Freitag, Februar 11, 2005

ordnung, geschafft!

seit wochen drückte ich mich um diese aufgabe herum, endlich die vielen buchfragmente des fortsetzungsbuches zu ordnen und in einen guß zu bringen. vor ein paar wochen habe ich sie schon alle das erste mal korrektur gelesen und war schockiert darüber, wie schlecht formuliert einige teile waren. ich beschloss dann aber, mich nicht davon frustrieren zu lassen, sondern es als weiterentwicklung zu betrachten. außerdem war ich damals enttäuscht, dass ich durch die verschiedenen dateiversionen der illusion unterlegen war, mehr als 150 seiten zu haben. nach der zusammenfassung kam ich nur noch auf 88. schlecht. jetzt habe ich die stilkorrekturen in der ersten runde hinter mir und da und dort noch ein paar seiten geschrieben. 117 seiten. heute dann das große räumen. jedes kapitelchen auf einem post-it erfasst und nach der gliederung, die ich letzte woche machte, neu sortiert. ich glaube, so ergibt sich aus den fragmenten tatsächlich so etwas wie ein buch.



was ich sonderbar fand: früher liebte ich es konzepte zu machen. wochen- und monatelang sammelte ich stoff und grübelte über die perfekte gliederung nach. seit dem orgiastischen schreiben des ersten buches (im vergleich zu den projekten früher, das erste, dass ich auch richtig fertigstellte außer der diplomarbeit), bin ich dazu übergegangen in fragmenten zuschreiben. immer dann, wenn es mich juckt, wenn ich glaube, gerade einen aha-effekt zu haben, habe ich ein essay geschrieben. erinnert mit fatal ans bloggen. wo ist das huhn und das ei? jedenfalls ist es im nachhinien gar nicht so einfach, diese essays in einen größeren zusammenhang zu stellen, was ich von einem buch schon erwarte.

ich weiß schon, woran es liegt. früher interessierte ich mich für "themen". interessante dinge, die aber relativ weit von mir entfernt waren. heute interessiere ich mich für meine lernprozesse und versuche diese prozesse und zwischenergebnisse für andere nachvollziehbar zu machen. ich schreibe sehr viel näher am leben. da das leben aber ungeordnet und konfus ist, ist es gerade noch einmal ein qualitätssschritt aus diesen ungerodeneten erkenntnissen ein nachvollziehbares gesamtwerk zu machen. ich bin dran.

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen