Dienstag, Mai 18, 2004

berlin

vier tage berlin. es war toll. war es toll, weil es eine art urlaub war? ich lief durch die stadt und genoß berlin.

freitag abend schlenderte ich von der u-bahn "nach hause" und stolperte über eine typische berliner einfach-so-bar. mal schaun, ob ich noch jemand kenne. ich kannte jemanden, bekam jemand neuen vorgestellt, flirtete ein wenig und fuhr tatsächlich mit den jungs noch in eine andere nicht wirklich legale bar. das ist berlin. in der zweiten bar gab es natürlich einen dj aber der berliner an sich war zu cool zum tanzen. macht nix. ich habe mich gut unterhalten.

samstag versuchte ich legal zu plakatieren. gar nicht so einfach. aber die plakate für die lesung, die zwar nur ein paar stunden hingen, haben trotzdem ein paar leute angelockt. immerhin. ist zwar einer diva nicht würdig, selbst zu plakatieren aber es war ein schöner spaziergang durch mitte.

die lesung in der ponybar am sonntag war schön. neue, begeisterte gesichter und viele alte freunde da. ich bin ja immer etwas unsicher, was die leute, die mich länger kennen, über uschi denken. das schöne war, dass sie es tatsächlich als eine art fortsetzung von "nimm das", meiner berliner band, sahen. und irgendwie ist es das auch. eine neue, sehr persönliche meike-art, liebe unters volk zu bringen. es ist toll, wenn freunde das verstehen, auch wenn in den medien zum teil anders berichtet wird. ich fühlte mich sehr zu hause.

kann man in eine stadt zurück wollen, nur weil die wohnungen dort höhere decken haben, die leute ic-brillen tragen und es nette illegale bars gibt?

ich bin damals nach hamburg gezogen, um erwachsen zu werden. in berlin änderte sich um mich herum sehr wenig am leben meiner leute. sie studierten, jobbten irgendwie oder waren arbeitslos und der zustand fühlte sich an, als würde er sich nie ändern. ich dachte damals, ich könnte mich nur ändern, wenn ich dieser umgebung entkomme. mittlerweile hat sich viel geändert. zunächst war ich verstört, wenn sich die leute einfach änderten. ich wollte zu besuch kommen, und alles sollte schön so sein, wie es mir vertraut war. jetzt finde ich es toll, was sich alles bei den lieben so tut. ich hatte 4 tolle gespräche und eine ganze reihe von kurzen, liebevollen begegnungen mit menschen und orten. meine güte, bin ich reich!

es lockt mich sehr zurück in diese stadt. und ich freu mich auf die zwillinge!

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen