Donnerstag, März 04, 2004

entscheiden

vielleicht ist es nur frühjahrsmüdigkeit. aber es ist schon auffällig, wie antriebslos ich in den letzten tagen war und bin. ich weiß, ich "arbeitete" zur zeit viel nachts. schlief unruhig vor und nach meinem wichtigen termin gestern. aber das kann nicht alles sein. ich glaube, es geht immer noch um meine lieblingsfrage, mit der ich mich seit fast einem jahr quäle-, "ja oder nein" genauer gesagt: "wie groß soll das uschi-projekt werden?" oder "traue ich mich, neue wege einzuschlagen, etwas großes, neues zu wagen?" oder "traue ich mir zu, erfolgreich zu sein?" oder oder oder...

ich merke, es fällt mir schon schwer, die frage zu stellen. wie schwer ist es dann, eine antwort zu finden und eine entscheidung zu treffen. eben dachte ich, ich könnte doch einfach mal versuchen mein ziel zu definieren. was will ich (damit) eigentlich erreichen? wie möchte ich gerne leben? was ist mir wichtig? (schon wieder mehrere fragen).


  • ich möchte gerne immer wieder dinge tun, die irgendwie neu und aufregend sind

  • ich möchte dinge tun, die bei anderen den "wicki-effekt" (jaaaa, ich habs!) auslösen

  • ich möchte mit anderen zusammen dinge tun.

  • ich möchte mich sicher und in fülle lebend fühlen

  • ich möchte wertgeschätzt werden und mich selbst wertschätzen



ich weiß nicht, ob die reihenfolge genau stimmt - aber ich glaube, darum geht es. einerseits habe ich das eben schnell runterschrieben, andererseits habe ich nachträglich ein wenig daran rumgedoktort, denn erst hatte ich z.b. an vierter stelle: ich möchte, dass ich keine finanziellen sorgen mehr habe. dann dachte ich an meine neuen erkenntnisse zum thema 'sorgen' und mein älteres wissen, dass das unbewußte keine negativen formulierungen versteht und änderte es.

wenn ich mir diese liste anschaue - dann ist es fast egal, wie ich mich entscheide. denn wenn ich mich wirklich ernst nehme, dann kommt punkt vier aus mir heraus und nicht aus den umständen. denn egal, welche umstände ich mir organisiere; meine gedanken bestimmen mein gefühl. toll, das hilft auch nicht bei meiner entscheidung. was mir gerade noch einfällt: mache ich es nicht (groß), dann mache ich "mehr vom selben". lebe also wie gehabt, wurschtel ein wenig vor mich hin. wie langweilig.

das problem ist, dass das uschi-projekt eigentlich so unproblematisch ist: alles ist so leicht. klar, es ist unheimlich viel arbeit. außenstehende denken wohl öfters "hat die ein glück" und sehen nicht, was ich alles dafür tue. aber ich bekomme auch so unglaublich viel unterstützung. ich habe es noch niemals in dem maße erlebt, dass mich andere derart unterstützen. liegt es am tollen projekt oder an meiner veränderten haltung? ich glaube zweiteres. meine güte, ich habe auch hart dafür gearbeitet, meine haltung zu ändern und jetzt traue ich mich nicht, die erfolge zu ernten!

anderer ansatz: was sind die opportunitätskosten? was wäre also der entgangene gewinn, wenn ich das uschi-projekt groß mache? mmmhh also ich lebe jetzt sehr autark, sehr frei von zwängen. zwar auf bescheidenem finanziellem niveau aber recht glücklich und frei. wenn ich ein so großes projekt wage, dann enge ich mich ein, denn ich treffe z.b. mit den schulden, weitreichende entscheidungen. ich binde mich für einige jahre. ich gebe also die freiheit (nach wenigen monaten oder tag für tag mein leben komplett umkrempeln zu können) auf für ein projekt, dass mir die wünsche 1-3 und 5 wohl sichert und der punkt vier ist egal. wieso fällt mir die entscheidung eigentlich so schwer?

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen