Donnerstag, Mai 13, 2004

warum ich zur zeit nix blogge

bloggen ist schön wenn intelligente menschen einen schönen blick auf das leben an sich haben, juwelen des alltags erkennen und gekonnt beschreiben. ich kann zur zeit nicht bloggen. entweder hat mein alltag zur zeit keine juwelen oder ich habe meine juwelenbrille verloren. vermutlich nervt es nicht nur mich sondern auch meine leserinnen und leser, wenn ich hier nur über meine zipperlein jammere oder berichte, welchen platz auf der bestsellerliste ich diese woche erklimme. es klingt schnöde, aber selbst das finde ich mittlerweile nicht mehr spannend.

in den letzten tagen habe ich nicht mehr mit normalen menschen von angesicht zu angesicht kommuniziert. klar, es gab allerlei technischen schnickschnack, mit dem man in kontakt bleiben kann, aber ich hätte viel lieber mal wieder mit netten leuten einen abend verbracht, mich kringelig gelacht, die weisheit des universums entdeckt oder zumindest wichtigtuerisch darüber philosphiert, über männer geredet oder zumindest über "hunde-verleih-service". die einzigen menschen, mit denen ich in den letzten tagen redete, waren journalisten, deren fragen relativ vorhersehbar waren (je nachdem, ob sie vielleicht das buch gelesen hatten oder nur den spiegel-online artikel). meine antworten waren dementsprechend vorhersehbar. gelacht wurde wenig und schon gar nicht kringelig. dabei wäre das sicherlich ganz gut, um meine verspannungen zu lösen. einzig nettes detail: ich bin wirklich entzückt von der neuen kategorie mann in meinem leben: dem "kameramann" - ganz reizende männer!

ein zipperlein habe ich übrigens besiegt. erdbeeren zwingen mich nicht mehr zu allergischen reaktionen, wenn ich sie schäle. mittlerweile sind die erdbeeren ja so groß geworden, dass man nette männer auf der strasse fragen könnte, ob sie mal an meiner erdbeere beißen wollen. wenn man aber die erdbeeren wie ich zwei tage im kühlschrank vergisst, dann ist es ratsam, sie zu schälen. der vorteil ist, dass dann diese grünen kleinen pünklichen abgehen, die so vermute ich dafür verantwortlich sind, dass es im hals kratzt. es könnte aber auch schlicht daran liegen, dass ich diese fiesen histaminblocker nehme, die mich zwar pollenresistent aber dafür auch müde, grummelig und bauchwehig machen... aber ich wollte ja nicht jammern, sondern von den juwelen des lebens berichten.

um meinem image als lebenshilfe-tante gerecht zu werden, der appell des tages: sprechen sie menschen des anderen geschlechts auf der straße an und fragen sie, ob sie von ihrer erdbeere beißen wollen. es könnten sich ungeahnte erotische dinge ergeben...

dies ist eine art ratespiel: ich weiß auch nicht, wo man in diesen kruden sätzen kommas setzen könnte.

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen