Dienstag, April 06, 2004

life-work-balance

es ist gar nicht so leicht, nicht in so eine managermarotte reinzukommen, die anspruchsvollen dinge immer erst abends bzw. am wochenende zu machen, weil man tagsüber nicht dazu kommt. es ist aber meist auch zu verflixt: hier klingelt das telefon, da kommt eine mail, die irgendwie interessant oder dringend ist. klar, kenne ich zeitmanagementtipps. bin ja coach, muß das ja auch meinen klienten sagen. ganz besonders mag ich den unterschied zwischen dringend und wichtig. gar nicht so schwer, wenn man mal drüber nachdenkt.

heute hatte ich mal wieder besondern spass mit meinem lieblings-internet-provider strato. ich bin immer wieder fasziniert davon, welche kunden-wohlfühl-verhinderungs-strategien die an den tag legen. es grenzt an absurdität, dass man per mail nur an sie durchkommt, wenn man informationen angibt, die man mit ihnen klären will, weil man sie eben nicht hat und stattdessen minutenlang in der 12 ct-warteschleife hängt. aber ich bin heute einen schritt weiter, nachdem ich heute morgen verzweifelt heulte, weil sie die uschi-und-uschi.de-domain einfach nicht freigeben. immerhin funktioniert jetzt die umleitung. puh. und was bedeutet das? das, was ich heute tagsüber machen wollte, mache ich entweder heute nacht oder ...mmmmhhh...

am wochenende war ich auf dem inspirierenden open-space von brandeins. es war ja zu erwarten, dass es inspiriend sein würde, aber trotzdem schön, dass sich die erwartungen erfüllten. es ist schon erstaunlich, wieviel klasse-leute der einladung folgten. dort machte ich einen workshop zum thema life-work-balance. natürlich erfuhr ich nicht wirklich neues. klar, wußte ich schon, dass ich mich in jedem moment meines lebens entscheiden kann, was ich jetzt tue oder nicht und natürlich wußte ich, dass ich als selbständige wesentlich mehr entscheidungsspielräume habe ... aber neben der lust, die der workshop in mir weckte, einfach weniger zu arbeiten, war für mich die wichtigste erkenntnis, dass man eben manchmal jemanden braucht, der einem dinge sagt, die man ohnehin weiß aber immer wieder vergisst zu leben. aber auch das ist natürlich nix neues...

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen