Donnerstag, Juni 17, 2004

nährende blicke

es ist schon eine ganze weile her, dass ich von einem mann so angeschaut wurde, wie julie delphy von ethan hawke...
leider hat man mich eben durch rüdes klingeln aus der melancholischen stimmung, die der film eben hinterließ, herausgerissen. und es war noch nicht mal für mich. jemand hatte sich in der klingel geirrt. selbst schuld. wenn man auch zu einer uhrzeit ins kino geht, bei der der tag noch erwartungen hat. wäre es schon später, könnte ich auf der fensterbank sitzen und den nachthimmel anschauen kann, um anschließend träumend ins bett zu gehen. aber ich wollte einer freundin etwas gutes tun, in dem ich sie für 90 minuten vor einem ungemütlichen abend ins kino entführte. ich glaube, das ist mir gelungen.
in den letzten monaten hatte ich es nicht wirklich vermisst. mein leben war so aufregend, erfüllend und anstrengend - in den letzten wochen hatte ich ganz andere sorgen. aber jetzt, gerade jetzt, könnte ich heulen, weil ich gerade jetzt nichts mehr gebrauchen könnte, als so einen blick. aber leider gibt es noch nicht mal in der weiten welt des internets ein bild aus dem film mit genau diesem blick. diesen "ich-will-dich-anfassen-weil-du-die-schönste-frau-auf-der-welt-bist"-blick. ein blick, in dem ich baden könnte, dem ich glauben kann, der kraft gibt, den man niemals vergisst. ein blick, bei dem man das, was gerade dummes gesagt wurde, sofort vergisst, weil man sich in diesem blick einfach wie eine königin fühlt. ein kleiner kompromiss:



aber dafür ist kino ja da: dass man für ein paar stunden den alltag vergisst. ich freue mich auf before sunset!

Keine Kommentare:

wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen