Montag, Mai 31, 2004

schreiben

wie wunderbar, ich habe den schreib-flow wieder. buch II wächst und gedeiht. irgendwie habe ich das gefühl, es steht gar nicht so viel anderes in dem neuen buch wie hier in dem tagebuch. auch wenn jetzt einige leserInnen gähnen. ja, so wird es wohl. aber es wird natürlich netter, geordneter, uschiger und systematischer. na, nen bißchen arbeit macht so nen buch schon. das ist zur zeit auch mein größtes problem. es fließt immer dann, wenn ich schreibe, aber es ist nicht so leicht, die alten fragmente, die ich in den letzten monaten schrieb, in die neue gliederung zu integrieren. möglicherweise, muß ich das eine oder andere auf den müll werfen. uaah, das tut weh. aber ingsgesamt mag ich meine gliederung. sie macht sinn und ist spannend. lasst euch überraschen. aber ich fürchte, es dauert noch nen weilchen.

aufruf: ich würde gerne eine reihe von frauen (und ein paar männer) zum thema erfolg, lebensentwürfe, vereinbarkeit von beruf und familie, geld, karriere etc. interviewen. wer hätte zeit und lust? ich freue mich auf die gespräche!

Samstag, Mai 29, 2004

abwesenheit des negativen

die abwesenheit von etwas schlechtem nimmt man ja weit weniger zur kenntnis, als die anwesenheit von etwas positivem. oder nur das auftauchen etwas positiven? es tritt ja irgendwann beim positiven ein leichter gewöhnungseffekt ein, was beim negativen ja weit seltener passiert. oder doch? nun ja, zumindest langsamer. kurze rede, langer sinn: meine migräne, die mich gestern mal wieder gar fürchterlich quälte ist weg. und ich habe das fehlen erst jetzt, 4,5 stunden nach dem aufstehen bemerkt. trotzdem schön.

sonnig und heiter

hach, die sonne scheint und es wird wärmer. das wurde ja auch mal zeit. meine füße lieben sonne und sandalen. ich bin zwar etwas müde, weil ein netter anruf und die damit verbundene neugierde auf den artikel im abendblatt mich morgens nach kurzer nacht aus dem bett warf, aber ich bin guter dinge. der artikel ist großartig. ich bin sehr stolz. ansonsten denke ich gerade darüber nach, wo ich mein notebook am besten unter freiem himmel positionieren könnte, um an buch II zu schreiben ...

frauenprobleme: der erste schöne tag nach einer periode schlechten wetters beginnt stets mit kalten füßen - die nägel müssen lackiert werden und sorgfältig trocknen. wie oft habe ich mich in einer derartigen situation erkältet!

sommer ists, wenn ich meine seit 8 jahren von mir heiß geliebten ZEN von trippen trage. allerdings jeweils mit einem dilemma: frauen schauen einer dabei ehrfürchtig auf die füße, denn frau erkennt eben designerschläppchen, auch wenn sie vordergründig nicht so aussehen. aber männer finden diese schuhe meist schrecklich. egal, ich gelobe an einem anderen tag mal wieder auf sandälchen durch die gegend zu stöckeln. heute ist ein zen-tag!


hätte ich eine digitalkamera, würde ich euch natürlich meine silberglitzernden nägel in den dunkelroten lack-zens zeigen.


Dienstag, Mai 25, 2004

horst, wer?

am sonntag war ich enttäuscht, dass wir jetzt einen bundes-horst haben. auch wenn es unwahrscheinlich war, es wäre klasse gewesen, wenn es gesine schwan geworden wäre. sie ist ne frau mit profil.

aber wer ist horst? "mach dich zum horst für deutschland" der wettbewerb bei ankelatenight hilft. es lebe das horst-prinzip. ich mag ja anke.

Samstag, Mai 22, 2004

ZEIT

ich hab sie vermisst. aber ich habe es erst richtig gemerkt, als ich mir vorhin eine kaufte. nach 15 jahren ZEIT-abonement, hatte ich sie zum ende des vergangenen jahres abbestellt. ich wollte fixkosten minimieren und mein altpapierproblem in den griff bekommen. gut, es hatte auch vorteile: ich habe mehr bücher gelesen, denn mein traditionelles nach-dem-frühstück-zu-kaffee-lesen habe ich dann eben mit büchern statt mit der ZEIT gemacht. letzens ist mir aufgefallen, dass ich jetzt ein bierpfandflaschen-problem habe. ich finde, ein altpapierproblem macht aber einen wesentlich besseren eindruck auf gäste als ein pfandflaschenproblem. ich werde sie wieder abonieren!

grau II

ich hätte nie gedacht, dass mich das mit den grauen haaren so treffen würde. es hat mich hinterrücks erwischt. ich fühle mich, als wären meine eierstöcke ausgetrocknet und das leben so gut wie vorbei. okay, ich hatte schon länger geahnt, dass die girlie-mode nichts mehr für mich ist. (ist es albern, dass ich mich auf meine neue ic-sonnenbrille freue? hätte ich lieber ein gediegenes chanel-modell wählen sollen?) ich habe das gefühl, dass das mit den grauen haaren nicht ok ist. hey, ich habe noch nicht mal ein kind! man sagt doch immer, dass der körperliche verfall (na gut, ein zahn pro kind) erst dann sichtbar ist. was haben dann diese grauen haare bei mir zu suchen! das schlimme ist, dass ich mir letztens dieses BRIGITTE-jubiläumsheft gekauft habe und es mir gefallen hat. meine güte, ist die zeit von GLAMOUR nun vorbei und ich muß mich jetzt an kochrezepten und basteltips erfreuen, statt die neue mode und die "so sind die männer"-artikel zu studieren? seit 4 jahren trage ich meine naturhaarfarbe nach langer zeit des färbens wieder und war sehr zufrieden damit. wenn ich ehrlich zu mir war, sah ich vorher mit den blondierten haaren sowieso nie genauso aus wie marylin. wo ist das problem? könnte es daran liegen, dass ich meine mutter nicht mit naturhaarfarbe kenne? das das mit den schicken reifen frauen immer nur für die anderen gilt und in meiner familie das irgendwie nicht zählt. ich bin ratlos und extrem verwundert.

Freitag, Mai 21, 2004

grau

ich hatte es geahnt. in diversen spiegeln habe ich auf meinen reisen in den letzten wochen kritisch meine haare begutachtet. die zwei strähnen links und rechts fühlten sich anders an und sahen anders aus. den frisör meines vertrauens habe ich vorhin gefragt. er nannte es "neublond". so nen quatsch. ich drängelte und fragte nach. was ist mit diesen seltsamen haaren. ist das eine kaputte strähne aufgrund schlechter pflege? immerhin sagte der frisör jedes mal zu mir, dass meine haare nach pflege schreien, dabei kenne ich kein badezimmer, das mehr haarpflegeprodukte als meines enthält. nein, sagte er, wenn ich ehrlich bin, sind sie grau. oh, sagte ich. das ist neu. wie kommt das, dass ich diese strähne erst seit 3 wochen besitze. ich dachte, die wachsen schon grau raus. haben die vor schreck die farbe verloren, als es bei mir mit dem rummel losging. ein rätsel. erstaunlicherweise hat es mich getroffen, dabei war ich bisher immer ein wenig neidisch auf diese klassefrauen ab mitte dreißig mit den charmanten fältchen und den grauen strähnen. mmmhhh und das kurz vor meinem geburtstag....

Donnerstag, Mai 20, 2004

ent-hemmt

juchu, ich habe den dicken knoten das zweite buch betreffend zerschlagen. im nachhinein klingt es so einfach. im nachhinein klingt es so logisch und so naheliegend. im nachhinein wird mir auch klar, weswegen ich die letzten tage so erschöpft war. im nachhinein ist mir klar, wieso ich erst nicht bloggte und wieso ich die letzten tage so viel bloggte. es gährte. und es ist da. so kann ich die bestehende fragmente zusammensetzen und neue schreiben. wie dumm, dass ich auf der suche nach dem roten faden war. das kann ja postmodern nicht funktionieren!

nachtrag zu "wörter&wirklichkeit"

bei BRIGITTE gibts einen wettbewerb namens joker, der vorbilder auszeichnet, wie beruf und familie unter einen hut zu bringen sind. ich mache mir gedanken. einsendeschluss: 30.6.

soundtrack

musik und düfte sind ehrlich und bringen erinnerungen direkt zurück. eben hörte ich ein lied im radio, das mich an den soundtrack des letzten wochenendes erinnerte. glücklicherweise musste ich lachen, denn es war schon skuril. in berlin traf ich den mann, der mehr als 5 jahre mein dummes herz blockierte. samstags morgens im bad hatte ich folgende lieder als ohrwurm: "oh wan't you stayyyy, just a little bit longer...", "don't leave me this way" und zuletzt sogar noch "ain't misbehavin'". aber alles wurde gut, denn sonntag sang mir meine innere stimme "es ist vorbei junimond" vor. hoffen wir das beste liebe leser.

gestern auf dem weg zum kino habe ich einen bekannten aus dem chor getroffen. "geht ihr ins kino" fragte er MICH. das ist eigentlich die beste einleitung, um jetzt vor den diversen feiertagen einen hübschen singlefrust zu produzieren. ich machte innerlich "omm.....".

letzte woche habe ich eine freundin gelöchert, obs was neues bei ihr zum thema männer gibt. seit jahren habe ich nichts diesbezüglich von ihr gehört: ist sie so unnatürlich diskret oder gibts keinen? ein paar kaltgetränke später sagte sie, dass sie langsam wieder glaubt, dass sie langsam wieder jemand interessieren könnte. ich schäme mich noch heute dafür, dass ich in die gleiche oberflächliche falle wie die meisten leute tappte: single-dasein einfach nicht als normalzustand, als einen wählbaren, normalen zustand, zu aktzeptieren.

Mittwoch, Mai 19, 2004

skagerrak

"so ist das wohl mit dem glück, manchmal ist es, wenn man es findet, in nasses zeitungspapier eingewickelt."



das ist prominenz

toll, ich werde schon kopiert! es gibt jetzt uschi-t-shirtsvon zwei geschäftstüchtigen jungs. das ist toll, ich fühle mich very gucci!

netter versuch

noch was, was mir nicht aus dem kopf geht: vorletzte woche in frankfurt. der abend war spät, das eine oder andere kaltgetränk bereits vernichtet. mein an sich liebenswerter und intelligenter bester freund hatte eine gewagte these: frauen können keine wichtigen bücher schreiben.

ich schnappte nach luft. was ist mit anais nin und christa wolf versuchte ich es. es galt die ehre der frauen zu verteidigen, da mußte ich auf sicherem terrain bleiben. beider werke habe ich vollständig (ups, fast vollständig bei christa) gelesen und immerhin schreibt anais über psychoanalyse und mein bester freund liebt die psychoanalyse. er liess sich nicht darauf ein; beide autorinnen mag er nicht. abgewürgter diskussionsstrang.

er setzte noch einen drauf: frauen schreiben über frauenzeugs und männer über die abstrakten, relevanten fragen. ich würde doch schließlich auch männerbücher mögen. das war hart. ich liess gedanklich mein bücherregal revue passieren. stimmt, es gab eine sorte von büchern (selbstverständlich von frauen), die ich sehr schätzte, aber meinem intellektuellen freund nicht schenken würde. und da gibt es die anderen, die, die wir beide lasen. gerne gleichzeit, um auch mal darüber philosphieren zu können. also männerbücher für beide, frauenbücher nur für frauen.

ich versuchte es kapitalismuskritisch: alles eine frage des marketings und der vorauswahl. es werden eben mehr "allgemeingültige" bücher von männern verlegt oder beworben. frauen schreiben bestimmt auch. vielleicht sogar viel mehr aber die texte werden eben nicht so verbreitet. auch dieses argument wurde von seiner seite aus nicht weiter beachtet.

ich gab nicht auf und erzählte von meiner quote: vor ein paar jahren beschlich mich schon mal dieser verdacht und ich führte eine quote in meinem bücherregal ein. bewußt kaufte ich fortan nur noch belletristik von frauen. ich sortierte um, so dass der zuwachs sichtbar würde und fand entdeckte schätze: connie palmen und amélie nothomb nur um meine beiden liebsten zu nennen. kenne ich nicht, sagte er. auch damit war dieser diskussionsstrang beendet.

er zog sein letztes as aus dem ärmel: die titanic. angeblich schreibt dort nur eine erwähnenswerte autorin, die vor seinen humoransprüchen genügt. mein argument, dass ich die titanic nur zu ca. 10% lustig fände, disqualifizierte mich in seinen augen.

meine güte, bin ich ein dummes weibchen und seit jahrzehnten mit einem oberflächlichen chauvi befreundet, der glaubt intellektuell zu sein, weil er nur bücher von männern liest?

wörter & wirklichkeit

ein interessantes gespräch von montag abend geht mir nicht aus dem kopf. wir saßen nach dem chor noch in der kneipe zusammen. eine ecke des tischs voller mädels, ein mann in einer mitte. der kugelrunde bauch einer schwangeren mitsängerin brachte uns wahrscheinlich auf das thema. es ging um kinderwusch oder auch nicht und um die vereinbarung eines lebens als mutter und berufstätige frau.

manchmal formuliere ich in diskussionen dinge, die die anderen als "wow-meike-hat-sich-dazu-schon-gedanken-gemacht" empfinden, die mich aber selbst verwundern, weil der gedanke sich einem vögelchen gleich auf meiner schulter niedergelassen hatte, in mein hirn wanderte und sich durch meinen mund äußerte. einer dieser gedanken war, dass es uns an begrifflichkeiten fehlt, diese mehrfachrollen von frauen zu benennen. wenn wir wörter dafür hätten, die ganz normal in unserem gesellschaftlichen wortschatz existieren würden, dann wären diese lebenssituationen auch normal, sichtbar, kommunisierbar und diskutierbar.

wie könnte man arbeitende mütter, berufstätige mit kindern schick - und vor allen dingen wertschätzend - nennen? es müsste viel mehr geschichten darüber erzählt werden. (diese) frauen müssten viel sichtbarer in den medien sein, damit sich andere an den rollenmodellen orientieren und an den gedanken gewöhnen könnten. es ist wirklich ein phänomen gesellschaftlicher sprachslosigkeit, dass frauenthemen so wenig raum bekommen. es erinnert mich an die fehlenden schönen wörter für weibliche geschlechtsorgane. und es berührt mich, dass in meinem lieblingsblog der vorspeisenplatte zufällig heute auch frauenthemen besprochen werden.

Dienstag, Mai 18, 2004

berlin

vier tage berlin. es war toll. war es toll, weil es eine art urlaub war? ich lief durch die stadt und genoß berlin.

freitag abend schlenderte ich von der u-bahn "nach hause" und stolperte über eine typische berliner einfach-so-bar. mal schaun, ob ich noch jemand kenne. ich kannte jemanden, bekam jemand neuen vorgestellt, flirtete ein wenig und fuhr tatsächlich mit den jungs noch in eine andere nicht wirklich legale bar. das ist berlin. in der zweiten bar gab es natürlich einen dj aber der berliner an sich war zu cool zum tanzen. macht nix. ich habe mich gut unterhalten.

samstag versuchte ich legal zu plakatieren. gar nicht so einfach. aber die plakate für die lesung, die zwar nur ein paar stunden hingen, haben trotzdem ein paar leute angelockt. immerhin. ist zwar einer diva nicht würdig, selbst zu plakatieren aber es war ein schöner spaziergang durch mitte.

die lesung in der ponybar am sonntag war schön. neue, begeisterte gesichter und viele alte freunde da. ich bin ja immer etwas unsicher, was die leute, die mich länger kennen, über uschi denken. das schöne war, dass sie es tatsächlich als eine art fortsetzung von "nimm das", meiner berliner band, sahen. und irgendwie ist es das auch. eine neue, sehr persönliche meike-art, liebe unters volk zu bringen. es ist toll, wenn freunde das verstehen, auch wenn in den medien zum teil anders berichtet wird. ich fühlte mich sehr zu hause.

kann man in eine stadt zurück wollen, nur weil die wohnungen dort höhere decken haben, die leute ic-brillen tragen und es nette illegale bars gibt?

ich bin damals nach hamburg gezogen, um erwachsen zu werden. in berlin änderte sich um mich herum sehr wenig am leben meiner leute. sie studierten, jobbten irgendwie oder waren arbeitslos und der zustand fühlte sich an, als würde er sich nie ändern. ich dachte damals, ich könnte mich nur ändern, wenn ich dieser umgebung entkomme. mittlerweile hat sich viel geändert. zunächst war ich verstört, wenn sich die leute einfach änderten. ich wollte zu besuch kommen, und alles sollte schön so sein, wie es mir vertraut war. jetzt finde ich es toll, was sich alles bei den lieben so tut. ich hatte 4 tolle gespräche und eine ganze reihe von kurzen, liebevollen begegnungen mit menschen und orten. meine güte, bin ich reich!

es lockt mich sehr zurück in diese stadt. und ich freu mich auf die zwillinge!

Freitag, Mai 14, 2004

wünschen

"wünschen, kind, wünschen darfst du dir alles" sagte mein mutter früher immer. das klang dann leider aber meist so, als sollte ich mir nicht allzuviel hoffnungen machen. vor ein paar jahren habe ich beschlossen, diese haltung zu ignorieren. ich wünsche einfach mal drauf los und schau mal, was das universum zu bieten hat. in den vergangenen monaten hat das ja erstaunlich gut geklappt und im vergleich zu dem, was da alles in erfüllung gegangen ist, sind meine derzeitigen wünsche doch eigentlich bescheiden. so und nicht anders, ist die wunschliste links zu verstehen. hübsche dinge, die ich mir nicht leiste, weil ich jeden euro in den geschäftsaufbau stecke...

Donnerstag, Mai 13, 2004

warum ich zur zeit nix blogge

bloggen ist schön wenn intelligente menschen einen schönen blick auf das leben an sich haben, juwelen des alltags erkennen und gekonnt beschreiben. ich kann zur zeit nicht bloggen. entweder hat mein alltag zur zeit keine juwelen oder ich habe meine juwelenbrille verloren. vermutlich nervt es nicht nur mich sondern auch meine leserinnen und leser, wenn ich hier nur über meine zipperlein jammere oder berichte, welchen platz auf der bestsellerliste ich diese woche erklimme. es klingt schnöde, aber selbst das finde ich mittlerweile nicht mehr spannend.

in den letzten tagen habe ich nicht mehr mit normalen menschen von angesicht zu angesicht kommuniziert. klar, es gab allerlei technischen schnickschnack, mit dem man in kontakt bleiben kann, aber ich hätte viel lieber mal wieder mit netten leuten einen abend verbracht, mich kringelig gelacht, die weisheit des universums entdeckt oder zumindest wichtigtuerisch darüber philosphiert, über männer geredet oder zumindest über "hunde-verleih-service". die einzigen menschen, mit denen ich in den letzten tagen redete, waren journalisten, deren fragen relativ vorhersehbar waren (je nachdem, ob sie vielleicht das buch gelesen hatten oder nur den spiegel-online artikel). meine antworten waren dementsprechend vorhersehbar. gelacht wurde wenig und schon gar nicht kringelig. dabei wäre das sicherlich ganz gut, um meine verspannungen zu lösen. einzig nettes detail: ich bin wirklich entzückt von der neuen kategorie mann in meinem leben: dem "kameramann" - ganz reizende männer!

ein zipperlein habe ich übrigens besiegt. erdbeeren zwingen mich nicht mehr zu allergischen reaktionen, wenn ich sie schäle. mittlerweile sind die erdbeeren ja so groß geworden, dass man nette männer auf der strasse fragen könnte, ob sie mal an meiner erdbeere beißen wollen. wenn man aber die erdbeeren wie ich zwei tage im kühlschrank vergisst, dann ist es ratsam, sie zu schälen. der vorteil ist, dass dann diese grünen kleinen pünklichen abgehen, die so vermute ich dafür verantwortlich sind, dass es im hals kratzt. es könnte aber auch schlicht daran liegen, dass ich diese fiesen histaminblocker nehme, die mich zwar pollenresistent aber dafür auch müde, grummelig und bauchwehig machen... aber ich wollte ja nicht jammern, sondern von den juwelen des lebens berichten.

um meinem image als lebenshilfe-tante gerecht zu werden, der appell des tages: sprechen sie menschen des anderen geschlechts auf der straße an und fragen sie, ob sie von ihrer erdbeere beißen wollen. es könnten sich ungeahnte erotische dinge ergeben...

dies ist eine art ratespiel: ich weiß auch nicht, wo man in diesen kruden sätzen kommas setzen könnte.

Montag, Mai 10, 2004

frühlingsgefühle

es regnet und es freut mich. dabei war ich heute morgen sehr entzückt, dass endlich der frühling wieder da ist. das einkaufen belehrte mich aber eines besseren: die letzten regentage haben das pflanzenreich erblühen lassen und die luft ist voller pollen. ich bin frustriert. das "armdrücken" mit meiner heilpraktikerin hat diese jahr nicht funktioniert. ich werde mir nachher diese müde-machenden-fiesen-pillen aus der apotheke besorgen müssen, um bei den interviews nicht zu heulen.

Samstag, Mai 01, 2004

seltsames leben

hätte mir eben nicht eine freundin erzählt, dass feiertag ist, wäre ich gleich umsonst in die stadtmitte zum shoppen gefahren. meine güte, ich merke schon nicht mehr, das feiertag ist. in berlin war das anders. in berlin sah (sah ich und sehen die anderen heute wohl noch) man schon am 30.4. die ganzen panzer und polizeiarmeen. mmmhh... mir ist nicht nach feiern. jetzt ist leider mein kühlschrank leer und der kaffee fast all. ne schöne gastgeberin bin ich. ich freue mich trotzdem auf meinen besuch.

wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen