Mittwoch, Juli 21, 2004

vergleichen

eigentlich genieße ich die tage gerade sehr. ich genieße die sonne, die wärme auf meiner haut. der garten meiner eltern ist wunderbar und das schönste daran ist, dass ich ihn von dem großen balkon aus sehen kann. nennt es komisch, aber ich mag das getier, das im rasen um mich herumschwirrt, auf mir krabbelt oder von meinem blut trinken möchte einfach nicht. ich finde es wunderbar, die vielen grünschattierungen aus vom balkon zu sehen, in der nähe des kühlschrankes mit den gekühlten getränken zu sitzen und mit dem laptop zu spielen. also genieße ich ohne eigentlich.

wenn da nur das vertrackte vergleichen nicht wäre. der anlass meiner reise: 10 jahre diplom. ein picknick. nett. eigentlich nicht spektakulär, weil nur studienbekannte statt studienfreunden da waren. trotzdem. dieses verfluchte vergleichen. jedes mal, wenn mir jemand von familie erzählt, zucke ich zusammen und fühle mich anders. es ist nicht normal immer noch single zu sein. schon wieder wäre akzeptiert. und bilde ich mir das nur ein? sind die leute genauso neidisch auf mein freies, wildes leben und den bestseller wie ich auf ihr normales, spießiges leben, das ich bisher immer abgelehnt hatte? ein ironisches detail der lebensgeschichte am rande: eines meiner wahlfächer im studium beschäftigte sich tatsächlich mit vergleichen. merkwürdig.

in mir rumort es. es fällt mir schwer, buch II zu schreiben, denn ich fühle mich gerade so wenig klug. ich stehe auf "los" und weiß noch nicht, wohin die neue reise hingeht. ich fühle, dass das, was passiert gut ist. das ich es brauche. das ich verdammt noch mal etwas verarbeiten muß, bevor der nächste lernschritt da ist. ich bin aber nicht sicher, ob er thematisch zu buch II passt. die kurzgeschichte, die ich in den letzten tagen schrieb kostete mich viel kraft und erleichterte gleichzeitig. in kleinen häppchen kann ich gerade verarbeiten. für die großen fehlt mir der mut. und die sonne und die schöne stimmung auf dem balkon lenkt mich ab, verführt mich zum lesen und genießen. vielleicht soll es so sein.

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen