Donnerstag, Dezember 16, 2004

schreiben ist ungleich schreiben

dass ich keine romanschriftstellerin bin, wußte ich bereits. ein halbfertiger businessroman liegt nicht nur deshalb unfertig in der sprichwörtlichen schublade, weil das new economy-milieu sowieso keinen mehr interessiert, sondern weil ich keine dialoge schreiben kann und mir das erfinden von personen und handlung schwer fällt. ich kann nur über dinge schreiben, die mir nahe sind: über mich, mein lernen, meine begegnungen. es fällt mir schwer, diese dinge in abgewandelter form wiederzugeben und es belletristik zu nennen. mir fehlt auch der impuls dazu, obwohl ich große ehrfurcht vor den belletristikern habe und mein sachbuchgeschreibsel häufig minderwertig finde. mein schreibimpuls kommt entweder durch geistige konfusion oder durch aha-erlebnisse. oder beides, denn das schreiben ebnet den weg vom einen zum anderen.

seit drei wochen habe ich meinen zweiten text-auftrag. ich bin auch keine texterin. ich schriebe die erledigung dieses auftrags vor mir her und drücke mich davon, wie es nur geht. erst fehlten noch informationen, dann mußte ich recherchieren, dann tat mir vom vielen sitzen der hintern weh. gestern habe ich dann in 20 minuten eine seite geschrieben und schaffe es nicht, die datei zu öffnen, um mir das geschriebene noch mal anzuschauen. es ist ein auftrag und bringt geld. nicht genügend geld, wenn man bedenkt, wieviel zeit ich damit verbringe, nicht daran zu arbeiten. ich finde das, worüber ich schreiben soll spannend. und trotzdem schaffe ich es nicht, einfach zu funktionieren und zu schreiben.

so, und jetzt werde ich es einfach tun. schließlich habe ich die texte für heute nachmittag versprochen. abgabetermine helfen.

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen