Freitag, November 19, 2004

weihnachten

die letzten drei jahre habe ich weihnachten nicht mit meiner familie gefeiert. es war ein emanzipatorischer akt in doppelter hinsicht. zum einen geht mir dieses weihnachtsgedöns, insbesondere die musikdudelei, auf die nerven, zum anderen nervte es mich, dass man single als "noch nicht richtig erwachsen weil ohne eigene familie" angesehen wird, der noch "nach hause" fahren soll. die ersten beiden jahre habe ich sehr schön mit freunden gefeiert. letztes jahr fiel das leider aus, weil die einladende freundin mich kurzfristig aus wichtigem grund wieder auslud. da sass ich dann zuhause, bis zum nachmittag des ersten feiertags noch gut gelaunt, dann doch einsam.

als single muß man eben gut planen. vor ein paar tagen bekam ich dann die erste weihnachtshektik. so ein einsames weihnachten, wie letztes jahr, wollte ich dann doch nicht mehr erleben. seit wochen gibt es immer mal wieder unverbindliche gespräche. weit im süden oder im osten wären alternativen. und dann fragen die eltern dieses jahr tatsächlich wieder an. liegt es daran, dass sie mich aus meiner singeligen einsamkeit holen wollen (nachdem motto "sie kann ja wieder nach hause kommen, wenns bei ihrs sowieso nichts wird") oder liegt es am tod meiner oma? eigentlich habe ich es nicht mehr nötig, mich gegen weihnachten aufzulehen und eigentlich sind wir uns familiär durch das langsame sterben näher gerückt. ich könnte also schon. aber ich war so schrecklich oft in ffm in den letzten monaten...

Keine Kommentare:

wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen