Mittwoch, September 15, 2004

gelähmt

ich kenne mich zur zeit gar nicht. ich bin gar nicht ich. die gängigen schubladen funktionieren nicht. das, was ich zur zeit fühle ist nicht mit "depressiv" zu labeln. obwohl es ähnlich ist. ich fühle mich wie gelähmt. manchmal zittern mir sogar arme oder beine ohne jeden grund. ich habe keine kraft und keine lust. meine wangen sind nicht mehr so hart. ich bin selten geschminkt, damit das weinen nicht so in den augen brennt. ich kann mich für kaum etwas begeistern. und wenn, dann hält die begeisterung nur ein paar minuten an. zu kurz, um es aufzuschreiben oder sinnvoll zu verwerten. früher hätte mich ein artikel wie dieser (via jeremin)ganz kribbelig gemacht. jahrelang fühlte ich mich wie betankt, wenn ich von leuten las, die arbeit mit sinn machten. heute lese ich es, sage "aha" und klicke weiter.

es ist ja nicht so, dass ich so was ähnliches nicht schon mal erlebt hätte. genauer gesagt waren die letzten male 1996 als ich meine doktorarbeit schmiss, 1999 kurz bevor ich nach hamburg zog, 2001 nach zwei firmenpleiten, die ich als angestellte erlebte. muß das so häufig sein? unter effizienzgesichtspunkten würde ich bei einem rückblick möglicherweise netto nicht auf glückliche jahre kommen. gut, es fühlt sich anders an, ich rede es mir mit "um daraus zu lernen" schön. aber es macht mich schwach, mich so schwach zu erleben.

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen