Sonntag, Juli 11, 2004

berlin

wie jedes mal bin ich ganz wehmütig, wenn ich aus berlin komme. es gelingt mir nicht, im zug zu sitzen, und die wunderschönen wolkenbilder zu genießen. ich denke an berlin. an die breiten straßen, die hohen räume und an meine freunde, die mich einfach länger und besser kennen, als die hamburger.




die wohnungen machten mich bei diesem besuch noch neidischer als sonst. gerade zu dem zeitpunkt, an dem ich in hamburg feststellte, dass ich meine wohnung schrabbelig finde, weil ich in den vergangenen vier jahren nichts mehr investierte und veränderte, fangen meine berliner freunde, die mir normalerweise in ihrer entwicklung ein paar jahre hinterher hängen, an, sich zu etablieren. oder habe ich das vor vier jahren getan, als ich nach 6 jahren WGs in eine eigene wohnung zog? nun, es ist müssig, allzusehr zu vergleichen und es nützt auch nichts neidisch auf das handwerkliche geschick der anderen zu sein – das wußte ich ja schon lange, dass dies nicht zu meinen stärken gehört. und trotzdem. trotzdem bewegt es mich, dass ich zur zeit meine wohnung nicht mag und die wohnungen der freundinnen so toll fand. es hat was mit liebe zu sich selbst zu tun. damit, dass eine wohnung auch abbildet, wie sehr man sich um sich kümmert. es ist mir nicht unbekannt, dass ich dies in den letzten jahren zu wenig tat. vielleicht kann ich in den nächsten tagen diese energie nutzen, und tatsächlich wenigstens eine kleinigkeit in meiner wohnung verändern.

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen