt, dass meine steuerberaterin mitgedacht hatte, wo ich mich gescheut hatte, dem unangenehmen ins auge zu sehen. dafür bezahle ich sie gerne!

eben habe ich noch eine freundliche mail von der bank. auch dieses problem war gar kein problem. die wollten mir was verkaufen und nicht böse ins gewissen reden. gut. vielleicht funktioniert der geldzauber ja doch besser und schneller als ich mir dachte ....

Montag, Mai 09, 2005

die neue leichtigkeit

"und sprich nur ein wort, so wird meine seele gesund" oder so ähnlich murmeln die doch in der katholischen kirche. ich kann mich nicht mehr so recht erinnern, ist es doch jahre, nein jahrzehnte her, dass ich dort war. aber genauso fühlt es sich an nach unserem telefonat. die schwere ist von mir abgefallen. ich strahle leicht und fluffig vor mich hin. wohlwissend, dass probleme dadurch nicht gelöst werden, aber wenn das schwere leichter wird, wenn es geteilt wird, dann lohnt sich das bangen rund um das thema nähe doch. und irgendwie bin ich mir ganz sicher.

Sonntag, Mai 08, 2005

muttertag

ich weiß, die kaltmamsell wird mit den augen rollen und diverse freundinnen auch. ich weiß auch, dass das so nen naziding ist mit dem muttertag und ich möchte ja auch kein bundesverdienstkreuz. aber verdammt noch mal, nächsten monat werde ich 37 und ich will jetzt auch mal nen dicken bauch durch die gegend recken und ich möchte zwei ganz reizende zwillingsmädchen, die mir scheußlich gebastelte dinge zum muttertag schenken. jawohl.

Samstag, Mai 07, 2005

unkonzentriert

ach, könnte ich mir nur mal für ein paar tage den tunneblick der männer ausleihen. ich bin so unkonzentriert. 1000 mal am tag checke ich mein mailpostfach, auch wenn zur abwechslung mal kein kleiner briefumschlag in der taskleiste angezeigt wird. der computer könnte sich ja irren. meist wird aber einer angezeigt, denn die spammer schlafen nicht. verdammt, ich wäre so gerne produktiv, aber ich bekomme es nicht hin. noch nicht einmal das aufräumen. und der steife nacken geht mir verdammt auf die nerven.

steifer hals

louise, louise, meinen sie wirklich, dass mein steifer nacken bedeutet, dass ich mich weigere, die andere seite einer angelegeheit zu betrachten? dass ich stur, unbewegt und hartnäckig bin?

ach, louise, es war so schön, mal wieder neun stunden am stück zu schlafen. der preis dafür ist dieser fiese verspannte nacken, der mich nun schon seit 3 stunden vom schreiben abhält. dabei habe ich eben mit meiner agentin telefoniert, die mich mal wieder mit mehr als nur kleinen dollarzeichen in den augen motivierte.

aber gut, louise, dann schaue ich mir die affirmationen eben an und lasse sie mir auf der zunge zergehen.

"Mit Flexibilität und Leichtigkeit betrachte ich alle Seiten einer Sache. Es gibt unendlich viele verschiedene Möglichkeiten, etwas zu tun und zu sehen. Ich bin in Sicherheit"

erinnert mich irgendwie an die nana. meine güte, meike, vertraue doch einfach darauf, dass alles gut wird!

Freitag, Mai 06, 2005

geduldsnovizin

wenn ich in den wald hineinrufe und nichts zurück kommt, dann muß ich in mich hineinhören, um zu verstehen, was sache ist. wenn ich in mich hineinhöre, dann finde ich hinter der ungeduld und den vielen anderen gefühlen, die mich verwirren, zuneigung, lust und neugier. ich glaube das reicht, um etwas geduld zu entwickeln und die hand zu reichen.

schwach und noch viel mehr

ich fühle mich schwach und traurig. ein bißchen körperliches unwohlsein ist dabei. ansonsten bin ich selbst verwirrt von diesen launen. nähe macht empfindsam. es ist, als würden gefühle bei mir hochkommen, die ich gar nicht wirklich kenne, weil ich sie so lange weggepackt hatte. es ist bedrohlich, ich kenne mich selbst nicht mehr. dort wo die aufregung ist, findet lernen statt. warum muß das dann aber so traurig sein? ist traurig eigentlich das richtige wort? enttäuscht? unsicher? einsam? verlassen? ich fühle mich so hilflos. wortlos. ich kann es nicht beschreiben.

die lust auf schokolade oder anderen süßigkeiten lässt mich nervös durch die gegend tigern. weitesgehend bleibe ich stark. ich weiß, dass die drogen nicht den hunger stillt, den ich wirklich habe. die sehnsucht. nur kleine zeichen von zuneigung könnten ihn stillen, diesen unbändigen hunger.

die mäßigkeit, die mäßigkeit. die nana könnte noch so groß sein und direkt vor meinem schreibtisch stehen und ich könnte sie nicht sehen, könnte sie nicht verstehen. verdammt, verdammt, es fällt mir so schwer, in mir zu ruhen. geduld zu lernen und zu vertrauen.

Sonntag, Mai 01, 2005

fast geplatzt vor glück

die sonne scheint, ich trank den weltbesten milchkaffee (den ich derzeit kenne) in meinem lieblingscafé, immer wieder sehnsüchtig verträumt und doch auch fleissig.ich arbeite an dem manuskript, dass mal ein verdammt gutes buch werden wird. ein buch, das anderen hilft und gute gefühle gibt. was will ich mehr. ich bin fast geplatzt vor guter energie. also versuchte ich sie telepatisch dorthin zu schicken, wo sie gerade gut gebraucht wird. ich hoffe, sie ist angekommen.

wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen