Sonntag, März 13, 2005

männer machen zu wenig kinder

überall frauenthemen. auf einmal. ich verfolge das mit interesse, einem amüsierten schmunzeln und der üblichen verärgerung. lag es am frauentag vergangene woche? den hat doch bisher noch niemand gekümmert!

gestern habe ich auf 3sat die wiederholung der gesprächsrunde bei frau maischberger gesehen. keine ahnung, wie das thema hieß. jedenfalls kreisten sie um die frage, wieso akademikerinnen zu wenig kinder machen. ich bin zwischendurch eingeschlafen. so spannend war es nicht. doch dann fiel mir der ZEIT-artikel von susanne mayer aus der aktuellen zeit ein, den ich am vortag gelesen hatte. eine emotionale aber treffende analyse über kinderlose akademiker. ja, dachte ich am beim lesen damit hat sie recht. wieso sollten eigentlich die frauen schuld sein?

"Das Problem sind weniger Frauen als Frauen in Kombination mit Männern, kurz: unmodernes Paarungsverhalten, wie das Institut für Weltbevölkerung festgestellt hat. Weltbevölkerung festgestellt hat.

Der qualifizierte deutsche Mann kann zwar eine Partnerin auf gleicher Augenhöhe heiraten – nimmt aber gerne die Sekretärin. Oder: eine Doktorandin. Der Mann mit Uni-Abschluss entscheidet sich für eine von der PH. Wer Arzt ist, lernt ja so viele Krankenschwestern kennen. Für Ärztinnen aber kommt ein Pfleger gar nicht infrage, es sei denn, sie wollen sich als sexuell bedürftig lächerlich machen.

Es gibt für die Akademikerin zu wenige Männer. Solche, die das Leben auf einer Augenhöhe verhandeln. Man könnte sagen: Das zeigt kluges Anpassungsverhalten. In einem Land, in dem egalitäre Beziehungen zwischen den Geschlechtern weder als ernsthafte Idee existieren noch strukturell abgesichert sind, durch gleichen Lohn zum Beispiel, ist Partnerschaft schwierig. Besonders, wenn Kinder da sind und die Gesellschaft sich ihrer Verantwortung entzieht, statt ganzer Kindergartentage etwa nur halbe anbietet und der Rest privater Aushandlung empfiehlt. Welcher Typ ist dazu bereit, fragt sich die Frau. Kennt jemand einen? Okay, einen!


nicht die akademikerinnen machen zu wenig kinder, sondern die akademiker! ich kenne so viele frauen in meinem alter, die allzugerne einen mann hätten, der sich auf das wagnis familie einlassen würde. was machen die kerle? sie kneifen.

ich bin derzeit oft aggressiv, wenn ich männer meines alters bei der partnerinnenwahl beobachte. es macht mich so wütend, dass sie jüngere und schlechter ausgebildete frauen wählen oder sich in unverbindliche affären flüchten. nichts neues, das wusste ich schon vor ein paar jahren, als ich mal einen mann beim spazierengehen fast in den main geworfen hätte, als wir auf das thema zu sprechen gekommen sind. aber jetzt fühlt es sich noch schlimmer an als damals. weil damals glaubte ich immer noch, dass es ein irrtum wäre, dass der gesellschaftliche trend zwar da wäre aber bei mir sicher eine ausnahme machen würde. jetzt jucken die hormone und die uhr tickt. jetzt macht es mich nur noch wütend und manchmal traurig.

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen