Donnerstag, Juni 17, 2004

kommentare

eben in nosexandthecity einen interessanten beitrag inklusive interessanter kommentare zum thema "unliebsame kommentare in gästebüchern und blogs gelesen.

das thema beschäftigt mich seit ein paar tagen gewaltig. auch wenn ich vom kopf her mir sage, dass sich jemand selbst durch fiese einträge, disqualifziert, verletzen sie mich doch. meine erste reaktion ist häufig antworten zu wollen, aber das fordert denjenigen, der auf krawall aus ist nur noch heraus. genauso wie das löschen von einträgen. es wird als ein machtkampf ausgetragen, bei dem es darauf ankommt, einen längeren atem zu haben. oft ist es so, dass andere für mich in die bresche springen und fiese kommentare besonnen kommentieren. das ist schön und ich freue mich meist darüber.

aus irgendeinem grund verbinde ich den impuls, unliebsame kommentare zu löschen in meinem kopf mit zensur. dabei sagt mein herz dazu, dass ich es ja auch nicht akzeptieren könnte, wenn jemand in meine wohnung eindringen und dort dreck verbreiten würde. im falle der wohnung scheint die lage klar zu sein - wieso ist es bei blogs oder gästebüchern anders. oder ist es gar nicht anders? habe ich auch dort ein hausrecht?

wenn ich unliebsame kommentare lösche oder kommentiere, dann habe ich immer das gefühl uncool zu sein, dinge nicht einfach gelassen hinnehmen zu können. wieso denke ich mit 36 jahren in kriterien wie "coolness"? ist es vielleicht eine form von masochismus, negative dinge stehen zu lassen. ist tief in mir drin vielleicht ein gefühl, dass ich so etwas irgendwie verdient habe? achdumeinegüte!

es ist mir ein rätsel, wieso mich das so beschäftigt!

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen