Freitag, August 20, 2004

wieder da

ich war in frankfurt. danke der nachfrage und danke für die zwei kleinen schubse!

und es war gut so. weniger für mich. ich durfte feststellen, dass ich in meinem gedankenkontakt so gut war, dass ich vieles geklärt hatte. deswegen war ich relativ ruhig, im angesicht der tatsachen. aber ich gestehe: mehr als 15 minuten habe ich es jeweils am krankenbett nicht ausgehalten. ein freund sagte vor vielen jahren zu mir, auf die frage, wie oft ich denn eine todkranke freundin besuchen "müsste": soviel, wie es für dich gut ist. damals traf ich diese freundin als sie gesund war ca. 2x im monat - genauso oft besuchte ich sie im krankenhaus bis zu ihrem tod. meine oma hatte ich zwar meist länger besucht. aber 15 minuten waren so lange, wie es für mich gut war.

ich weiß, dass es für mich leichter ist, weil ich viele hundert kilometer entfernt bin und genug um die ohren habe, um nicht dauernd daran zu denken. eine erkenntnis in ffm war, dass ein partner vielleicht nett wäre, um in derart gefühlsbelasteten situationen die hand zu halten - dass es aber auch ohne partner leichter sein kann, weil man die eigene meinung, die man sich mühsam zu dem thema gebildet hat, nicht ständig wieder in frage stellen muß.

was ich auch lernte: sterben ist arbeit. und egal wie gut man vorbereitet ist. es ist jedes mal neu.

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen