Freitag, Juni 11, 2004

heimat

eben komme ich vom "hessenabend". vor ein paar wochen hatte ich eine frankfurterin, die in hamburg lebt bei einem besuch in frankfurt kennengelernt. wir vereinbarten, unsere versuche, hessenabende zu organisieren, zusammenzulegen. gesagt getan. heute abend war es, wenn auch sehr spontan, soweit. wir trafen uns im miller. ich hätte nie gedacht, dass sich das so rumspricht. es wäre auch zu zweit nett gewesen, aber wir waren definitiv mehr als 12 leute, denn wir passten nicht mehr alle auf zwei "boppes an boppes" bierbänke.

es ist schon erstaunlich, was passierte. alle genossen das gute wetter und das "stöffche". jeder neuankömmling wurde mit "ei guude" begrüßt. die um uns herum sitzenden hamburger schauten betreten. es war irgendwie wie in einer selbsthilfegruppe. jeder stellte sich vor "ich heiße ..., komme aus ... und wohne seit ... jahren in hamburg. mehr war an information war nicht nötig aber ich habe seit ewigkeiten an einem abend nicht mehr so viel gelacht.

ganz erstaunlich war es, wie sehr wir uns daran erfreuten, uns gegenseitig hessische wörter zu erzählen, die wir viel zu selten hören und die uns irgendwie in gutes gefühl machen (umvollständige liste):


  • kolter (decke)

  • bobbelscher (kinder)

  • anderster (anders)

  • simpel (idiot)

  • hannebambel (idiot)

  • knörzche (das ende vom brot)

  • ach komm - geh fort (lass es sein)

  • trottoir (bürgersteig)

  • plümerant (unwohl)

  • maabotscher (zu große schuhe)


es ist wirklich erstaunlich, dass wir, im schnitt mitte dreißig, uns zu einem heimatabend treffen. warum eigentlich nicht? ich fand, es war toll!

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen