Samstag, April 30, 2005

erstaunen

ich bin so verwundert, so erstaunt. kenne mich gar nicht mehr. alles ist so anders. so ganz anders als vor einem jahr.

die prioritäten haben sich verschoben. vor einem jahr der rausch des erfolges begleitet mit ähnlicher verwunderung. heute ruhe und ganz andere sehnsüchte. sehnsucht nach ankommen, nach dazugehören, nach paarsein und familie.

früher war mir meine wohnung so wichtig. sie war rückzugsmöglichkeit und ausdrucksmittel. heute schaue ich sie verwundert an und frage mich, was die fremde tote materie um mich herum soll. es gibt so wenig, woran mein herz wirklich hängt.

diese sehnsucht umzuziehen ist eine sehnsucht alten ballast abzuwerfen. loszulassen, um anzukommen. der gedanke, mit einem koffer und einem notebook unterwegs zu sein, auf der suche nach der neuen blüte, auf der ich mich niederlassen könnte, hätte mich früher wahnsinnig gemacht. ich brauchte ziele. und ich brauchte die sicherheit meiner bücher.

heute habe ich das gefühl, dass ich keine ziele und keine bücher brauche, weil ich mehr und mehr dabei bin, mich selbst zu finden. ich nehme mich mit und das reicht. das wird reichen, um anschluß zu finden und es wird reichen, um mich zu ernähren. ganz einfach. und doch so schwierig, darauf zu vertrauen.

ich bin erstaunt.

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen