Freitag, Juni 18, 2004

neu

es ist vollbracht. mein blog ist umgezogen.

ich hatte lange mit mir gerungen, ob ich es mache. jetzt fühlt es sich gut an. ich weiß noch nicht genau, wie ich es machen werde, aber erst einmal ist dieser blog in einem kleinen dunklen eckchen des internets und das fühlt sich gut an.

in den letzten wochen hatte ich mich immer wieder zensiert. nachdem ich nun ein gewisses maß an bekanntheit erreicht habe und viele journalisten über mich recherchieren, ging es gar nicht mehr anders, als beim bloggen eine maske aufzusetzen. der spagat zwischen meinem öffentlichen leben, in dem ich "königin" sein muß und meiner derzeitig sehr grauschwarzen seele war genau das, was mich anstrengte. rein äußerlich ist meine derzeitige lebenssituation nicht wirklich etwas neues. aber noch nie habe ich dabei so im rampenlicht gestanden.

den blog umzuziehen hat etwas mit macht zu tun. der macht, mich zu entziehen. nein zu sagen. grenzen zu ziehen.

direkt nach dem spiegel-online-artikel hätte ich es nicht gekonnt. es wäre mir feige vorgekommen. aber jetzt mußte ich es einfach tun. es wird zeit, dass ich lerne, diesbezüglich für mich zu sorgen. auf mich aufzupassen. mich abzugrenzen und nein zu sagen. ich muß mir orte des rückzugs schaffen und darauf achten, dass andere diese orte respektieren. meine wohnung und der blog gehören dazu. basta.

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen